1.176.892. Attendorn 1, Gerhard von

von Attendorn 

 

21. Generation

1.176.892.     von Attendorn 1, Gerhard (Gherard, Gherdt)
Sohn von Eberhard von Attendorn 1, Ratsherr zu Lübeck, und NN. Bere 2.
Ratsherr 1367, 1382 Bürgermeister in Lübeck, Mitglied der Zirkelgesellschaft.
“hat 1378 von Hermann von Warendorp, Hermanns Sohn, curian Ruggenhorst (heute Roggenhorst) gekauft. ”
siehe auch Wikipedia
geb. Lübeck  um 1340
gest. Lübeck 16.04.1396
verh. Lübeck
1.176.893.    Bere, Gertrud (Ghertrud,Geseke)
Tochter des Ratsherrn Abraham Bere und Gertrud von Attendorn

Kinder:
588.446.   1) von Attendorn 1,  Gottschalk, gest. tot vor 1429
Besitzer eines Teiles von Roggenhorst, zusammen mit seinem Bruder Gerhard.
verh. 1. Ehe Lübeck mit
NN., Kunigunde , geb.                     gest.
verh. 2. Ehe Lübeck
588.447.   von Warendorp 2, Elisabeth , gest.  – 1404 noch am Leben.

2) von Attendorn 1,  Gerhard (Gherhardus); gest. um 1400
Besitzer eines Teiles von Roggenhorst, zusammen mit seinem Bruder Gottschalk.
verh. mit
Manen, Geseke,  Tochter des Detmar Manen.
sie verh. 2. Ehe
Hojer, Johann,  „der 1408 unter den aufrührerischen Senatoren genannt wird.“

3) von Attendorn 1,  Margarethe
verh.
Schmilow, Peter

 

Ratslinie (397) Gerhard von Attendorn                                                        Ratsmitgl. 1367 – 1396

1382 Bürgermeister. 1368 hatte er im Kriege gegen  Waldemar lübsche Truppen befehligt, 1377 ebenso bei Belagerung der Feste Dannenberg und bei Eroberung des Schlosses Wehningen (Amt Neuhaus). Mit Gesandtschaften ward er betraut : 1370 an König Hakon von Norwegen zum Abschluß eines Waffenstillstandes; 1372 zu Verhandlungen mit den Königen Magnus und Hakon, 1385 an Graf Adolf von Holstein, 1393 zu Vergleichsverhandlungen zwischen König Albrecht von Schweden und Königin Margaretha, ebenfalls 1393 nach Schonen und Falsterbo zu Verhandlungen mit der Königin Margaretha und dem Herzoge Johann von Mecklenburg. Auf den Hanse- und Städtetagen der Jahre 1367 bis 1375 in Rostock, Köln, Stralsund und Lübeck vertrat er die Stadt. Wiederholt war er als Schiedsrichter tätig, so 1376 in Stade zur Schlichtung der Streitigkeiten im Schoße des Rates, 1385 im Streit zwischen dem Stift Dorpat und dem schwedischen Statthalter in Finnland; 1391 bei einem Zwist zwischen dem Erzbischof von Riga und dem Landmeister des Deutschen Ordens. –

1372 verpfändete ihm sein Vetter, der Ratsherr Gottschalk von Attendorn (378), für eine Darlehnsschuld von 2000 Mark das Dorf Darsow mit dem Hofe und der Mühle, sowie sein in Lübeck belegenes Wohnhaus. Ihm gehörte ein Teil des Gute Roggenhorst. -

Er war ein Sohn des Ratsherrn Eberhard von Attendorn (360) und mit einer Tochter des Ratsherrn Abraham Bere (371) verheiratet. Wohnung Mengstr. 6. Mitglied der Zirkelgesellschaft.

 

Bau- und Kunstdenkm. Bd. II., S.355

Ein Epitaph der Familie von Attendorn, wohl dasjenige des 1396 gestorbenen Bürgermeisters Gerhard von Attendorn, befand sich in der Bürgermeisterkapelle der Marienkirche (nicht erhalten).

 

Schnobel:       Gerhard von Attendorn

„Capitaneus“. Er ist mit Simon Swarting an den Kaiserlichen Hof gesandt worden und hat 1378 von Hermann von Warendorp, Hermanns Sohn, curian Ruggenhorst (heute Roggenhorst) gekauft. ”

“1372 war er Procurator Testamenti Gertrudis Holt, filiae Brunois, da er schon Dominus genannt wird. ”

 

Zettelkatalog im St.-A. Lübeck          – Gerhard von Attendorn
1366 erhält er von seinem Oheim (?) Gr. Burgstr. 630, Eckhaus,
1383 verkauft
1367 Johannisstr. 25;   1372 vk.
1364 genannt als Mitvormund des abwesenden Albertus Morkerke, Hundstr. 68.
1378 Holstentor 13.
Roggenhorst:
1396 erben seine Söhne Gherhardus und Godscalcus.
1387 verkauft er als Ratsabgeordneter das Haus des Verschwörers Hinricus Scarbow:
Balauerfohr 193,194
1388 Ratsabgeordneter beim Verkauf der beschlagnahmten Häuser: Fleischhauerstr. 139 u. 147.
1388 Mengstr. 3
1388 Ratsabgeordneter beim Verkauf der wegen Teilnahme am Knochenhauer-Aufstand beschlagnahmten Häuser:
1.) des Ludekinuo de Wismaria: Marlesgrube 527
2.) des Hinr. Paternostermaker : Marlesgrube 590
3.) des Johs. Sternenbergh : Hartengrube 739.740
1389 gen. als Ratsabgeordneter beim Verkauf der von der Stadt beschlagnahmten Häuser :
Hundstr. 123/124
1390 verk. er als Ratsabgeordneter das Haus des Verschwörers Heyno de Peyne: Balauerfohr 190
1394 verk. er als Mitabgeordneter des Rates: Engelswisch 579, das Grundstück des Verschwörers
Hinricus Paternostermaker.
1396 Mitratsabgeordneter beim Verkauf des beschlagnahmten Hauses des Verschwörers
Johannes de Hamele: Glockengießerstraße 364.
1396 Königstr. 647

 

von Damm, Vorfahren, S. 26 : v. Attendorn –

24) Gerhard v. Attendorn , * Lübeck 16.4.1346 (Fehler – gest. 16.4.1396), wohnte Mengstr. 6

im Rat 1367 –96, 1382 Bürgermeister, 1368 befehligte er die lübischen Truppen gegen König Waldemar von Dänemark, 1370 Gesandter bei König Hakon von Norwegen zum Abschluß eines Waffenstillstandes ,1372 kaufte er einen Teil von Roggenhorst von Hermann von Warendorp;  sein Vetter, der Ratsherr Gottschalk von Attendorn, schuldete ihm 2000 Mark, für die dieser ihm sein Haus in der Königstraße mit allem Inventar und die Stadt Darsow mit der Mühle und seinem Hof verpfändete (Niederstadtbuch); 1377 befehligte er lübische Truppen bei Belagerung der  Feste Dannenberg (mit 2 Kriegsmaschinen, bei denen zuerst das Schießpulver gebraucht wurde) und bei Eroberung des Schlosses Wehningen, Amt Neuhaus; 1372 Gesandter  zu Verhandlungen mit den Königen Magnus und Hakon, 1385 Gesandter bei Graf Adolf von Holstein, 1393 nach Schonen und Falsterboe zu  Verhandlungen mit der Königin Margarethe und dem Herzog Johann von Mecklenburg. 1367 – 1376 vertrat er die Stadt auf den Hansetagen und Städtetagen in Rostock, Köln, Stralsund und Lübeck; war wiederholt als Schiedsrichter tätig, so 1376 in Stade zur Schlichtung der Streitigkeiten im Schoße des Rates, 1385 im Streit zwischen den Städten Dorpat und dem schwedischen Statthalter in Finnland, 1391 bei einem Zwist des Deutschen Ordens, Bruder des Bischofs von Lübeck, Eberhard v. Attendorn,  verh. Gertrud Bere.

Schwester ist:

24a) Hedwig v. Attendorn, *  um 1330,  + Lübeck nach 1390, verh. Lübeck um 1355 Simon Swerting, Bürgermeister in Lübeck

Schwester ist evtl. :

24b) Adelheid v. Attendorn, s. Reihe II 21)

II 21)* Lübeck um1300, Test. 26.5.1384, verh.I. Alber d.J. v.d. Möhlen, + Lübeck, 1321 im Rat, verh.II. Lübeck vor 1336 Johann Morkerke, + 1350

22.) Hermann von Attendorn, in Lübeck; nach Dr. Sarninghausen,Mulsum, ist wohl Vater zeitlich schwermöglich:
                        Eberhard v. Attendorn, s. Reihe I 25 (verh. NN. Bere) 

 

Wikipedia:
“ Gerhard von Attendorn entstammte einer in Lübeck seit dem letzten Quartal des 13. Jahrhunderts mit dem Ratsherrn Volmar von Attendorn nachgewiesenen ratsfähigen Familie. Sein Vater war der 1349 auf einer Wallfahrt ins Heilige Land verstorbene Ratsherr Eberhard von Attendorn.[1] Dem Lübecker Rat gehörte Gerhard von Attendorn zumindest seit 1367 an und tat sich als Ratsherr sowohl als Truppenführer wie als Diplomat für die Stadt hervor. Als Militärführer befehligte er 1368 die Truppen gegen den dänischen König Waldemar IV. („Atterdåg“) im Zweiten Waldemarkrieg. Ebenfalls unter seinem Befehl standen im Jahr 1377 die Belagerung der Burg Dannenberg in der Göhrde und die Einnahme von Schloss Wehningen im Amt Neuhaus. Als Gesandter der Stadt reiste er

Auf den Tagfahrten vertrat er die Stadt Lübeck bei Hansetagen 1367-75 in Köln, Lübeck, Rostock und Stralsund.

Als Schiedsrichter vermittelte er 1376 interne Streitigkeiten des Rates der Stadt Stade, 1385 im Baltikum zwischen dem Stift Dorpat und dem schwedischen Gouverneur von Finnland und 1391 zwischen dem Deutschen Orden und dem Erzbistum Riga.

1372 verpfändete ihm sein Vetter, der Ratsherr Gottschalk von Attendorn[2] das Dorf Dassow mit Hof und Mühle und sein Lübecker Wohnhaus wegen einer Darlehensschuld von 2000 Mark. Gerhard von Attendorn selbst gehörte ein Anteil am Gut Roggenhorst. Er bewohnte das Haus Mengstraße 6 in Lübeck und war ein Mitglied der Zirkelgesellschaft. ”