4.707.568. Attendorn 1, Conrad von

 

von Attendorn  1

 

23. Generation

4.707.568.    von Attendorn 1,  Conrad (Conradus)
Sohn von Eberhard von Attendorn 1, Bürger, Kaufmann und Weinhändler in Lübeck, und Adelheidis Wesseler,
Bürgermeister in Lübeck;
geb.  Lübeck um 1270;
gest.  Lübeck 04.05.1339; (3. Feria ante festum ascensionis domini = 4.Mai )
begr.  Lübeck, St.Johannis 1339 in eigener Kapelle
verh.  Lübeck  um 1300

4.707.569.   von P(entecosten) (von Pepermühlen), Druda (Ghertrud)
Tochter des Albert von P. (siehe „Um ein Frauenbild“ S.477c – Lübecker Urkunden Buch Bd. 3, S. 99)
geb.  Lübeck
begr. Lübeck , St. Johannis

Kinder:
2.353.784.     1) von Attendorn 1,  Eberhard; Ratsherr; geb.  Lübeck ;
gest. auf einer Wallfahrt nach Jerusalem 29.09.1349
verh.
2.353.785.        Bere, NN.; geb.  Lübeck ; gest. Lübeck nach 1358

9.415.125.      2) von Attendorn 5, Margarethe,   gest. tot 1350
verh.  Lübeck
9.415.124.      MorkerkeThomas , geb.  Lübeck,             gest.  Lübeck nach 1333

3) von Attendorn 1,  Gottschalk,  1339 u. 1351 erw.; (v. Melle)
gest. Lübeck 06.08.1388 ; Ratsherr Lübeck (Lutterbeck 13 /S. 193)
verh. Lübeck
9.415.583.      de Raceborg, Thiburga (Tibburg)
sie verh. 1. Ehe
9.415.582.      Morneweg, Hermann I.

 

1306 Ratsherr, 1324 – 39 Bürgermeister zu Lübeck. Er baute die Kapelle in der St. Johannis – Klosterkirche. Die Kapellenfenster trugen mehrfach das Familienwappen.

Wohnung 1302: Königstr. 99 (856). 1351 hinterlassen sein Sohn Gottschalk und dessen Witwe das Haus ihren Erben.

Er hat zu St. Johannis eine Vicarie gestiftet, daselbst ist er auch begraben; auf dem Leichensteine um sein und seiner Ehefrau Bildnis stand zu lesen:

“Anno Domini M—- feria tercia ante festum Ascensionis Domini, obiit Dominus Conradus de Attenderne, Proconsul huius civitatis, et fundatis istuis Capelle, orate pro eo Anno Domini M — Pentecostes obiit Domina Druda, uxor Domini Conradi de Attenderne, que quondam ficit filia Alberti de P— .”

 

 

Ratslinie (300) Konrad von Attendorn.                                             Ratsmitglied 1306 – 39.

Bürgermeister von 1324 – 1339. Er gehörte zu den Bevollmächtigten des Rates bei den Verhandlungen mit Bischof Burchard und dem Bischof von Ratzeburg. Im Jahre 1310 Gesandter der Stadt bei der römischen Curie. In der St. Johannis- Klosterkirche erbaute er eine Kapelle. 1320 kaufte er das halbe Dorf Wartisdorp. Er war ein Neffe des Ratsherrn Volkmar von Attendorn (247).

Seine Wohnung : Königstr. 99.

 

Zettelkatalog im St.A. – Lübeck

1304 Dankwartsgrube 617, er scheint das Grundstück verkauft zu haben und hat es für s. Wicb.
1325 zurückerhalten.
1329 verkauft.
1305 Düstere Dwanstr. 576, 577 („area“)
1333 als „domus pistrinalis“ seinen Neffen Volmarus Rike (Riken) abgetreten.
1320 war er für Gerhardus Dives in ein Haus in der Stavenstraße eingewältigt worden und vkt. es
1321 eingewältigt: Hartengrube 734/735
1330 verkauft.
1322 verkaufte er das Haus Fleischhauerstr. 101, in das er für seine Forderungen eingewältigt
            worden war.
1325 erhält er für seine Wicb. R. Dankwartsgrube 617.
1329 verkauft.
Er erhält für 1M alten Wortzinses und 8 ß neuen Wicbeldes:
1328 Engelswisch 582, welches sein Sohn Gottschalk
1339 verkaufte.

 

Lutterbeck 11/ S.189

Ratsmitglied 1310 – 1339,

1310 Bevollmächtigter der Stadt bei der Römischen Kurie und Vertreter des Rats bei Verhandlungen mit dem Lübecker Bischof und Domkapitel.

Bürgermeister bereits 1324.

Wirtschaftliche Verhältnisse:

Tätigkeiten und Vermögenslage: Beteiligt sich von 1312 bis 1333 an sieben im Niederstadtbuch eingetragenen Handelsgesellschaften, bringt dabei dreimal die Hälfte und dreimal mindesten zwei Drittel des Kapitals ein und gibt in einer Gesellschaft dem Partner das Kapital in Sendeve. Mindestens eine dieser Gesellschaften dient dem Tuchhandel.

Erscheint im Niederstadtbuch bei 58 Eintragungen innerhalb von 13 Jahren 56-mal als Gläubiger.

Grundbesitz in Lübeck:

Wohnhaus in Lübeck: seit 1302 Königstr. 99

Sonstiger Besitz: erwirbt 1320 mit Volkmar van Atendorn (Nr. 15 , Mitbesitzer bis 1331) für 940 m.d. das Dorf Wahrstorf bei Wismar.

Stiftungen:      Stiftet mit den Einkünften aus dem halben Dorf Wahrstorf eine Vikarie in der Kirche des Johannisklosters.

 

 

 

 

 

 

Quellen:
1. AL. Adolf Becker
2. Ratslinie Lübeck
3. Zettelkatalog im St.A. Lübeck
4. v. Damm, Vorfahren, S. 27
5. Lutterbeck 11/ S.189