28.4. Becker, Arthur

Becker III.

Arthur Becker

 

28.4. Becker, Albert Wilhelm Arthur
Sohn von Gerhard Becker III., Kaufmann in Hamburg, und Sylvie, geb. Meyer
Kaufmann in Hamburg und HongKong; Mitinhaber der Firma Sander, Wieler & Co.
geb. Hamburg 13.03.1862;  gest. Hamburg 27.04.1922
verh. Hamburg 16.08.1902 (Standesamt Hamburg 03; Nr.401)
Dalmann, Anna Friederike
Tochter des Johann Christian Wilhelm Dalmann, Wasserbaudirektor in Hamburg, u.s. Ehefrau Bertha Louise Dorothea Amalie Caspersen.  (1934 lebte sie in Biebrich a.Rh.)
geb. Hamburg 23.04.1875;  gest. Wiesbaden 10.08.1946
sie  verh. 2. Ehe in Hamburg 31.05.1923 mit:

Melchers, Friedrich Wilhelm
Sohn von Ernst Adolf Melchers, in Varel, und Elise Johanne Adele geb. Schieferdecker.
Kaufmann in HongKong, später in Hamburg, i.Fa. Melchers & Co. Die Firma saß in den Geschäftsräumen der Fa. Sander, Wieler & Co. in Hamburg, die Geschäfte wurden auch von dieser Firma finanziert.
1943 – seine Wohnung: Hamburg, Moorweidenstr. 11; sie lebte in Wiesbaden.
geb. Varel/Oldenb. 10.10.1863
gest. Hamburg AK Barmbeck 13.04.1943

Adoptivsohn:

28.4.1.            Becker, Arthur Oskar Günther
1934 Leutnant im 6.Inf.Regmt. in Schwerin i.M., Grenadierkaserne
geb. Berlin 21.08.1909
get.  Berlin 17.10.1909
keine weiteren Daten

Arthur Becker

Arthur und Anna Becker

Arthur und Sohn Arthur Becker

 

Anna und Sohn Arthur Becker

 

 

 

 

 

 

.

.

.

———–

 

Arthur Becker

“Naturgemäss war im Laufe der Zeit der Wunsch rege geworden, auch für meine anderen Brüder, vorläufig Arthur und Ernst, etwas passendes in China oder Japan zu finden.  …  Mein Bruder Arthur hatte nach Erledigung seiner Dienstpflicht eine Stellung in Australien angenommen, er war dort einige Jahre gewesen, als mein Freund Wieler mich eines Tages aufsuchte und mich fragte, ob mein Bruder vielleicht bereit sein würde, zu ihm zu kommen. Ich depeschierte entsprechend nach Melbourne, mein Bruder sagte zu und so trafen sich denn die verschiedenen Brüder in Hongkong wieder.  .
(Roberts Familie war mit Arthur nach Deutschland gefahren (1887) ..
Ich wohnte zurzeit mit meinem guten Freunde Wieler zusammen, unseren Hausstand hatten meine Frau und ich, wie es so üblich ist, aufgelöst, die Mobilien irgendwo untergestellt. Im Gespräch mit Herrn Wieler kam ihm und mir der Gedanke, ob es nicht vielleicht gut sein würde, unsere beiden Firmen Sander & Co und Wieler & Co zu amalgamieren. Ich hatte keinen arbeitenden Partner mehr, der Partner des Herrn Wieler war inzwischen mein Bruder Arthur geworden, der sich zur Zeit auf Urlaub in Deutschland aufhielt. Wir depeschierten ihm also, ob er Lust habe für eine Amalgamierung, in dem Falle sollte er seinen Urlaub abkürzen, um vorerst die Leitung von Sander & Co. zu übernehmen, bis alle einschlägigen Fragen geordnet seien. Mein Bruder ging darauf ein, kam bald darauf wieder heraus. Die Bedingungen der Amalgamierung der beiden Firmen wurden festgelegt, aus Sander & Co. wurde am 1. Januar 1898 Sander, Wieler & Co. Als Partner traten ein seitens Wieler & Co: Herr Gustav Wieler und mein Bruder Arthur, seitens Sander & Co.: die Witwe Frau Anna Sander und ich. Meine Privatinteressen an der Firma Becker & Co., Kobe und Yokohama gingen auf die neue Firma über, es war dieses erwünscht, da die Trennung der Interessen schwer durchführbar war. Die Firma Wieler & Co war in erster Linie eine sogenannte “shipping” Firma, Agenten verschiedener Dampfer und Segler, die im Osten fuhren, hatte also Frachtabschlüsse für diese Dampfer und Segler zu besorgen gegen feste Kommission. Ausserdem beschäftigte sich diese Firma auch mit Importen und im geringen Grade mit Exporten, genau wie Sander & Co. Die Firma Wieler & Co. war aus der früheren Firma Oscar Wieler hervorgegangen, war aber nie sonderlich erfolgreich gewesen. Herr Wieler war ein starker Arbeiter, immer fleissig und gefällig, verstand es aber nicht, seinen eigenen Vorteil recht zu wahren und hatte auch manche bösen geschäftlichen Enttäuschungen erlebt. Der finanzielle Zuwachs war also nicht bedeutend und kaum mit mehr als Null einzuschätzen. Gerade zu dieser Zeit hatte Herr Wieler den Verlust einer alten Agentur zu beklagen; eine Kölner Firma, die seit Jahren 4 Dampfer draussen hatte, war zu einer Konkurrenzfirma übergegangen ohne ersichtlichen Grund, wodurch aber die Verdienstmöglichkeiten meines Freundes eine starke Beeinträchtigung erfahren hatte, die sich umso mehr fühlbar machte, als auch andererseits nicht alles zum Besten stand. …..
Mein Bruder Arthur war leider von seinem letzten Urlaub als Junggeselle zurückgekommen, ich machte ihm den Vorschlag, nochmals einen kurzen Urlaub zu nehmen, wenn er den Wunsch habe, sich zu verheiraten. Dieser Wunsch lag vor. So reiste also mein Bruder anstatt meiner mit meiner Familie, nun aus meiner Frau und vier Jungen bestehend, nach Europa, um dann verheiratet nach ca. 6 Monaten wieder herauszukommen und mich in Hongkong freizumachen. …”  (Q1)

Arthur Becker blieb dann mit seiner Familie in HongKong und war dort  für das Geschäft und die Niederlassungen in China (Tsingtau, Tientsin, Shanghai und Canton)  zuständig. Wann er aus HongKong nach Deutschland zurückkehrte ist nicht bekannt.

Arthur Becker starb am  27.April.1922 in Hamburg. 

—–

28.4. Hochzeit Becker, Arthur oo Anna Dalmann 1902

28.4. Becker,Arthur – gestorben 1922

 

 

 

 

 

 

 

 

——-

Quellen:
1. Robert Becker: Ostasien-Erinnerungen.(1917)