64. Becker, Dieterich Georg

Becker

7. Generation

64.                    Becker,  Dieterich Georg
Sohn von Johann Conrad Becker, Tuchscherer-Meister in Uelzen, und Elisabeth Anna, geb. Meyer.
Färbermeister zu Uelzen
geb. Uelzen 07.02.1745, get. Uelzen 09.02.1745 (St.Marien)

65- König, Luise Maria

65- König, Luise Maria

gest. Uelzen 29.10.1811, begr. Uelzen 02.11.1811
verh. Veerssen bei Uelzen 03.10.1779 mit:
65.                    König, Luise Maria
geb. Veerssen 22.12.1758, get. Veerssen 24.12.1758
gest. Uelzen 15.08.1843, begr. Uelzen 18.08.1843

über Maria Louise König siehe dort.

 

64. Becker, Dieterich Georg + Uelzen 1811

11 Kinder:  (Q1)
1.   Christian Becker oo Elisabeth (Betty) Schmidt
2.   Elisabeth Becker
3.   Heinrich Becker oo Elisabeth Wilhelm
4.   Charlotte Becker oo August Keuffel
5.   Carl Becker oo Dorette Ebisch
6.   Georg Becker oo Christine Flügge
7.   Friderica Juliane Becker
8.   Dorothea Friederica Becker
9.   Ludwig Gerhard Becker
10. Ernst August Becker oo Johanne Söhlmann
11. Friedrich Wilhelm Becker oo Barbara Kunigunde Frida N.

1) Becker, Johann Caspar Christian; Färber in Uelzen;
geb. Veerßen, bei Uelzen 05.01.1780; get. Veerßen 07.01.1780;
gest. Uelzen 08.12.1856; begr. Uelzen 12.12.1856
verh. Celle 19.02.1815
Schmidt, Marie Elisabeth Betty
geb. Celle 21.06.1793; get. Celle 26.06.1793;
gest. Uelzen 10.04.1871; begr. Uelzen 14.04.1871

2) Becker, Sophia Elisabeth
geb. Uelzen 08.01.1782; get. Uelzen, (St.Marien) 10.01.1782;
gest. Uelzen 29.04.1836; begr. Uelzen 02.05.1836

64.2. Becker, Sophia Elisabeth + 1836-Uelzen

3) Becker, Friedrich Rudolf Heinrich; Kaufmann in Hamburg;  (= Becker III.)
geb. Uelzen 06.08.1784; get.  Uelzen, (St.Marien) 08.08.1784;
gest. Hamburg 23.04.1867; begr. Hamburg 1867
verh. Uelzen, (St.Marien) 01.03.1820
Wilhelm, Christine Elisabeth;
geb. Uelzen 15.04.1801; get. Uelzen, St.Marien 10.05.1801;
gest. Hamburg 06.01.1872; begr. Hamburg 1872

4) Becker, Sophie Charlotte
geb. Uelzen 11.01.1787; get. Uelzen, St.Marien 14.01.1787;
gest. Uelzen 18.04.1868; begr. Uelzen 22.04.1868
verh. Uelzen 01.05.1812
Keuffel, Gebhard Johann August; Bürgermeister in Uelzen;
geb. Wolfsburg 14.01.1784; get. Wolfsburg 20.01.1784;
gest. Uelzen 16.07.1858; begr. Uelzen 20.07.1858

5) Becker, Dieterich Georg Carl; Kaufmann in Hannover;
geb. Uelzen 25.02.1789; get. Uelzen, St.Marien 01.03.1789;
gest. Hannover, Christuskirche 28.01.1880; begr.Hannover, St.Andreas-Fried 31.01.1880
verh. Hannover, Neustädter Kirche 29.04.1821
Ebisch, Dorothee (Dorette) Henr. Elisabeth
geb. Hannover 30.10.1800; get. Hannover, Marktkirche 23.11.1800;
gest. Hannover, Christuskirche 11.11.1868; begr.Hannover, St.Andreas Friedh 14.11.1868

6) Becker, Georg Wilhelm; Kaufmann in Hannover;  (= Becker II.)
geb. Uelzen 25.11.1791; get. Uelzen, St.Marien 27.11.1791;
gest. Hannover 06.05.1874; begr. Hannover, Engesohder Friedhof 10.05.1874
verh. Uelzen, St.Marien 12.06.1825
Flügge, Christine Charlotte;
geb. Uelzen 05.12.1806; gest. Uelzen, St.Marien 12.12.1806;
gest. Hannover 11.12.1889; begr. Hannover, Engesohder Friedhof 14.12.1889

7) Becker, Friederica Juliane
geb. Uelzen 29.09.1793; get. Uelzen, St.Marien 02.10.1793;
gest. Uelzen 16.05.1794; begr. Uelzen 18.05.1794

8) Becker, Dorothea Friederica
geb. Uelzen 29.01.1796; get. Uelzen, St.Marien 01.02.1796;
gest. Uelzen 07.02.1796; begr. Uelzen 10.02.1796

64-8.Becker, Dorothea Friederica -Taufe Uelzen 1796

64-8. Becker, Dorothea Friederica + Uelzen 1796

9) Becker, Ludwig Gerhard
geb. Uelzen 28.01.1797; get. Uelzen, St.Marien 31.01.1797;
gest. Uelzen 02.02.1797; begr. Uelzen 07.02.1797

64-9. Becker, Ludwig Gerhard -Taufe Uelzen-1797

 

10) Becker, Ernst August; Kaufmann in Hannover, Gutsbesitzer Mönckhage  (= Becker I.)
geb. Uelzen 27.03.1798; get. Uelzen, (St.Marien) 30.03.1798;
gest. Hannover 26.10.1878; begr. Hannover, Engesohder Friedhof 29.10.1878
verh. Hannover, (Marktkirche) 20.06.1826
Söhlmann, Johanne Henriette Charlotte;
geb. Hannover 21.05.1806; get.  Hannover, (Marktkirche) 29.05.1806;
gest. Hannover 15.12.1878; begr. Hannover, Engesohder Friedhof 19.12.1878

11) Becker, Friedrich Wilhelm  (Frederick William)
Kaufmann in Hamburg – im September 1837 ausgewandert in die USA.
geb. Uelzen 20.03.1801; get. Uelzen, (St.Marien) 30.03.1801;
gest. USA (Washington D.C.) 28.09.1890 — (im Census 1880 wird Sohn Conrad als Haushaltsvorstand genannt.)
begr. USA Washington D.C.  Rock Creek Cemetery
verh. USA, Baltimore /Marland 13.(18.?)08.1850
Friedel, Barbara Kunigunde (Frida ?) (Barbara Friedel)
geb. -(Deutschland) – 01.08.1830;
gest. Washington D.C. 07.09.1903
begr. USA Washington D.C.  Rock Creek Cemetery 

Stadtplan von Uelzen - um 1830

Auszug aus der Lebensbeschreibung, zusammengestellt von Adolph Becker  (Q2)
Dieterich Georg Becker geb. 7.2.1745 zu Uelzen, kam von Ostern 1762 bis Ostern 1766 in die Lehre zu dem Schönfärber Friedrich Christoph Meyer sen. in Salzwedel, wo er nach beendeter 4jähriger Lehrzeit noch 1.1/4 Jahr als Geselle bei Friedrich Christoph Meyer jun. blieb. Am 10.8.1768 wird ihm von dem Schönfärber Johann Adam Breitenbach in Braunau (Oesterreich) in einem Gesellenbrief bescheinigt, dass er 19 Wochen bei ihm in Condition gestanden habe. 1770/71 war er dann zur weiteren Ausbildung in London. Am 23.7.1783 gewann er in Uelzen das Bürgerrecht und erwarb am 4.4.1788 vom Magistrat käuflich das Schützenhaus zum Preise von 150 Thalern, woran jedoch die Kaufbedingung geknüpft war, dass er jährlich beim Königsschiessen die Räume, Säle und Galerie der Bürgerschaft, wie bisher üblich, zur Verfügung stellen musste, dass der Ratskellerwirt an diesen Tagen in der “dazu gewidmeten Stube” die ihm kontraktlich zustehende Schankerlaubnis ausübte. Nach dem Tode von Dietrich Georg Becker hat sein ältester Sohn Christian, der ebenfalls das Schönfärber-Handwerk ausübte, am 13.2.1819 denselben Vertrag unterzeichnet. Am 16.12.1853 verkaufte er das Haus wieder an den Brunnenfabrikanten Heinrich Ludwig Klambek.
Dieterich Georg Becker und Luise Maria König schlossen am 3.10.1779 in Veerssen die Ehe, aus der 11 Kinder (7 Söhne,4Töchter) hervorgingen. Er war ein glühender Patriot. So legte er in der Napoleonischen Zeit seinen Kindern dem Britannisch-Hannoverschen und dem Preussischen Herrscherhause entlehnte Vornamen, seinen Hunden aber die Namen von französischen Generalen bei!
Dieterich Georg Becker starb zu Uelzen am 29.10.1811 und wurde daselbst beigesetzt am 2.11.1811. An gleicher Stelle wurde am 18.8.1843 seine Frau und am 2.5.1836 seine unverheiratete Tochter Sophia Elisabeth Becker beigesetzt. Die 3 Grabstätten sind vor wenigen Jahren bei einer Neuordnung des Friedhofes eingeebnet.

DIETERICH GEORG BECKER
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Bürger und Schönfärber-Meister zu Uelzen
1745.   07.02. geboren in Uelzen;    09.02. getauft in Uelzen, St.Marien.
Vater: Johann Conrad Becker (get. Kl.Lengden 09.12.1703)
Tuchscherer und Meister an der Tuchfabrik in Uelzen
Mutter: Anna Elisabeth geb. Meyer  (geb. in Uelzen 06.03.1722)

“1745, d. 7ten Febr. des Morgens umb 3 uhr Ist gebohrn ein Söhnl. Vater ist Conradt Becker Wand Fabrique Meister u. Arbeiter; drauf d. 9ten Febr. Hr. Cremthsm. getauft benenet Dieterich Georg.” (Q3)

1738.   11.03. Stiefbruder Johann Christian Becker in Uelzen geboren,  12.03. in Uelzen getauft.
1743.   22.01. Bruder Johann Rudolf Becker in Uelzen geboren 29.01. ebd. getauft.

1747.   25.10. Bruder Johann Hinrich Becker in Uelzen getauft.
1750.   08.05. ist sein Vater Johann Conrad Becker in Uelzen gestorben.
12.05. ebd. begraben worden, alt 46 Jahre, 5 Monate.
1750.   06.08. wird – drei Monate nach dem Tode des Vaters, die einzige Schwester, Anna
Dorothea Magdalene Becker, in Uelzen geboren und am 07.08. ebd. getauft.
1756 – 1763 Siebenjähriger Krieg, in dem Preussen und England den Grossmächten Österreich, Frankreich
und Russland gegenüber standen. Das Kurfürstentum Hannover, seit 1714 (bis 1837) in
Personalunion mit Grossbrittanien verbunden, wurde ebenfalls Kriegsgebiet.
1758.   19.03. wird in Weende b/Göttingen seine Grossmutter Anna Catharine Becker geb.Kabold
(geb. Sept.1678), Witwe des Papiermüllers Johannes Becker, im Alter von 79 Jahren und
6 Monaten begraben.
1762.   Ostern, bis
1766.   Ostern, Lehrzeit bei Friedrich Christoph Meyer, Schönfärber zu Salzwedel.
Der Lehrbrief ist datiert vom 3.4.1766. F. C. Meyer war ein Vetter seiner Mutter.

Lehrbrief Dieterich Georg Becker
Lehrbrief Dieterich Georg Becker

1766.   im Anschluss an die Lehrzeit, 1 Jahr und
3 Monate, bis
1767.   12.07. als Schönfärber-Geselle bei Friedrich Christoph Meyer jun. in Salzwedel.
1768.   10.08. bescheinigt Johann Adam Breidenbach, Waydt- (=Blau-) und Schönfärber in Braunau  (Oesterreich), dass Dieterich Georg Becker “bey mir neunzehn Wochen in Condition gestanden, sich binner der Zeit fleißig, treu,undt Ehrbar aufgeführet wie es einem Schönfärber geselln gebühret.  Da Er nun aber seinen Fuß weiter zu setzen gesinnt und umb ein glaubwürdiges Attest anlanget so  habe Ihme solches nicht enthalten können.”
1769
1770  zur weiteren Ausbildung in London. Briefe an ihn sind erhalten:
1771
20.08.1769 von Johann Rudolph Meister jun., Schönfärber zu Uelzen, Vetter über seine
Mutter. Meister bietet ihm an, ihn als Gesellen einzustellen, wenn er in England keine  Anstellung
findet:   ” .. so ist mein Wille ohne Bedenken sich wiederum heraus zu begeben, und zu mir zu
kommen, und vor Ihn sorgen und behalten werde. Fals aber Er gewillet bey einen Seiden Färber
sich eine Zeit lang zu begeben, um noch was zu profitiren, darin las Ihn seinen freyen Willen.”
1770  4.4.1770 von J. R. Meister jun., Uelzen
“… Ich freue mich mein lieber Becker, daß Er sich auch gesund befindet, und bey seinen alten Herrn
wieder in Condition gekommen, auch wie lange er noch in Engelandt gedenket zu bleiben. Auch
mögte mir erbitten, was vor Art Couleuren aldort gefarbet wird, ob sie nach unsere Landes Art viel
verändert sind, solte es möglich sein einige Kleine Farben davon zu erhalten würde mich bedanken .”
1771.   2.2.1771 von S.G.C.Meister, geb. Biedermann, Uelzen
“… es hat nemlich den Großen Gott gefallen meinen lieben Mann den 26 october von dieser welt zu
sich in sein Frieden reich zu sich zunehmen, …. Nun mein lieber Becker er kan leicht gedenken, daß
es mir an leutten in der Ferberey fählen zu mahlen ich ihn noch schreiben mus daß der alte Meier zu
Saldwedel vor drei Dagen auch ist mit Dodte abgangen. Da ich nun den älsten Sohn so lange noch
bey mir gehalten aber er zu Salwedel nicht wol ab komen kan weil Sie gedenken daß Wäsen noch
vort zusetzen ist auch anjho wieder da hin, und ich nicht ohne eine geschickten Menschen sein kan,
also habe daß Zu trauen zu ihn und wünschte sehr daß er möchte wieder herüber komen jeehender
jelieber, ich sehe gerne wen es noch vor ostern oder doch gewiß ostern geschehen könte, …”

2.2.1771 von A. S. Meister, Uelzen, Schwester von Joh. Rudolph Meister. Sie schreibt, daß ihr
Bruder im September v.J. und der alte Vetter Meyer in Salzwedel am 28.Januar
verstorben  seien.   “… komme so bald wie Dier möglich …”
27.3.1771 von A. S. Meister, Uelzen
“Seinen Brief von 6ten Mertz habe wohl Erhalten und sehr  ungerne darauß Ersehen, daß er krank
gewesen …  So gerne wie auch mein Vatter seine baldige Überkunft wünschet o findet er doch for
billig Ihm zu bewilligen daß Er sich bis den juni höchstens anfang juli dort noch aufhält, weil mit der
Haupt Arbeit hier so lange anstand genommen werden kann. Er möchte sich aber ja in roth und
blau noch üben weil Er weiß daß dieses hier die Haupt Coulur ist, …”
29.7.1771 von A. S. Meister, Uelzen
“Seinen brief von 10t. juni habe wohl erhalten und so wohl Sein wohlbefinden als auch wie er noch gerne 6 Wochen Sich in London aufhalten Möchte ersehen. Ersteres ist mier recht  lieb und wünsche daß Er sich beständig wohlbefinden Möge, waß daß letztere an langet so ist meinen Vatter welcher Ihn herzl. grüßet, nebst mier wole dar mit zufrieden, wen Er um Erlangung mehrern Wissenschaften sich noch 6 oder 8 Wochen dort aufhalten wil weiter muß Er aber seine Überkunft nicht auß dehnen. Es ist jetzt ein Geselen hier welcher ein guter Mensch zu sein scheint. Er weiß auch ziml. mit Couleuren in Camlotte und Tüchern bescheid, doch fehlet Ihm noch viel. Es stehen jezt 120 Stück Tuch welche Roht gefarbt werden sollen. Solche müßen aber bis zu Deiner über kunft bleiben, so bald Du kanst mein lieber Becker so säume nicht mehr über zu kommen, Du mußt aber vor allen Dingen so gleich zu meinen Vatter kommen. Er hat mier befohlen Dier solches zu Schreiben …”
Kurz darauf muß Dieterich Georg Becker dann nach Uelzen zurückgekehrt und in die Dienste der Familie Meister eingetreten sein.

In einem Brief seines Vetters J.R.Meyer aus Salzwedel vom
1772.   02.05. wird er verzweifelt um Hilfe gebeten:
“… ich muß Ihnen doch berichten wie es mit der Küpe stehet, ich habe das gethan was Sie meine Schwester offerieret haben, allein sie ist noch immer scharf beißend und Schwartz und des morgens kan immer ein Tof vol Kalchscherfe ab fischen. Nun habe Herr Blelle dieses gezeiget der saget es wahre der Mensch ein Flegel und Spitzbube der soviel Kalch in geworfen hat er muß 1 Himten Kalch zugesetzt haben. ich ersuche gehorsamst mier die gefälligkeit zu erzeigen und Kommen mahl herüber und helfen mier wieder Zugange so es in der welt möglich ist weil ich groß ungemach leyden muß ich wil Ihnen gerne mahl wieder einer gefälligkeit erzeigen.  … an bey ersuche die Frau Wahs Meistern um 1 Himten Wayd (Waid = blauer Farbstoff), es ist da die Schultzen aus Wustrow das die Kan es mit bringen ich wil selbigen in Natura wieder gäben…. ”

1779.   03.10. verheiratet sich Dieterich Georg Becker in Veerssen bei Uelzen mit Luise Maria König, geb.
Veerssen 22.12.1758, get. ebd. 24.12.1758, Tochter des Johann Friedrich König, Verwalter des
Hochadeligen Gutes Veerssen, und seiner Ehefrau Amalia Sophia Elisabeth Hake, aus Ebstorf. 1779.  in der Trauungs-Eintragung genannt als “Schönfärber auf der Königl. Fabrik zu Uelzen”.
1780.   05.01. wird Sohn Johann Caspar Christian Becker in Veerssen geboren, und dort am
07.01. getauft – drei Monate nach der Hochzeit der Eltern.
1782.   08.01. Tochter Sophia Elisabeth Becker in Uelzen geboren,  10.01. in Uelzen, St.Marien, getauft.
1783.   23.07. Erlangung des Bürgerrechtes in Uelzen.
1784.   06.08. Sohn Friedrich Rudolf Heinrich Becker in Uelzen geb., 08.08. in Uelzen, St.Marien, getauft.
1786.   09.01. starb seine Mutter Elisabeth Anna, geb. Meyer in Uelzen.
“Am 11ten Januar ist die Wittwe Beckern aus dem Kranckenhause, welche am 9ten ejusd.
verstorben gratis beerdigt worden. Alt einige 60 Jahre.” (63 J.,10 Monate alt)
1787.   11.01. Tochter Sophie Charlotte Becker in Uelzen geboren,  14.01. in Uelzen, St.Marien, getauft.
1788.   04.04. erwarb Dieterich Georg Becker vom Magistrat in Uelzen das Schützenhaus zum  Preis von
150 Thalern, woran jedoch die Kauf-Bedingung geknüpft war, daß er jährlich beim Königsschießen
die Räume, Säle und Galerie der Bürgerschaft, wie bisher üblich, zur Verfügung stellen mußte, daß der Ratskellerwirt an diesen Tagen in der “dazu gewidmeten Stube”

Becker, D.G.Wohnhaus
Wohnhaus und Färberei Becker in Uelzen – ehem. Schützenhaus

die ihm kontraktlich zustehende Schankerlaubnis ausübte. Nach dem Tode von Dieterich Georg Becker hat sein ältester Sohn Christian, der ebenfalls das Schönfärber-Handwerk ausübte, am 13.2.1819 denselben Vertrag unterzeichnet.

Manecke (Q4) (+1827) schreibt dazu: “Das Schützenhaus vor dem Veerserthore 1692 erbauet, 1788 aber in Erbenzins gegeben, worin jährlich Frei- oder Königsschießen abgehalten wird und von wannen aus sonst andern Tages die Hud und Weidegrenze der Stadt bezogen wurde,
so aber von 1781 nur alle 8 – 10 Jahre mehr geschiehet.”
Manecke beschreibt Uelzen u.a. weiter:

Stadtplan Uelzen  - Beckers Garten

Stadtplan Uelzen – Beckers Garten

“Die Stadt enthält 365 Hausstellen und war ehedem mit Mauern, Thürme und Gräben umgeben …, die Wälle aber hat man 1788 und 1789 in die Gräben geworfen und die geebnete Fläche mit in den dahinter gelegenen Gärtens gezogen. 1792 ist ein neues Schulgebäude neben der Schreibschule auf dem Kirchhofe vorgerichtet worden, darin unten der Rector wohnet, oben aber die Zimmer sich finden, darin in 3 Klassen Unterweisung gegeben wird. Die Lehrer an beiden Schulen sind ein Director, Rector, Cantor und Schreib- und Rechenmeister. …Gewerbe und Nahrung der Bürger kömmt von Bier, Branntwein und Essigbrauerei, von Manufacturen und Fabriken, von der Handlung, vom Ackerbau und von Handwerkern. Das Reihebrauen des Biers ist zwar 1646 eingeführt, 1665 aber schon wieder abgeschafft worden. Die Bierbrauer sind auch gutentheils Branntweinbrenner und Essigbrauer zugleich. Die Manufacturen liefern grobes Tuch, Camelotte, Sarges, Everlasting und Plüsche. Man fabriziert Spiegel und Amidom. Man treibt Handlung mit Korn, Weiß- und Pechleinen, Flachs, Garn, Wolle, Honig und Wachs. ”

1789.   25.02. Sohn Dieterich Georg Carl Becker in Uelzen geboren,   01.03. in Uelzen, St.Marien, getauft.
1789.   20.07. er hat “von dem Herrn Bürger-Meyster Kern hieselbst auf mein geziemendes Ansuchen zur Ausbauung der Zweyten Etage meines Hauses, 100 rthlr  … als eine Anleihe Heute Dato auß bezahlt erhalten. So Quitire über solchen richtigen Empfang, und entsage

Schuldschein über 100 Reichsthaler - 1789
Schuldschein über 100 Reichsthaler – 1789

Unterschrift Dieterich Georg Becker

und entsage der Außflucht des nicht gezahlten, noch in meinen wahren Nutzen verwanten Geldes, und verspreche dagegen dieses Capital aljährig mit 4 Pr:Cent zu verzinsen, und setze zur Sicherheit für dieses Anlehn, und allenfals restirenden Zinsen auch veruhrsachenten Kosten, alle daß meinige es Bestehe worin es wolle, zur sicheren Hipothec, und ist übrigens zur wieder Bezahlung des Capitals eine 1/4 Jährige Loose verabredet. Uhrkundlich habe diese Obligation eigen händig geschrieben und Unterschrieben und mit meinen Petschaft besiegelt. …”

1791.   25.11. Sohn Georg Wilhelm Becker in Uelzen geboren,   27.11. in Uelzen, St.Marien, getauft.
1793.   29.09. Tochter Friederica Juliane Becker in Uelzen geboren, 02.10. in Uelzen, St. Marien, getauft.
1794.   16.05. in Uelzen gestorben,  18.05. in Uelzen begraben.
1796.   29.01. Tochter Dorothea Friederica Becker in Uelzen geboren, 01.02. ebd. , St.Marien, getauft,
07.02. ebd. gestorben,   10.02. ebd. begraben.
1796.   31.10. der Schwiegervater Johann Friedrich König in Uelzen gestorben. Im Kirchenbuch
St.Marien heißt es:
“d. 4ten November ist Johann Friedrich König, welcher ehemals Pächter in Veerßen gewesen, und die letzten Jahre sich hier aufgehalten hat, auch allhier d. 31sten October gestorben ist, mit der h.Schule begraben worden. Alt 75 Jahr 6 Monath weniger 1 Tag. Er hinterläßt eine Witwe.”
Über die Witwe, Stiefmutter von Luise Maria, geb. König, ist nichts weiter bekannt.
1797.   28.01. Sohn Ludwig Gerhard Becker in Uelzen geboren,   31.01. in Uelzen, St.Marien, getauft,
02.02. in Uelzen gestorben,   07.02. in Uelzen begraben.
1798.   27.03. Sohn Ernst August Becker in Uelzen geboren,    30.03. in Uelzen, St.Marien, getauft.
1801.   20.03. Sohn Friedrich Wilhelm Becker in Uelzen geboren, 30.03. in Uelzen, St.Marien, getauft.
1811.   29.10. starb Dieterich Georg Becker in Uelzen im 67. Lebensjahr und wurde am
02.11. in Uelzen auf dem Friedhof beigesetzt.
“1811:  Becker, Dieterich Georg, Bürger und Schönfärber in Uelzen, Ehemann,
gest. d.   29. Okt. 1811, begr. d. 2. Nov. 1811. Alt 66 Jahre 8 Monate 22 Tage.” (Q5)

Die Beckerschen Gräber auf dem Friedhof in Uelzen

Die Beckerschen Gräber auf dem Friedhof in Uelzen

Geburtsurkunde Dieterich Georg Becker
Geburtsurkunde Dieterich Georg Becker
Becker, Dieterich Georg Sterbe-Urkunde
Becker, Dieterich Georg Sterbe-Urkunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Becker, Adolph : Becker – Vorfahren und Nachkommen, 1934
2. Becker, Adolph : Lebensbeschreibung Dieterich Georg Becker.
3. Kirchenbuchauszug St.Marien Uelzen vom 14.09.1937:
4. Manecke, Fürstenthum Lüneburg, 1858
5. Kirchenbuchauszug St.Marien Uelzen, Sterberegister, Jg. 1811, Nr. 89;  vom 14.09.1937: