294.118. Brekewoldt, Conrad

Brekewoldt

Breckewolt-Siegel

Breckewolt-Siegel

19. Generation

294.118.       Brekewoldt,  Conrad (Koert, Konrad, Cord)
Sohn von Hartwig Brekewoldt und Margarethe Maken
geb. Lübeck 1347/1350;
gest. Lübeck, annähernd, 100 Jahre alt 19.12.1447
verh. Lübeck vor 1400
294.119.       NN., Metke
gest.. Lübeck 1419;
begr. Lübeck, St.Petri, im Chor, an der Südseite des Altars, da auf dem Leichensteine zu lesen:  „Anno Domini M.CCCC.XIX. ipso festo decollacionis. Johannis Baptiste obiit Metke, uxor Dn. Conradi Brekewolde, Proconsulis Lub. Anno Domini M.CCCC.XXXVI. in die …..“
sie verh. 1.Ehe Lübeck
Schumacher (IV.), Hermann
Lübecker Bürger
geb.                 gest.

Kinder:
1) Brekewoldt, Taleke (Adelheid); D  Lübeck, (1447 ?) 1429
verh. Lübeck
Grawert, Vritz (Fritze); Kaufmann; geb. Stendal um 1380;
gest. Lübeck, (bald nach 1.1.) um 1449

2) Brekewoldt,  Margarethe
verh.
von dem Hove, Johann; gest.  Lübeck vor 1440
sie verh. 2. Ehe
73.552.   von StitenHeinrich
Sohn von Hermann von Stiten, Bürger zu Lübeck, u. s. 2. Ehefrau Margarethe N.
Bürgermeister zu Lübeck;
gest. Lübeck 09.05.1484

3) Brekewoldt, Cord (Koert)   gest. nach 1462
verh. mit NN.,

4) Brekewoldt, Hartwicus    gest. um 1437
verh. mit NN., 1437 als Wwe. gen.

sein Sohn war
4.1. Brekewoldt, Konrad, Ratsherr zu Lübeck, gest. 1480
http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Brekewoldt
Bürgermeister; Kaufmann und Wandschneider zu Lübeck, Zirkelbruder (Q.1) 1406-1408 und 1416-1447 Ratsmitglied; (Q.2) ; 1417 zum Bürgermeister gewählt; (Q.2)

Schnobel:
Er „ward kurz vor den bürgerlichen Unruhen von 1408 in den Rat gewählt und blieb bei der Ausweisung des alten Rates in der Stadt, war 1421 Bürgermeister und starb fast hundertjährig 1447 am Dienstag vor Thomae. Darum heißt es in der alten Matricul: Vir quasi C. annorum.
Sein Bruder Wigger hat ihm 1421 drei Häuser im Testament vermacht und 1429 hat er als ältester Bürgermeister auf der Olavsburg, die Ordnung des Cirkel.-Lagers mit machen helfen.“

Zettelkatalog im St.-A. Lübeck:
Er erwarb 1399 größere Ländereien in Labentz und Lüchow (Lauenburg). Sein Gewandschneidergeschäft erbten 1406 seine Söhne.
Wohnung : Breitestr. 95.
1384  Beckergrube 293
1389  verk.

1390  Breitestr. 944 genannt -  „oldevere“ genannt
1437  der Ww. des Sohnes Hartwicus und den Enkeln überlassen.

1410  Vertragszeuge Hüxtorstr. 5
1419  Königstr. 855
1421  verk.
1420  Haus u. Hof St. Annenstr. 805, 806, 807
1431  verk.
1421  erbt er von seinem Bruder Wiggus : Mühlenstr. 875 – 877.
1462  erbt der Sohn Cord „dree huser“ dar dat eyn genomet is „de wide dor.“
1422  erbt er vom Bruder Bauhof 819 – 822
1425  verk.
1422  erbt er von seinem Bruder Wigerus : Fleischhauerstr. 152 –155, doch hatte dieser noch bei
Lebzeiten das Grundstück dem Henricus Schonenberch verk., dem es dann 1424 zugeschrieben
wurde.
1422  erbt er von seinem Bruder : Hartengrube  729 –731
1480  kommen die acht Buden, den Brekewolden gehörend, zum Zwangsverkauf.
1437  erhält er von der Ww. und den Kindern des Hartwicus Brekewold das Haus : Breitestr. 943.
1462  erbt es der Sohn und verkauft es.

Um 1440 hatte er eine Kapelle in der Petrikirche neu errichtet, mit der Berechtigung, in dieser ein geistl. Lehen zu stiften (Bescheinigung durch das Domkapitel vom 20. Jan. 1441).

Ratslinie (441) Konrad Brekewoldt,                                      Ratsmitglied 1406-08 und 1416 – 1447
ward 1417 zum Bürgermeister gewählt. Blieb 1408 in der Stadt und gehörte zu den Ratsherren, die am 25. April 1408 in Mölln verhandelten. Der Klage des Alten Rates schloß er sich nicht an. Nach der Wiedereinsetzung wurde er mit der Schätzung des Mehrwertes beauftragt, den die inzwischen baulich veränderten konfiszierten Grundstücke der alten Ratsherren etwa aufwiesen. Im April 1417 führte er die an König Erich gesandte Mission. Im August desselben Jahres mit Tidemann Stehen in Schleswig und Gottorp; im November mit Hinrich Rapesulver und Tidemann Stehen nochmals in Schleswig und in Flensburg. Hier gelang es, einen Waffenstillstand zwischen König Erich und den holsteinischen Fürsten abzuschließen. Im Dezember 1417 vermittelte er in Hamburg die Beilegung der Streitigkeiten zwischen dem Rat und der Gemeinde; im Februar 1418 verhandelte er in Hamburg mit dem Rate über Hansische Angelegenheiten, sowie in Stade mit bremischen Gesandten; auch bemühte er sich um Ausgleichung des Zwistes zwischen Rat und Gemeinde von Stade. 1418 nochmals in Hamburg. 1426 vermittelte er zwischen dem Herzog Wilhelm von Lüneburg und dem Erzbischof von Bremen; 1427 als Vertreter der Hansestädte zu Verhandlungen mit dem Hochmeister und den preußischen Städten nach Preußen entsandt. 1430 in Wismar tätig behufs Wiedereinsetzung des Alten Rates. 1435 vermittelte er einen Vergleich zwischen Herzog Adolf zu Schleswig und den Bewohnern der Insel Fehmarn. 1442 verhandelte er nochmals mit dem Herzoge Adolf zu Segeberg. Auch auf Hansetagen (zwischen 1417 und 1441) hat er die Stadt vertreten.

Er war Mitglied der Zirkelkompagnie und erhielt gemeinsam mit den übrigen Bürgermeistern 1439 einen vom König Albrecht II. gestifteten Orden. – Er erwarb 1399 größere Ländereien in den lauenburgischen Dörfern Labentz und Lüchow. Das Gewandtschneidergeschäft ging bei seiner Erwählung zum Ratsherrn auf seine Söhne über. Er war ein Sohn des lüb. Bürgers Hartwig Brekewoldt und verheiratet mit der Witwe des lüb. Bürgers Hermann Schumacher. Die Ratslinie behauptet, daß er ein Alter von fast 100 Jahren erreicht habe. Er starb am 19. Dez. 1447. Wohnung : Breite Straße 95.

Sein Wappen L.S.d.N. 6, 32.

Lübecker Bürgersiegel : Koert Breckwolt
Siegel rund; in einem ovalen Sechspaß steht über einem gelehnten Schild, der einen nach rechts gekehrten wachsenden Bären mit einem Kleeblatt in der rechten Tatze, und ein Halsband mit Ring zeigt, ein Helm, der als Helmzier das Bild des Schildes führt, nur daß hier der Bär ein Paar vornübergebogene  Hörnchen trägt. Die Helmdecke ist rankenartig. Umschrift auf einem Bande:
s . koert : breckwolt.

Das Wappen, welches die Familie in der Ratslinie beigelegt wird, stimmt mit ihrem Siegel. Bei dem älteren Koert (sein Sohn hieß auch Koert und benutzte später das gleiche Siegel) ein goldener nach links aufsteigender wachsender Bär mit einem grünen Kleeblatt in der rechten Tatze und purpurnem Halsband an goldenem Ring im blauen Felde. Bei dem jüngeren ist der Bär dunkel auf Gold dargestellt.

Urkunde: A.Der Bürgermeister Koert Brekewolt (senior), der Ratmann Joh. Gherwer und der Werkmeister an S. Petri in Lübeck, Hermann Hule, bestätigen die Ansprüche des Schmiedeamtes an eine Capelle in S. Petri. 1442, Donnerstag nach dem h. 3 Königstage. (Archiv des Schmiedeamts in Lübeck, jetzt im Lüb. Staats-Archiv.)

Q: 1. AL Ad.Becker;  2. Fehling, Ratslinie; 3. AL Conn, ZfNF, 1964/162, 4. v.Damm,Vorf.
5. Schnobel. 6.Zettelkatalog ;  6. Lübecker Bürgersiegel; 7. http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Brekewoldt