294.222. Wilhelm von Calven

von Calven

19. Generation

294.222.        von Calven, Wilhelm
Sohn von Reyner von Calven und Kunigunde von Attendorn
Ratsmitglied 1433 – 1465, Bürgermeister 1441 zu Lübeck;
geb. Lübeck ;
gest. Lübeck 28.12.1465; (in die innocentium = 28.12.)
begr. Lübeck, St.Aegidien, Grabstein daselbst erhalten (Nr.127)
verh. 1. Ehe Lübeck 1424
vom Sode, Anna
Tochter des Heinrich vom Sode
geb.            gest.

verh. 2. Ehe  Lübeck 1438
294.223.        von AttendornKunigunde (Kunneke)
geb. Lübeck ;
gest. Lübeck 1452

                      Kinder:
                      1) von Calven, Margarethe
                                   verh.  Lübeck
                                   Westfal, Johann; Bürgermeister; geb. Lübeck ; gest. Lübeck 04.12.1474

                                   2) von Calven, Hinricus,  Ratsmitglied in Lübeck
                                   gest. Lübeck 08.04.1504;
                                   Er erbt 1466 Aegidienstr. 694, Mühlentor 17 und Mühlentor 15 A vom Vater.

                                   3) von Calven, NN.  (Tochter)
                                   verh. NN. Doldorff

                                   4) von Calven, NN.  (Tochter)
                                   verh. NN. Powischius

                                   5) von Calven, NN.   (Tochter)
                                   verh. NN. Quitzow

                                   6) von Calven, Wilhelm

1429 Mitglied der Zirkelgesellschaft, 1433 – 1465 Ratsherr, 1441 Bürgermeister zu Lübeck. Besitzer des Gutes Schenkendorf. Wohnung: Schildstr. 12.

Sein Bild an der Nordfassade des Rathauses zu Lübeck.
Gemälde in Mineralmalerei von W. Leo von Lütgendorff – Lemberg. Es handelt sich jedoch nicht um eine historisch richtige Darstellung, sondern um eine spätere Fantasie – Komposition.

Schnobel:
Er verrichtete 1447 eine Gesandschaft nach Burgundien, Frankreich und England. Er erhandelte die andere Hälfte des Gutes Stöckelsdorf von Herrn Engelbert von Tisenhusen, Ritter.

Die Inscription des Leichensteines in Jac. a Melle Lubeca religiosa lib. 2. cap. 4. p. 280 anzutreffen.

Zettelkatalog St.-A. Lübeck:

1432  Königstr. 654
1434  verk.

1432  Miterbe und
1452  Alleinbesitzer des väterl. Hauses Königstr. 868.
1452  verk.
1464  wieder eingewältigt für seine 25 Mark Wicb. R.
1466  verk. durch die Nachlaßpfleger.

1433  den 11. Apr. kauft er das Erbanrecht an Stockelsdorf (u. Mori). Er besaß das Gut Schenkenberg.
……..    Beide Güter erbte sein Sohn Hinrich.

1438  Aegidienstr. 694 (oberer Hof) mit dem dazu gehörigen Garten, genannt „Bleckhof“ etc. u. Äcker.
1466  erbte sein Sohn Hinricus.

1438  in dot. Johannisstr. 16
1439  verk.

1440  Mühlentor 15 A, Verebeke und Gerwinsbrede
1466  erbt es der Sohn Hinrich.

1443  Engelsgrube  627
1443  verk.

1447  Mühlentor 17. Länderei
1466  erbt es der Sohn Hinrich.

1457  läßt er dem Rate der Stadt das von diesem gekaufte Haus Johannisstr. 6 zuschreiben
            (von nun an bis 1635 Ratsschreiberhaus).

1462  eingewältigt: Fleischhauerstr. 106 wegen 10 Mark Wicb. R.
1462  verk. an den Rentschuldner.

1463  her Borgemester,  genannt als Ratsabgeordneter beim Ankauf des Grundstückes :
……..    Holstentor 17. Lachswehr für die Stadt Lübeck. 

Der Grabstein aus der ehemaligen Calven-Kapelle (jetzt Sakristei) in der Aegidienkirche wurde 1886    westlich der Kapelle im Norderschiff aufgerichtet. Mit großen Wappen in den Ecken.

            Mit der Grabschrift des Sohnes (Sohn Hinricus, Ratmann + 8. April 1504) Aeg.Nr. 127.
……..    in Bau- und Kunstdenkmäler, Bd. 3. S. 525)

1466  lag St. Annenstr. 805, 806, 897 „bey sel. hern Wilh. von Calven schune tegens der
……..    Duvelsstraten over“.

Seine Ww. Kunneke und deren Schwester Geseke Hadewerk erben:
1466  Holstentor 12. Schönböken
1466  aufgelassen.     -  Erblasserin : Geseke von Attendorn)

 

Bau- und Kunstdenkm., Bd. III,2  S.525 f.

Grabstein des am 28. Dezember 1464 (?1465?) gestorbenen Bürgermeisters Wilhelm von Kalven und seiner Familie, 3,04 m hoch und 1,85 m breit. Den von einem doppelten Rande umschlossenen, 2,08 x 0,86 m großen vertieften mittleren Raum füllt das von dem sich verzweigenden Blattwerk der Helmdecken umzogene Wappen des Bürgermeisters (im gelehnten Schilde drei Sterne, auf dem Helm ein Stern zwischen zwei Büffelhörnern).

Den äusseren Rand der Platte bedeckt die erhabene Inschrift:

Año . dñi . m . cccc . Ixv . In . die //innocentu . obiit . dñs . Wilhelm’ . de . Calue . pconsul . lubicen . qui . hic . requiescit .cu . duab’ // suis . vxoriib’ . sc’ Anneken . Kunneken . et . filio . ei’ . wilhelmo.

Sie wird in den Ecken von vier Wappenschilden in kreisrunder Umrahmung unterbrochen, nämlich oben von den Schilden der Eltern des Verstorbenen, des Ratsherrn Reiner von Kalven und dessen Gattin Margaretha von Schepenstede (in eine nach unten und zwei nach oben gerichtete kleeblattförmig endigende Spitzen geteilter Schild), unten von den Schilden seiner beiden Ehefrauen (Vgl. Ztschr.des V.f.Lüb.Gesch. 5. S.412) Anna vom Sode (zwei Flügel) und Kunigunde von Attendorn (ein nach den Schildecken zu von drei Sternen begleiteter Mond). Den inneren Rand bedeckt zur Hälfte die Grabschrift seines Sohnes (weiteres s. oben).

 

Ratslinie (517) Wilhelm von Calven,                                                Ratsmitgl. 1433 – 1465

1433 Ratsherr, 1441    Bürgermeister. 1441 als Gesandter in Kopenhagen, 1443 auf Gothland zur Verhandlung über eine Verständigung zwischen den Königen Erich und Christoph. 1444 verhandelt er in Kampen mit den Holländern über Abschluß eines Friedens. 1445 in Kopenhagen, um von König Christoph eine Bestätigung der hansischen Privilegien in Schweden und Norwegen zu erwirken. 1447 verhandelt er in Kopenhagen über die Beschwerden der Kaufleute in Bergen. Von Oktober 1447 bis April 48 wohnte er in Brügge den Verhandlungen über die Rechte der Hansestädte in Brügge bei. 1449 vertrat er die Stadt in Lauenburg in ihrem Streite mit den Erben des Conrad von der Lucht. 1450 an den Münzrezeß-Verhandlungen beteiligt. 1451 gehörte er zu den hansischen Gesandte, die in Utrecht über den Stapel in Brügge und mit englischen Gesandten verhandelten. 1455 verhandelt er in Kampen über Abschluß eines Friedens mit den Holländern.1456 und 57 in Lüneburg, 1457 auch in Wismar. 1459 wohnt er den Verhandlungen bei, die in Lübeck zwischen den Gesandten der Könige von Polen und Dänemark über Abschluß eines Friedens geführt wurden.  1460 verhandelt er in Segeberg mit König Christian von Dänemark. – Sohn des Ratsherrn von Calven (432), mit dem er 1408 die Stadt verließ. In erster Ehe mit einer Tochter des Heinrich vom Sode, in zweiter mit Gottschalk von Attendorns Tochter, der Witwe des Johann von Dame, verheiratet. 1433 kaufte er einen Anteil an den Gütern Mori und Stockelsdorf. 1441 übertrug ihm der Rat für sich und seine Erben das Patronatsrechtan zwei von der Witwe Dietrich Vorrades in der Aegidienkirche gestiftete, mit Renten aus Mori und Stockelsdorf dotierte Vikarien.  Wohnung: Schildstr. 12. Mitglied der Zirkel-Gesellschaft. Sein Bild ist an der Nordseite des Rathauses angebracht. + 1465.

Wikipedia : Wilhelm von Calven  ; https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Calven