Chüden, von

von Chüden 1 ,  de Chuden, de Chudene, de Ghuden, von Chüden

Wappen: „Das Wappen ist ein gelber oder Goldfarber Schild / mit zwo lincken blauen Ecken dreygeteilt / in dessen oberen Feldung 3 nebeneinanderstehende / und aus dem untersten rechten / nach dem oberen lincken Ecke sich neigende grüne Pfauen – Federn zu sehen. Auff dem Helm stehet ein für sich stehender Pfau / mit ausgebreitetem Schwantze / an seiner natürlichen Farbe. Die Helmdecken sind gelb und blau.“

13. Generation

4.953.            von Chüden, Sabina
 geb. Salzwedel, Altst., (Kathar. ?)   .Juli 1607; (zw.10./17.7.), (Q2)
get. Salzwedel, St.Marien ; (Q2)
begr. Salzwedel, Altst., St.Marien 18.08.1678; (Q2)
verh. Salzwedel, (St.Katharinen) 13.11.1637 (Q2)
4.952.            Ebeling, Conrad (Conradus)
Gewandschneider in Salzwedel-Altstadt.
begr. Salzwedel 14.01.1676
Q: 1. AL Thiermann;  2. Brief P.Ebeling, 21.3.1988;

Kind:
2.476.    Ebeling, Johann
Gewandschneider;
begr. Salzwedel, Altst., St.Marien, (M 32) 11.09.1694
verh. Salzwedel, Altst., St.Marien, (M 5) 08.06.1670
Schunck (Schuncke), Anna
get. Salzwedel, Altst., St.Marien, (M 171/100) 22.12.1650;
begr. Salzwedel, Altst., St.Marien, (M 48) 02.10.1696

14. Generation

9.906.            von Chüden 1, Dietrich
Bürger in Salzwedel; (Q.1); Am 21. November 1621 ist der Bürger “Diterich Guden” zusammen mit zwei Salzwedeler Bürgermeistern und einem “Doctore Mediciae Facultatis” in Wernigerode, um den dortigen Pastor Johannes Fortmann nach Salzwedel zu holen.

“Anno 1621. den 21. Novembris, Mittwochens vor Catharinae, sind zwene Bbürgemeisters von Saltzwedel / beneben einem Doctore Medicae Facultatis, und einem Bürger daselbst / Diterich Guden genand / anhero kommen / und ihn zur Superintentur und inspection über 50 Pfarren daselbst vociret. Weil aber E.E.Rath und die Kirchväter ihn den 12 Decembris, Mittwochs vor Luciae, auffs Rahthausz bitten lassen / und inständig gebeten / nicht von ihnen zu ziehen / auch vom Rath=Hause und der  Kirchen / eine Zulage zuthun / sich erboten / hat er sich dieser vocation bedancket.” (Q2)   Q: 1. AL Thiermann; 2: Leichenpred. für Joh. Fortumannus, gest. Wernigerode 1654
verh. Salzwedel vor 1607
Storrkappen, Katharine

Kind:
9.906.1    von Chüden 1, Sabina
geb. Salzwedel, Altst., (zw.10./17.7.),   .07.1607; (Kathar. ?)
get. Salzwedel, St.Marien ;
begr. Salzwedel, Altst., St.Marien 18.08.1678
verh. Salzwedel, (St.Katharinen) 13.11.1637
Ebeling, Conrad (Conradus)
Gewandschneider;
begr. Salzwedel 14.01.1676

15. Generation

19.812.          von Chüden 1, Hans
erw. 1541 – 1575;  Bürgermeister der Altstadt Salzwedel (Q1+2)
1566 als Bgm. genannt; 1576 Ratmann; 1586 Bürgermeister (Q.5)

” Hans ward Bürgermeister der Altstadt Saltzwedel. Ux. Caecilia v.BORCHOLTE. Sie soll Hr. Johannis JCti. T. gewesen seyn. Wiewol ich sie unter seinen Kindern nicht antreffen kan. Andere Meynen, sie sey aus Hamb. gewesen.” (Q3)

Q:1. AL Thiermann; 2. Witzendorff,S.16+160; 3. Büttner; 4. Ev.Pfarramt St.Marien,
Sterbereg. 1573-1628 (1601) Nr.61; 5. Pohlmann,S.76, laut Inschrift am Altstädter Perver-Tor links an Mauer;

geb. Salzwedel (um 1515);
gest. Salzwedel 01.09.1601;
begr. Salzwedel (St.Marien) 14.09.1601 (Q.4)
verh.
von Borcholt, Cäcilie
Tochter des Johann von Borcholt, Bürgermeister zu Salzwedel

Kinder:
19.812.1.    von Chüden 1, Dietrich
=   9.906.   verh. Salzwedel vor 1607
Storrkappen, Katharine

19.812.2.  von Chüden 1, Valentin  geb. Salzwedel 1562
gest. Salzwedel 1644, begr. St.Marien 30.01.1644 (Q.3)
Bürgermeister zu Salzwedel-Altstadt;
Testament 6.Oct. 1606;
Q: 1. Büttner; 2. R.Hillmer, ZfNF 61.Jg.,1986,S.27;
3. Ev. Pfarramt St.Marien,Sterbereg. 1629-1717 (1644) Nr.3, S.60
verh. Salzwedel 06.10.
von Dithmersen (Dithmarssen), Ra(c)hel
Tochter von Albrecht von Dithmersen (1546-1590 – in Lüneburg) und verh. 1573 Anna von Witzendorf (
1549 – 1598)
erw. 1579 – 1634
gest. Salzwedel 1634; begr. Salzwedel 17.11.1634 (Q.1)
Q.1.: Ev.Pfarramt St.Marien,Sterbereg.1629-1717 (1634) Nr.32, S.17
(„H. Valentin  Chüdens huisfrawe“)

19.812.2.1.   von Chüden 1, Johann
 Ratskämmerer und Bürgermeister in Salzwedel; (Q1)
Q: 1. ZfNF, 61.Jg,1986,S.27; 2. Taufreg. St.Marien 1599-1628 (1611)
Nr.18,S.502; 3. Sterbereg. St.Marien, 1629-1717 (1669) Nr.16, S.104;
4. Sterbereg. St.Marien, 1629-1717 (1669) Nr.11, S.103;

get. Salzwedel 21.04.1611 (Q.2)
begr. Salzwedel 13.04.1669 (Q.3)
verh. Salzwedel
Hagemann, Elisabeth; To. des Daniel Hagemann, Amtmann in Ebstorf und Anna Hausmann,
begr. Salzwedel 21.02.1669 () (od. 04.03.1669 ? Q.4)

19.812.2.1.1.   von Chüden 1, Johann Valentin
 Bürgermeister der Altstadt Salzwedel.
geb. Salzwedel 08.09.1647;   get. Salzwedel12.09.1647
gest. 03.12.1698 (?)   (begr. St.Marien 20.10.1705
(Sterbereg.St.Marien 1629-1717 (1705) Nr.47, S.208 )
verh. Salzwedel 30.08.1670
Baumann, Maria
To. des Johann Baumann, Kaufmann zu Neustadt-Salzwedel und
Barbara Möllenbeck
geb.  .. 1652;  gest. 1744
Beider Epitaph in der Marienkirche

16. Generation

39.624.          von Chüden 1,  Dietrich
Kaufmann, Ratsherr und Bürgermeister zu Salzwedel
geb. Salzwedel (um 1455)
gest. Salzwedel (vor 06.03.1541) ;  begr. in der Marienkirche

Taufe St.Marien mit Wappen Chüden

Taufe St.Marien mit Wappen Chüden

Gewandschneider, Ratsherr, Kämmerer , Gildemeister und Bürgermeister in Salzwedel.; 1496 bei der Reparatur des Kirchturms der Katharinen-Kirche genannt;  1500 Kämmerer; 1509 Bürgermeister, 1513 Gildemeister der Gewandschneider;  1522 gehört er zu den Stiftern der “Taufe”;  1531 leiht er der Stadt Salzwedel 500 Rh. Gulden; am 11.08.1533 als Gildemeister der Bruderschaft des „hilligen lichnammes“. 1472-1536 Lehnsmann, Gutsbesitzer in Salzwedel; 1539 Förderer der Reformation in Salzwedel;
Q:1. AL.Thiermann, 2. Büttner;  3. K. Biehl, ”CHÜDEN”; 4. GenJahrb.5/1965;

verh. 1. Ehe Salzwedel (um 1479) mit:
Hecht, Adelheid (Hedwig)
Tochter des Dietrich Hecht, Bürgermeister in Seehausen /Altmark.
verh. 2. Ehe  Salzwedel  1498
Bartels 2, Gertrud (Gertraud)
Tochter des  Hans Bartels 2, Bürgermeister zu Salzwedel und Anna Burmeister 1
(Schwester von Barbara Bartels)

Kinder:  1. Ehe:
39.624.1.von Chüden 1, Ilsabe
 verh.
Rademins, Hans
Q: Büttner;

39.624.2. (?) von Chüden 1, Anna

39.624.3. von Chüden 1, Barbara
Q:1. Büttner; 2. R. Hillmer ZfNF 61.Jg.,1986,S.24;
begr. Uelzen 27.04.1565
verh. I.Ehe Roffsack, Albert
Ratsherr und Bürgermeister in Uelzen;(Q1) (Q2)
Ratssecretarius in Uelzen 1492, 2. Bgm. 1506, 1. Bgm. 1509 (Q3)
Q:1. Büttner; 2. K.Biehl,”CHÜDEN”; 3. G.Meinhard -”Hoefft-Vorfahren”
verh. II. Ehe
von Eitzen, Johann
1533 Ratmann in Uelzen;
Johann(es) von Eitzen wird 1534 als Senator in Uelzen genannt.
In der ALU 1446  heißt es, Johann von Eitzen sei 1521 in Wittenberg
immatrikuliert und 1533 Ratmann in Uelzen gewesen.(Q3)
Q: 1. R.Hillmer, ZfNF 61.Jg,1986,S.24; 2. Büttner; 3. G.Meinhard “Hoefft-Vorfahren”
verh. III. Ehe
Holtorf, Rudolf
Q: K.Biehl, “CHÜDEN”;

39.624.4.von Chüden 1, Asmus

39.624.5.von Chüden 1, Johann(es)
Q: Büttner;
verh. Rostes, Emerentia

39.624.6. von Chüden 1, Erasmus
Kaufmann in Salzwedel, Ratsherr, 1510 Bürgermeister
gest. Salzwedel um 1480
verh.
Bartels 2 (Barthold), Barbara
Tochter des Hans Barthels 2, Bürgermeister zu Salzwedel und Anna Burmeister 1;
Schwester von Gertrud, verh. Dietrich von Chüden (39.624.)
geb. Salzwedel um 1480
gest. Salzwedel nach 1525 – vor 18.09.1529
Q: 1. Geneal. Jahrbuch 5/1965, S.152 ff

39.624.6.1.von Chüden 1, Georg
Bürger, Kauf- und Handelsmann in Salzwedel und Uelzen,
Tuchmacher-Gildemeister und Bürgermeister.
gest. Salzwedel  .. 1543
verh. Salzwedel um 1530
Gartze, Anna
geb. Salzwedel  um 1512
begr. Salzwedel (St.Marien) 28.06.1594

Chüden, Erasmus (Asmus)
1594 Kämmerer und Bürgermeister in Salzwedel (Altstadt)
geb. Salzwedel um 1540; gest. Salzwedel 15.03.1617
begr. Salzwedel, Marienkirche, 04.09., in seines Großvaters Grab.
verh. 1. Ehe  um 1578
Hildessen (Hildesheim), Agnete; begr. Salzwedel 27.07.1600
verh. 2. Ehe Salzwedel 20.10.1602
Breuer, Catharina, T. v. Christoph B. u. Catharina v.Vintzelberg
gest. Salzwedel 1613

39.624.6.2.von Chüden 1, Anna
begr. Salzwedel (St. Marien) 04.05.1576
verh. Salzwedel  .. 1532
Gartze, Hoyer
Gutsbesitzer, 1543 Ratsherr in Salzwedel, Kämmerer der Altstadt.
Quelle:  1. R. Hillmer, ZfNF ,61. Jg,1986, S.24; 2. E. Woehlkens, Die
Auffindung der Stadtchronik des Tile Hagemann, Heimatkalender -
Uelzen, 1980, S.112;  3. Geneal. Jahrbuch 5/1965, S.152ff

39.624.6.2.1. Gartze, Anna
begr. Salzwedel 27.07.1597
verh. Salzwedel 09.02.1566
Hagemann, Tile, d.J.
1530, ca., geb. in Uelzen;
1566, 09.02. verh. in Salzwedel mit Anna GARTZE;
Die Ehe blieb kinderlos.
1566 Erbe des väterlichen Hauses in Uelzen, Gudesstraße, 1567 – 1588 rechnungsführender Kirchengeschworener,um 1583 Ratmann,1591, 08.09. als Kämmerer genannt.1592, 06.08. begr. in Uelzen;
Tile HAGEMANN schrieb die Chronik der Stadt Uelzen (Q.2)
Q: 1. R.Hillmer,ZfNF,61.Jg.,1986,S.24;   2. Dr. Erich Woehlkens, Zur Auffindung der Stadtchronik des Ratsherrn Tile Hagemann 1958, in :Heimatkalender für Stadt und Kreis Uelzen 1980, S.109-112.)

Kinder:  2.Ehe:

39.624.7.von Chüden 1, Franziscus
unverheiratet; Q: Büttner;

39.624.8. von Chüden1, Augustinus
“hat sich in Hamburg gesetzt” .Q: Büttner;
verh.
zur Horst, Catharina

39.624.9.von Chüden 1, Valentin
gest. Lüneburg 19.03.1593
verh.
Pulsticker, Anna
gest. Lüneburg 1594

” ward  Philosophiae Magister, und hernachmahls Pronotarius zu Lüneburg,1552. 29.Sept., ward zu wichtigen Commissionen in der Bekandten Controvers zwischen Dennemarck und Sachsen-Lauenburg, die 8 Rheinbeckischen Dörffer betreffend / viel gebrauchet. Ward Praepositus ad S.Joh. 1585. St. 1593. 19.Martii ” (Q1)

Die Aussage von Bütter, er habe in der Kontroverse zw. Dänemark und Sachsen-Lauenburg vermittelt, ist nicht richtig. Dieser Streit war 1420 und wurde von Hermann v.Chüden (XIX. 316992.) geschlichtet. (Q2) -Q: 1. Büttner; 2. Brief Kurt Biel, Essen, an M. Lorenz, undat., nach 31.1.1974.

39.624.10. (?) von Chüden 1, Christoph

39.624.11. von Chüden 1, Hans    =19.812.
 Bürgermeister der Altstadt Salzwedel; erw. 1541 – 1575;
Büttner: ” Hans ward Bürgermeister der Altstadt Saltzwedel. Ux. Caecilia v.
BORCHOLTE. Sie soll Hr. Johannis JCti. T. gewesen seyn. Wiewol ich sie unter
seinen Kindern nicht antreffen kan. Andere Meynen, sie sey aus Hamb.
gewesen.” (Q3)
Q:1.  AL Thiermann; 2. Witzendorff,S.16+160; 3. Büttner;
geb. Salzwedel ; gest. Salzwedel nach 1575
verh.
von Borcholt 1,Cäcilie

39.624.12.von Chüden 1, Magdalena
verh.
Holtorp, Hermann
Q: Büttner;

39.624.13.von Chüden1, Catharina
verh.
Goldbeck, Nicolai;
Ratsherr in Stendal;  Q: Büttner;

39.624.14.von Chüden 1, Anna
verh.
Soldwedels, Sebastian

17. Generation

79.248.          von Chüden 1,  Hans (Johannes)
Ratsherr;
geb. Salzwedel ( um 1430)
gest. Salzwedel (?) vor 1472;

1465-1468 Ratsherr zu Salzwedel u. Gutsbesitzer;(Q1+2+3); Hans (oder Johannes) Chüden ist unter den Daten vom 06.05.1465, 15.07.1467, 01.09. und 17.09.1468 als Ratsherr zu Salzwedel bezeugt. (Q4);
Q: 1. AL Thiermann;  2. Büttner;  3. G.Thiemann,31.7.93;  4. G.Meinhard, „Hoefft“
verh.  (um 1450)
79.249.           Wolters, Lucia
Tochter des Tiede Wolters, Gewandschneider und Ratsherr in Salzwedel.
geb. Lüneburg, (?) ; gest. Salzwedel  (vor 1472)

Kind:
79.248.1. von Chüden 1, Dietrich    =   39.624.  
Ratsherr; gest. Salzwedel 06.03.1541
verh.  I. Ehe mit
Hecht, Adelheid
 verh. II: Ehe mit
Bartels, Gertrud
Tochter des  Hans Bartels 2, Bürgermeister zu Salzwedel und Anna Burmeister 1

18. Generation

158.496.        von Chüden 1, Dietrich
Ratsherr;
geb. Salzwedel  um 1405/1410;
gest. Salzwedel nach 21.04.1449;
urkdl. erw. 1435 – 1449; ; Ratsherr der Altstadt zu Salzwedel; Herr auf 1/2 Rockenthin westl. v.Salzwedel. (Q1+2+3);  Dietrich von Chüden ist am 1.Januar 1440 und am 23.Juni 1442 als Ratsherr bezeugt, ferner 1445, 1446, 1448 und 1449. (Q4);
Q:1. AL Thiermann; ; 2. Büttner; ; 3. G.Thiemann,31.7.93;  4. G.Meinhard, Hoefft-Vorfahren.

verh.  Salzwedel
158.497.         Bock 3, Adelheid
geb. Salzwedel um 1405; gest.  Salzwedel nach 1449

Kinder:
158.496.1. von Chüden 1, Lucia
Q: Büttner;
verh.
Mechow, Theodor

158.496.2. von Chüden 1, Ilsabe
verh.
von Vinzelberg, Otto
Erbgesessen auf Rochow
Q: Büttner;

158.496.3.von Chüden 1, Hans    = 79.248. 
Ratsherr;
gest. Salzwedel, (?) vor 1472
verh.
Wolters, Lucia
geb. Lüneburg, (?) ; gest. Salzwedel

158.496.4.von Chüden 1, Hermann
verh.
Schulze, Richel

158.496.5.von Chüden 1, Hoyer (V.)
Ratsherr zu Salzwedel

19. Generation

316.992.        von Chüden 1, Hermann
Ratsherr und Bürgermeister in Salzwedel
geb. Salzwedel um 1365;
gest. Salzwedel nach 1425;
verh.  mit NN.

erw. 1387 – 1425; Ratsherr und Bürgermeister in Salzwedel;  wurde am 29.1.1399 zusammen mit seinen Brüdern Heinrich und Betecke und den Gebrüdern BURMEISTER mit dem vierten Teil von Dobberkau belehnt; stiftete 1409 den Altar Matthei, Annae, Barbarae et Dorotheae; in der Marien-Kirche in Salzwedel und stattete ihn reich aus.

Er war 1420 bei der Stiftung des Friedens von Perleberg auf Veranlassung des Kurfürsten Friedrich von Hohenzollern in der Mark Brandenburg maßgebend beteiligt, der den Streit zwischen Hamburg und Lübeck mit den Herzögen von Sachsen-Lauenburg beendete. Es ging dabei um den Besitz des Städtchens Bergedorf und von 8 Klosterdörfern des Nonnenklosters Reinbeck, in inmitten des strittigen Gebietes lagen. Da keine der fraglichen weltlichen Parteien es mit den Nonnen verderben wollte, wurde über diesen Punkt des Vertrages eine Übereinkunft erzielt. (Q4).

1425 hatte er Lehnsbesitz in Groß-Wöbelitz; (Q1+2); Hermann Chüden wird verschiedentlich als Consul (1400, 07, 15, 21 und von 1425 bis 1429, 1440, 1441) sowie (1420, 1438) als Bürgermeister zu Salzwedel genannt. (Q3);

Q: 1. K. Biehl, “CHÜDEN”;  2. Lorenz, “CHÜDEN”;  3. G.Meinhard, Hoefft-Vorfahren
4. Brief Kurt Biel, Essen, an M. Lorenz, undatiert, nach 31.1.1974.

Kinder:
316.992.1.  von Chüden 1, Dietrich  = 158.496.
Ratmann zu Salzwedel, 1435 und 1449 erwähnt.
geb. um 1405; gest. Salzwedel nach 1449
verh.   Salzwedel
Bock 3, Adelheid
geb. Salzwedel um 1405; gest. Salzwedel nach 1449

316.992.2. Chüden 1, Mette
Priorin am Kloster Dambeck (Q1);
Q: 1. G.Meinhard, Hoefft-Vorfahren

20. Generation

633.984.        von Chüden 1, Hoyer II.
 Bürger und Ratsherr in Salzwedel
geb. Salzwedel um 1340;
gest. Salzwedel um 1407;

erw. 1361 – 1411; (Q.2); Ratsherr in Salzwedel; (Q.1+3); Hoyer v.Chüden und Bertram v.Chüden, Brüder, “Diese stifften nebst Hermanno BURMESTERN Vicariam SS.Andreae, Petri & Bartholomaei ad S Nicolai in der Alten-Stadt Saltzwedel 1364 am Tage Bonifacii.” (Büttner Q.2); 1407 Stifter einer Vikarie zum Besten seiner Nachkommen.(Q.1).

Besitzer von halb Rockenthien und halb Vissum sowie des Schulzengerichts und der Bede in Saalfeld, ferner von Einkünften aus Lückstedt, Winterfeld, Wöpel, Riebau, Dobberkau, Sallenthin und Gladigau, Lehnsmann der von der Schulenburg in Stappenbeck und Depekolk, die die ihm gehörenden Pächte am 5.10.1371 an „Hanse, Stephen, Hoyger und Hoyger, Gebrüder“ als Erblehen gegeben hatten. 1411 stiftet er zusammen mit seinem Bruder Bertram und Hermann Burmeister 4 Roggen Zins zu einer Vikarie in Salzwedel. (Q4)
Q: 1. AL Thiermann;  2. Büttner;  3. K.Biehl,   “CHÜDEN”; 4. M.Lorenz, “Chüden“;

verh. 1. Ehe Salzwedel ( Mai 1365)  mit:
633.985.        Burmeister 3 , Taleke
Tochter von Heinrich Burmeister 1, Kaufmann in Salzwedel und von Margarethe von
Chüden.(XXI. 1267970. / 971.)
geb. Salzwedel (um 1345)
verh. 2. Ehe vor 1389  mit
NN., Elisabeth

Kinder:
633.984.1. von Chüden 1, Heyne; (Heinrich , Heine, Henricus)
Domherr; 23.4.1387 zuerst erwähnt, wird am 8.1.1390 und am 27.2.1411 als
Domherr zu Magdeburg, am 29.1.1399 als Domherr zu Breslau genannt.
gest. nach 1411.
Aus: Das Domstift St. Moritz in Magdeburg (Google Buchsuche)

633.984.2.von Chüden 1, Hermann;  =316.992.
Ratsherr und Bürgermeister in Salzwedel
geb. Salzwedel um 1365; gest. Salzwedel nach 1425
verh.   NN.

633.984.3.von Chüden 1, Barthold (Betecke, Berthold)
gest. Salzwedel nach 1411
Patrizier in Salzwedel; bezeugt 1391 – 1411;
stiftete 1411 zusammen mit seinem Bruder Hermann.
Q: 1. Büttner; 2. K.Biehl, “CHÜDEN”;

633.984.4.von Chüden 1, Albert
 Mönch im Michaeliskloster zu Lüneburg, erwähnt 1385 – 1411.

633.984.5. von Chüden 1, Margarethe
gest.    1433
verh.   Lüneburg 1385
von der Möhlen, Albert
1386 Ratsherr , 1393 Ritter und Bürgermeister in Lüneburg.
gest. Lüneburg 04.09.1425

633.984.6.von Chüden 1, Richelinus
1400 Bürger in Salzwedel
gest. Salzwedel nach 1400

21. Generation

1.267.968.     von Chüden 1, Hoyer I.
Ratsherr in Salzwedel;
gest. vor 17.6.1389; erwähnt Salzwedel 1333-1371;
Gut Gladigau von denen von BODENDIECK erblich gekauft und lt. Visitationsprotokoll 1353 zu “Geiste-Lehen” gemacht.; 1333 : “kauffet von denen von BODENDICK einer adelichen Familie aus dem Lüneburgischen Herzogthum / vier Wispel Roggen-Zinß 1333 welche Anno 1411.zu einer Vikarie geleget werden” (Büttner Q4); 24.03.1340 als Zeugen gen.: Gebrüder Bertholdus und Hoyerus genannt de CHÜDEN;  1351 Hoyer van CHÜDEN bezeugt als “frome Lüde”.; 04.03.1352 Hogerus CHUDEN als Consul (Ratsherr) bezeugt;  10.11.1361 Die CHÜDEN werden von Werner von der SCHULENBURG mit halb Rockentin belehnt,   ” verkauft den wysen bederven lüden Bettcken, Hansen und Hoyer, Gebrüdern van CHÜDEN und ihren rechten Erben ..”;  26.11.1361 Hoyger de CHUDEN, Consul, bezeugt;  05.10.1371 die von der SCHULENBURG belehnen die Brüder CHÜDEN mit den Pächten aus Stappenbeck und Depekolk als Erblehen: Hanse, Stephen, Hoyger und Hoyger, Gebrüder (Q5); Eine Stiftung des verstorbenen Hoyer von Chüden und seiner verstorbenen Ehefrau Elisabeth Klyfeke bestehend in Renten aus der Pervermühle zu Salzwedel wird am 17.6.1389 erwähnt.
Q: 1. K.Biehl, “CHÜDEN”;  2. AL Thiermann;  3. Gen.Jahrb.5/1965,S.152ff.;
4. Büttner; 5. G.Meinhard, Hoefft-Vorfahren;
verh.
1.267.969.      Klyfeke (Klycke, Klyeke), Elisabeth
Tochter des Arnt Kly(f)eke, um 1320 Bürger in Salzwedel und Margarethe NN.
gest. Salzwedel (vor 17.06.1389)

Kinder:
1.267.968.1.von Chüden 1, Hoyer II.  =XX/633.984
Ratsherr;
geb. Salzwedel um 1340; gest. Salzwedel um 1407
verh.
Burmeister 1, Taleke

1.267.968.2.von Chüden 1, Bertram
verh.
 Burmeister 1, (Burmester), Gheseke
Tochter des 1364 verstorbenen Heinrich Burmeister 1.

1.267.968.3. von Chüden 1, Hans
wird 1371 mit seinen drei Brüdern Stephan, Hoyer und Hoyer von den von der
Schulenburg mit Pächten aus Stappenbeck und Depekolk belehnt. Am 29.3.1393
heißt es von ihm, daß er drei Höfe in Benkendorf dem großen Kaland in Salzwedel
zugewendet habe.

1.267.968.4. von Chüden 1, Stephan
wird am 5.10.1371 bei der Belehnung von Pächten aus Stappenbeck und
Depekolk mit seinen Brüdern Hans, Hoyer und Hoyer erwähnt.

1.267.968.5. von Chüden 1, Hoyer
Priester zu Salzwedel an der Marienkirche, erwähnt 1371 – 1418, 1371 bei der
Belehnung von Pächten aus Stappenbeck und Depekolk mit seinen Brüdern Hans,
Hoyer und Stephan erwähnt.

22. Generation

2.535.936.     von Chüden 1, Rudolph (Rodolfus)
Ratsherr in Salzwedel;
geb. Salzwedel ( um 1280)
gest. nach 1320;
verh.   mit NN.

(Rodolfus de Chuden); erw. 1307 – 1327 in Salzwedel, wird am 28.7.1307 Rodolfus de CHUDEN als Consul (=Ratsherr) in Salzwedel genannt. Bezeugt: 24.06.1320, 11.11.1320, 11.11.1327; Er war markgräflich brandenburgischer Lehnsmann, Herr von Rockenthin, Besitzer von Rechten in Depekolk, Dobberkau, Klein-Gratz, Ladekath, Lückstedt, Mechau, Quadendambeck, Riebau, Rietze, Saalfeld, Sallenthin; Er führte ein adeliges Wappen. (Q1+2+3);
Q: 1. AL Thiermann;  2. Büttner;  3. K.Biehl, “CHÜDEN”;

Kinder:
2.535.936.1 von Chüden 1, Hoyer I.  =1.267.968.  
Ratsherr; gest. (vor 17.6.) vor 1389
verh.
Kly(f)eke, Elisabeth
gest. Salzwedel vor 1389

2.535.936.2.       =       von Chüden 2, Margarethe  =XXI./ 1.267.971.
gest. Salzwedel nach 1364;
1337-1364 urk. in Salzwedel. Beim Tode ihres Mannes (1364) stiftete sie in der Nicolaikirche zu Salzwedel für einen Altar zu Ehren der Apostel Andreas, Petrus, Paulus und Bartholomäus 4 Wispel und 10 Scheffel Roggenpächte aus Zietnitz, Garz, Rietze, Buckesitz, Baarß und Salzwedel zu einer Vicarie. Nach der Reformation 1541 wurde diese Stiftung in ein Stipendium für junge Gesellen aus der Nachkommenschaft der Burmeister nach der  Spill- und Schwertseite hin umgewandelt. Unterstützt wurden Studierende, besonders der Theologie. Später sind auch alte unbemittelte Familienangehörige unterstützt worden. Bräute erhielten Geld für ein Brautkleid. Gedenktafel in der Mönchskirche zu Salzwedel.                          Q: 1. Gen.Jahrb.5/1965,S.156ff;  2. K.Biehl, “CHÜDEN”;
verh.1.267.970.Burmeister 1,Heinrich
Bürger und Kaufmann, 1298 Ratsherr zu Salzwedel.
geb. Salzwedel ;  gest. Salzwedel 1364

Kinder:
1.267.970.1.Burmeister 1, Hermann
Ratsherr; geb. Salzwedel
verh.

1.267.970.2. Burmeister 1,Wilhelm
Ratsherr
verh.

1.267.970.3. Burmeister 1, Taleke   = 633.985
verh.
von Chüden; Hoyer II.   = 633.984. 
Ratsherr;
geb. Salzwedel um 1340; gest. Salzwedel um 1407

2.535.936.3.von (de) Chüden 1, Heinrich
 Heinrich entscheidet am 21.7.1337 als Offizial der Präpositur Salzwedel einen Streit zwischen der Marienkirche zu Salzwedel und dem Schulzen zu Prisser (?)

2.535.936.4. von (de) Chüden 1, Berthold Betekin
erwähnt 1337 – 1365, Ratsherr zu Salzwedel, wird am 14.3.1360 von den Markgrafen Ludwig dem Römer und Otto genannt als „discretus et honestus vir dilectus noster et fidelis Betekinus de Chuden civis antiquae civitatis Soltwedel“. Am 10.11.1361 verkauft er mit seinen zwei Brüdern Hans und Hoyer die Hälfte von Rockenthin. 1492 heißt es von ihm, daß der alte Betekin Chüden Renten zu einem Altar in der Liebfrauenkirche zu Salzwedel gestiftet habe, damit der  Kaplan jährlich sein und seiner Hausfrau Gedächtnis begehen solle.

2.535.936.5.von Chüden 1, Hans
erwähnt 1361 – 1373, Ratsherr zu Salzwedel, Herr auf halb Rockenthin.

2.535.936.6. von (de) Chüde 1, Albert (Aebelkinus)
in Salzwedel 1320 und 1327 erwähnt.

23. Generation

5.071.872.     von (de) Chüden 1, Gerard Werner
Bürgermeister zu Salzwedel
gest. Salzwedel nach 1324 – vor 11.11.1327
Ältester urkundlich nachweisbarer Stammvater der Familie CHÜDEN, erwähnt 1307 – 1324 mit unterschiedlicher Schreibweise des Namens  (Gerard, Gheremya, Ghermannus, Werner de Chuden, de Chudene, de Ghuden).

1307, 28.07. als Consul (Ratsherr) in Salzwedel genannt, zusammen mit seinem Sohn Rudolph;  Am 24. Januar 1316 stiftete der Markgraf von Brandenburg – auf Vorschlag seines Präfekten (Schultheiß) Ghermannus de Chuden – dem Kloster Isenhagen 4 Wispel Roggenpächte. Der Zinsertrag sollte “zum Lobe Gottes und zu seinem und seiner Vor- und Nachfahren Seelenheil” verwendet werden. 1316, 05.05. Gheremannus, genannt de Chudene, burgensis de Soltwedel, verkauft 4 Wispel Roggenpächte für 50 Mark Silbers aus der Mühle zu Bockhorning an den Vorsteher des Klosters zu Isenhagen und gibt diesen Betrag dem Kloster als Dotation zum Seelenheil seiner Angehörigen. Die Urkunde war mit dem Siegel des Gerard de Chuden versehen.; 1324, 21.3. als Bürgermeister genannt, als die von der SCHULENBURG 2 Wispel Roggenpächte aus Zierau an den Rat der Neustadt von Salzwedel verkaufen. Der Bürgermeister Werner de CHUDENE verwendet die Pächte für die Dotation des Altars in der St.Katharinen-Kirche in Salzwedel, der von seinem Sohn Albrecht de CHUDENE errichtet war.(Q1);                    Q: 1. Kurt Biehl, Essen, “CHÜDEN”;  2. G.Meinhard, Hoefft-Vorfahren.

verh.
NN., NN.
gest. nach (11.11.) 1327
Sie wird, ohne namentliche Nennung, am 24.6.1320 und am 11.11.1327 erwähnt.

Kinder:
5.071.872.1.  von Chüden 1, Rudolph     =2.535.936.
Ratsherr; gest. nach 1320
verh.   NN.

5.071.872.2.               von (de) Chüden 1, Albrecht
gest. (vor 24.6.) vor 1320
in Salzwedel, gest. vor 24.6.1320;
” Albertus de Chüden, quodam civis de Soltwedel …. ”
1326 als Bruder des Domini Werner de Chüden bezeugt;
vor 1320 , stiftete 40 Mark Silbers für einen Altar in der Katharinen-Kirche in
Salzwedel.
21.3.1324 nach seinem Tode erwähnt;  11.11.1320 erwähnt;
Q: 1. K.Biehl, Essen, “CHÜDEN”.

5.071.872.3. von (de) Chüden1, Werner
gest. vor 1350 (vor 26.2.1350)
Priester zu Salzwedel, gestorben vor dem 26.2.1350, erwähnt 1320-1327, kauft am 24.6.1320 zusammen mit dem Rat der Stadt Salzwedel von den von Bartensleben einen Hof in dem Dorf Ritze und verwendet ihn zu einer Donation eines Altares in der Katharinen-Kirche zu Salzwedel zum Seelenheil für seinen verstorbenen Bruder Albert, seine Mutter, seinen Bruder Rudolph und dessen Sohn Aebelkinus (=Albert). Im gleichen Jahr, am 11. November, kauft er von Henricus de Pügghen eine Erbpacht für 1 Mark Silber, deren Zinsertrag für die Zeit seines und seiner Mutter Leben ihnen zustehen soll, nach deren Tode aber seinem Bruder Rudolph und dessen Sohn Albertus zufallen soll. 1325 kauft er von den von Bartensleben einen weiteren Hof zur Dotation des Altares Simon et Judae in der Katharinen-Kirche, für den ihm am 24.8.1326 von Herzog Otto von Braunschweig und seiner Gemahlin Agnes in Rietze ein weiterer Hof geschenkt wird.

von Chüden  2                                                                               

Gedenktafel M.Chüden

Gedenktafel M.Chüden

21. Generation

2.535.936.2.               von Chüden 2, Margarethe  = 1.267.971.  
gest. Salzwedel nach 1364;
1337-1364 urk. in Salzwedel. Beim Tode ihres Mannes (1364) stiftete sie in der Nicolaikirche zu Salzwedel für einen Altar zu Ehren der Apostel Andreas, Petrus, Paulus und Bartholomäus 4 Wispel und 10 Scheffel Roggenpächte aus Zietnitz, Garz, Rietze, Buckesitz, Baarß und Salzwedel zu einer Vicarie. Nach der Reformation 1541 wurde diese Stiftung in ein Stipendium für junge Gesellen aus der Nachkommenschaft der Burmeister nach der  Spill- und Schwertseite hin umgewandelt. Unterstützt wurden Studierende, besonders der Theologie. Später sind auch alte unbemittelte Familienangehörige unterstützt worden. Bräute erhielten Geld für ein Brautkleid. Gedenktafel in der Mönchskirche zu Salzwedel.     Q: 1. Gen.Jahrb.5/1965,S.156ff;    2. K.Biehl, “CHÜDEN”;

verh.
1.267.970.  Burmeister 1, Heinrich
Bürger und Kaufmann, 1298 Ratsherr zu Salzwedel.
geb. Salzwedel ; gest. Salzwedel 1364

Kinder:
1.267.970.1.  Burmeister 1, Hermann
Ratsherr;
geb. Salzwedel
verh.

1.267.970.2.Burmeister 1, Wilhelm
Ratsherr
verh.

1.267.970.3. Burmeister 1, Taleke
= 633.985    verh.
XX.  von Chüden 1; Hoyer II.
633.984.  Ratsherr;
geb. Salzwedel um 1340;
gest. Salzwedel um 1407

22. Generaton

2.535.936.     von Chüden 1, Rudolph
Ratsherr in Salzwedel;
geb. Salzwedel ( um 1280)
gest. nach 1320;
verh.   mit NN.
 (Rodolfus de Chuden); erw. 1307 – 1327 in Salzwedel, wird am 28.7.1307 Rodolfus de CHUDEN als Consul (=Ratsherr) in Salzwedel genannt. Bezeugt: 24.06.1320, 11.11.1320, 11.11.1327; Er war markgräflich brandenburgischer Lehnsmann, Herr von Rockenthin, Besitzer von Rechten in Depekolk, Dobberkau, Klein-Gratz, Ladekath, Lückstedt, Mechau, Quadendambeck, Riebau, Rietze, Saalfeld, Sallenthin; Er führte ein adeliges Wappen. (Q1+2+3);
Q: 1. AL Thiermann;  2. Büttner;  3. K.Biehl, “CHÜDEN”;

siehe  von Chüden 1,

 

—-

Im Jahre 1704 veröffentlichte Johann Heinrich Büttner sein interessantes Werk über die niedersächsischen Adels- und Patrizierfamilien in der Stadt Lüneburg. Er sammelte allgemeine Nachrichten aus alten Urkunden, stellte Genealogien und Familienstammtafeln auf und schrieb über die Herkunft und Verbreitung der angesessenen Adelsfamilien in der genannten Stadt

Büttner beschreibt die Familie von Chüden in seinem Werk wie folgt (auch abgedruckt im  „Deutschen Familie-Archiv“, Band 98-100 von 1987) (Ein Original des „Büttner“ ist in der Bibliothek der Genealogischen Gesellschaft in Hamburg vorhanden).

“ Die von Chüden:
Dieses Geschlecht ist eines uhralten Herkommens aus der Mark Brandenburg / allwo bereits für 500. Jahren soll florieret haben. Und ist wol zu beklagen / daß in dem Anno 1601. zu Saltzwedel entstandenen grossen und erschrecklichen Brande / die meisten Documenta dieser vornehmen Familie verlohren gegangen. Doch ist noch so viele Nachricht vorhanden / daß Anno 1333. Bartholdus von Chüden, von dem damals regierenden Landes-Herrn / Churfürsten Ludovico Bavaro, Kaysers Ludovici Bavari ältesten Herrn Sohne / mit dem halben Dorffe Bissen / mit dem halben Strassen-Gerechte und Kirchen-Lehn /  wegen seiner geleisteten getreuen Dienste sey begnadiget und belehnet worden / dadurch denn der von Chüden Lehn-Stücke mercklich gebessert worden. Nicht minder hat in gedachtem Jahre Hoyer Chüden vier Wispel Roggen-Pacht käufflich an sich gebracht / so das adeliche Geschlecht der von Bodendyck aus dem Herzogthum Lüneburg in der alten Marck zu heben gehabt / welche reditus nach der Zeit / Anno 1411. durch Hermannum und Bartholdum Chüden Gebrüder und Patricios in der Alten Stadt Saltzwedel zu Stiftung einer Vicarie SS.Annae, Barbarae & S.Matthaei Apost. & Evang. ad S. Mariae daselbst gegeben / bey erfolgter Reformation aber mit gnädigsten Consens der hohen Landes-Obrigkeit zu einem Stipendio derer Chüden Söhne verordnet worden. Die Familie hat sich sehr weit außgebreitet / und um die Stadt Saltzwedel wol verdienet gemacht / als welcher sie viele Bürgermeister und Rath – Leute gegeben. Auch hat unser Lüneburg zweene Protonotarios und Praeposituos aus derselben gehabt / welches auch / nebst der der Anverwandtschaft / in welcher die wohlselige erste Eheliebste Sr. Magnif. des Fürstl. Raths und Ober – Hoffgerichts Assessories, auch Syndici Primarii dieser Stadt Hr. TOBIAE Reimers, mit dieser Familie gestanden / die Ursache ist / warum ich Sie diesem Wercke mit einverleibet / und diesemnach nur so viel davon angeführet / als zu Erweisung dessen dienet. Der Segen – reiche GOTT erhalte dieselbe / und alle die davon herkommen / in seiner Gnade / und breite ihre Glückseligkeit immer weiter und weiter aus.

 Das Wappen ist ein gelber oder Goldfarber Schild / mit zwo lincken blauen Ecken dreygeteilt / in dessen oberen Feldung 3 nebeneinanderstehende / und aus dem untersten rechten / nach dem oberen lincken Ecke sich neigende grüne Pfauen – Federn zu sehen. Auff dem Helm stehet ein für sich stehender Pfau / mit ausgebreitetem Schwantze / an seiner natürlichen Farbe. Die Helmdecken sind gelb und blau.”

 

Quellenangaben zu von Chüden

1. Zusammenstellung „Chüden“ von Martin Lorenz, Schnellmark, erhalten Febr.1982.
(darin verarbeitet Pos. 2 – 7)
2. Forschungen von Kurt Biel, Essen, und Schriftwechsel, die als Kopie vorliegen.
3. Fr. Hartleb: Salzwedel, die alte Markgrafen- und Hansestadt in der Altmark. Salzwedel 1933.
4. Oskar Wolff: Ahnenliste Oskar Wolff
(in : Ahnenreihen aus allen deutschen Gauen, Band 1, Görlitz 1928m, Seite 259)
5. Wilhelm Steffen: Ahnenliste der Geschwister Heike und Ina Maria Riedel.
(in: Deutsches Familienarchiv, Bd. 47, 1972, Seite 177 ff.)
6. Dr. Schmidt: Stammtafel der Familie Chüden, Halle/S., 1900.
7. Claire Maillard: Der Historiker Friedrich Meinecke.
(in: Genealogisches Jahrbuch, Band 5, Neustadt/Aisch 1965, Seite 143 ff.)
8. Johann Heinrich Büttner, Genealogie Adels- und Patrizierfamilien in der Stadt Lüneburg.
Lüneburg 1704. (Ein Original des „Büttner“ ist in der Bibliothek der Genealogischen Gesellschaft in
Hamburg vorhanden).
9.  Ahnenliste Thiermann, Uelzen.
10. Brief P. Ebeling, 21.3.1988;
11. Witzendorff, S.16+160;
12. R. Hillmer, ZfNF 61.Jg,1986,S.24;
13. E. Woehlkens, Die Auffindung der Stadtchronik des Tile Hagemann,
Heimatkalender Uelzen, 1980, S.112;
14. G.Meinhard, “Hoefft-Vorfahren”