36.764. Kerckring 1, Johann

Kerckring

16. Generation

36.764.          Kerckring 1, Johann

Siegel Johann Kerkring 1516

Sohn von Johann Kerckring 1 und Gertrud Grawert.
Ratsherr in Lübeck;
geb. Lübeck ;
gest. Lübeck 26.11.1516
verh. Lübeck 1477
36.765.         Castorp, Adelheid (Taleke)
Tochter von Hinrich Castorp, Bürgermeister von Lübeck

Kind:
1) Kerckring 1, Hinrich; Ratsherr; geb. Lübeck 1479; gest. Lübeck 12.01.1540
verh. Lübeck um 1515
 MilliesAnna; gest. Lübeck um 1520
verh. 2. Ehe Lübeck vor 1520
JorisCatharina; geb. Lübeck um 1495; gest. Lübeck nach 1537

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1484 nach Bartholomaei Ratsherr, 1503, 1505 – 1510 und 1512 – 1514 Kämmereiherr in Lübeck, wo er Mengstr. 12 wohnte. Beteiligt an den Verhandlungen 1503 mit dem König von Dänemark wegen Verletzung  Lübeckischer Privilegien. Vertreter der Stadt auf den Hansetagen in Lübeck 1507 und 1511. Mitglied der Zirkelgesellschaft.

 

 

Ratslinie (572) Johann Kerkring.                                                                  Ratsmitglied 1484 – 1516

1484 Ratsherr. Kämmereiherr 1503, 1505 – 1510, 1512 – 1514. Beteiligt an den Verhandlungen des Jahres 1503 ( Verhandlung in Lübeck und Segeberg mit dem Könige von Dänemark und später mit seinen Räten über die Verletzung hansischer Privilegien und die Benachteiligung lübscher Rentenbesitzer und Kaufleute).Auf den in Lübeck abgehaltenen Hansetagen von 1507 und 1511 vertrat er die Stadt. – Sohn von Johann Kerkring, Schwiegersohn von Heinrich Castorp. Wohnung:Mengstr. 12. Mitglied der Zirkelgesellschaft seit 1479. Wappen: L. B. S. 6,40.  + 1516.

 

 

Bau- u. Kunstdenkm. Bd. II., S. 131.

In den Scheiben des Mittelschiffes der Marienkirche befindet sich u.a. : ein Kerkringsches Wappen
(schwarzer gekrönter Löwe auf goldenem Grunde), jedenfalls dasjenige des Ratsherrn (1484 – 1516) und Vorstehers der Marienkirche  (seit 1508) Johann Kerkring.

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Auszug aus den Aufzeichnungen Adolph Becker – 1934: „ Hinrich Kerkring, Ratsherr zu Lübeck. „

„Die Marienkirche besitzt 19, sämtlich aus Bronze gegossene Glocken. Elf derselben hängen in der Glockenstube des Süderturmes, sieben weitere im Dachreiter des Mittelschiffes, dem Spielturm. Sie sind sämtlich vom Lübecker Glockengießer Hinrich von Kampen in den Jahren 1508 – 1510 bei der Neuerrichtung des Spielturmes („1509 do wart dysse torme maket“) nach dem Brande vom Ostermontag 1508 gefertigt. Den Hals dieser Glocken umgibt je eine einreihige Minuskelumschrift, die beiderseits durch drei Reifen begrenzt wird., an diese schließt sich nach oben und unten hin je ein Kranz  stehender und hängender Blüten spätgotischen Charakters an. Die in der Mitte hängende, 1510 gegossene  große Stundenglocke (Ton: cis) hat einen Durchmesser von 1,46m und Höhe von 1,10 m. Ihr Schriftband wird am Anfang und in der Mitte nach oben und unten überragt durch das 9 cm hohe Reliefbild Johannes des Täufers mit dem Lamm im linken Arme. Zu seinen Füssen ist ein gelehnter Schild mit einem Löwen, dem Kerkringschen Wappentier, angebracht. Danach scheint diese Glocke vom Ratsherrn Johann Kerkring, dem Vater von Hinrich Kerkring gestiftet zu sein. Johann Kerkring  war 1508 – 1516 neben dem Bürgermeister Tidemann Berk Vorsteher der Marienkirche. „

Zu Joh. Kerkring siehe auch Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Kerkring_(%E2%80%A0_1516)