1.176.946. Lange, Hermann

Lange (Langhe, Longus)

21. Generation

1.176.946.  Lange, Hermann, (Herman, Hermannus)
Ratsmitglied 1372 – 1387 in Lübeck
geb. Reval, (?) ;
gest. Lübeck, (Penthecostes) 26.05.1387;
begr. Lübeck, St. Jacobi, i.d. Kirche
verh.  Lübeck vor 1372
1.176.947.  von Warendorp 4, Elisabeth (Telse)
Tochter des Wedekin van Warendorp
sie verh. 1. Ehe Lübeck
van More (Mormann, Morum), Eberhard
Sohn des Marquard van More;
Ratsmitglied in Lübeck 1364 – 1368. (Lutterbeck 156 / S.304)
geb.                  gest.  1368/1369, vor dem 25.08.1369

Kinder:

1) Lange, Hildegard (Heleke-Heileke); 588.473.
gest. Lübeck 1430
verh. Lübeck vor 1393
Lüneburg; Johann III. (Hans D.A.); 588.472.
gest. Lübeck 1423;
begr. Lübeck, St.Catharinen, vor dem Chor

2) Lange, Beleke;  Nonne

3) Lange 2, Johan (Johann) 588.254.
1408 Ratsherr (Neuer Rat), 1408-09 Bürgermeister in Lübeck, Königstr.15, Breite Str.18; geb.  Lübeck
gest. Lübeck 1415;
verh.
Morkerke 2., Adelheid   588.255.
Tochter von Thomas Morkerke 2, und Adelheid Brüggemaker
geb.                  gest.

4) Lange, Taleke;  Nonne

5) Lange, Wedekin

Halbgeschwister, aus der Ehe Elisabeth v.W. mit Eberhard van More

1) van More, Windelburg / Windele
verh. Lübeck mit
van Alen, Conrad, Ratsmitglied in Lübeck 1387 – 1408
gest. Hamburg 1410 (Lutterbeck 2 / S. 181)

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Ratslinie (408) Hermann Lange.           Ratsmitglied 1372 – 1387

vertrat 1376 die Stadt auf dem Hansetag in Stralsund. – Gemeinsam mit Thomas Morkerke erteilte er dem Minoriten-Lesemeister Detmar den Auftrag zur Abfassung einer Chronik. – Nach einer Angabe in Rufus´ Chronik trug er beim Einzug des Kaisers Karl 1375 ihm die Schlüssel der Stadt voran. – Wahrscheinlich ist er aus Reval eingewandert. Er war verh. mit des Ratsherrn Wedekin Warendorp (357) Tochter Elisabeth, Witwe des Ratsherrn Eberhard Mormann (390) und bewohnte das ihm von seiner Frau in die Ehe gebrachte Haus Mengstr. 10.

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Bau- und Kunstdenkm., Bd. III,2. (Jacobikirche), S.340:
Zu Anfang des 18. Jahrh. befanden sich noch in einem dem Chor benachbarten nördlichen Fenster das Wappen des 1350 gestorbenen Ratsherrn Wedekin Warendorp, und in einem anderen nördlichen Fenster das Wappen seines Schwiegersohnes, des 1387 gestorbenen Ratsherrn Hermann Lange.

S. 345:
Er setzte zwei Testamente auf: 1386 (in die S. Gerorgii pape) März 12, und 1387 (Marci ewang.) Apr.25.

S. 411:
Ein östlich der Warendorp – Halholtscho – Kapelle (in der Jacobikirche) aufgehängter ehemaliger Schild mit dem Langeschen Doppeladler war jedenfalls dem Andenken des 1387 gestorbenen und in dieser Kirche bestatteten Ratsherrn Hermann Lange gestiftet, dessen Wappen auch in einem der nördlichen Kirchenfenster angebracht war.

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Lutterbeck 136 / S.288:

Wirtschaftliche Verhältnisse:

Tätigkeiten und Vermögenslage:            Erscheint 1368/69 in den Pfundzoll-Listen und handelt mit Tuch im Wert von 725 m.d. und mit Waren aus Bergen. Herman Langhe verfügt möglicherweise auch über Handelskontakte nach England, denn ein Hermannus  Longus wird 1354 und 1374 als deutscher Kaufmann in London erwähnt.

Grundbesitz in Lübeck:             Erteilt 1372 die Zustimmung zum Verkauf des von seiner Frau in deren I. Ehe eingebrachten Hauses Hüxstr. 88 (JohQ 359). Erhält vier Buden Markt 1 (MarQ 223) als Mitgift und verkauft 1374. Erhält Fischergrube 35- 45(MMQ 327 – 322) zur Hälfte als Mitgift und ist 1377 alleiniger Besitzer. Besitzt 1380 zwei Buden Markt 1 (MaQ 240a,b). Erhält 1380 noch als Mitgift seiner Frau zugeschrieben: i) das Backhaus mit Buden Breite Str. 89 (JohQ 947), ii) zwei Häuser Hüxstr. 6/8 (JohQ 319/320), iii) Beckergrube 10 (MMQ 158) sowie iv) Hundestr. 19-23 (JacQ 117-119), 1386 verkauft. Erwirbt 1387 Hundestr. 37 (JacQ 126). Wohnhaus: seit 1372/80 Beckergrube 10 (MMQ 158).

Sonstiger Besitz: Erhält 1380 noch als Mitgift seiner Frau Ländereien beim Einsiedel außerhalb der Stadt zugeschrieben.

Stiftungen:            Verfügt in den Testamenten 1386 und 1387, in der Jacobikirche begraben zu werden und einen armen Priester für jährlich 10 m.d. zehn Jahre lang Messen für ihn und seine Eltern lesen zu lassen.

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