4.707.776. von Lüneburg, Alexander (Sander)

von Lüneburg    (von / de Lune(n)borch)

23. Generation

4.707.776.     von Lüneburg, Alexander (Sander)
1260 aus Livland eingewandert, 1293 Ratsherr,1298 Kämmereiherr, 1302 Bürgermstr. zu Lübeck, Johannisstr.11;
gest. Lübeck 13.07.1302;
begr. Lübeck, St.Catharinen, Grabplatte 20.07.1302
verh. Lübeck um 1290
4.707.777.     von Parchim, Elisabeth
sie verh. 2. Ehe Lübeck – nach 1302 mit
von Bardewik, Adalbert
Bürgermeister zu Lübeck 1308 – 1310 ( Lutterbeck 16 / S. 198)
gest. 1310 – zwischen 13.12.1309 und 04.12.1310
er verh. 1. Ehe Lübeck um 1289 mit
Steneke, Anna,  Tochter des Hinrik Steneke
                          erhält 1289 als Mitgift 300 m.a

 

Kinder:
1) von Lüneburg, Johann I.; geb. Lübeck ; gest.  Lübeck 1335
verh. Lübeck 1318
von Bockholt (von Bocholt), Elisabeth; gest.  nach 1329

2) von Lüneburg, Konrad; gest.  Quedlinburg nach 1317

3) von Lüneburg, Sabine ? (lt. Schnobel) (Hilla ? lt. v. Damm)
eine natürliche Tochter des Alexander von Lüneburg
verh. Lübeck 1309 mit
4.707.778.  von Bockholt (von Bocholt), Gerhard
Bürger in Lübeck; seine 2. Ehe
geb. Lübeck um 1270;
gest. vor 1329
er  verh. 1. Ehe  mit:
4.707.779.   NN.Elisabeth
gest. Lübeck vor 1309

Nach Lutterbeck 143/S.295 und 160/S.309  war er in 2. Ehe verh. mit
Mornewech, Elisabeth, Tochter des Bertram Mornewech .
L. versieht diese Ehe jedoch auch mit einem Fragezeichen.
Sohn aus dieser Ehe soll sein:
van Luneborch, Bertram

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1260 in Lübeck aus Livland eingewandert. 1293 Ratsherr, 1298 Kämmereiherr, 1302 Bürgermeister zu Lübeck. Wohnung: Johannisstr. 11.

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Ratslinie (281) Alexander Lüneburg.                                                       Ratsmitglied 1293 – 1302.

1298 Kämmereiherr. 1302 Bürgermeister. Er war 1297 an einer Anleihe von 1000 Mark beteiligt, die der Erzbischof Gieselbert von Bremen in Lübeck aufgenommen hatte. Begraben in der St. Katharinenkirche. Wohnung: Johannisstr. 11.

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Bau- und Kunstdenkm. Bd. IV.1 ; S.131

Grabstein des am 13. Juli 1302 gestorbenen Bürgermeisters Alexander Lüneborch, 1,78 x 3,14 m groß. Die Umschrift

Anno . doini (!) . millesima // tricentesima . secunda . in . die . margharete . obiit . dominus // alexander . luneburgch // proconsul . lubicensis . orate . deum . pro . eo . fideliter

gehört ihrem Schriftcharakter nach dem 15. Jahrhundert an. In der Mitte der Lüneburgsche Schild. An der vom Beschauer aus linken Langseite ist nachgetragen:

Ano . dni . m . cccc . lxxxiiij . in . die . Sumo(nis . et . Jud)e . obiit . telske . ghendena . filia . ssulis . Johis . luneborch . or’ . deum . pro . ea .

Nordwärts vom 2. südlichen Mittelschiffpfeiler

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Milde, Lübecker Bürgersiegel

17. Luneborch. Eine der Familien die am längsten in Lübeck geblüht und dem Rathe zahlreiche und tüchtige Mitglieder zugeführt haben. Siebzehn derselben haben den Rathstuhl eingenommen vom Ende des 13. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Der erste, dessen Wappen auf der Tafel gegeben ist, Alexander L., soll nach der Sage aus Livland eingewandert sein; der letzte, Antonius v. Lüneborg, starb 1744, 10. Mai. Es würde zu weit führen, hier eine vollständige Genealogie der Familie geben zu wollen; es muß genügen, das anzugeben, was sich auf den ältesten des Namens bezieht. Ein Grabstein von ihm, welcher im Mittelschiff der St. Catharinenkirche liegt, augenscheinlich aber aus späterer Zeit, etwa aus der letzten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt, hat neben dem Wappen in der Mitte folgende Umschrift:

Anno . domi . mille Simotricentisimo . secunda . in . die . margarete . obiit . dominus . alexander . luneborch . proconsul . lubicensis . orate . domi . pro . eo . (fideliter .)

A. wird zuerst 1297 genannt, war 1298 Kämmerer und starb als Bürgermeister. Seine Frau hiess Elisabeth und heirathete nach seinem Tode Herrn Albert v. Bardewic, Rathsverwandten (v. Melle).

Das Wappen, drei Thürme von zwei mit Zinnen gekrönten Stockwerken, 2,1, wird in der Rathslinie gewöhnlich Silber auf blau angegeben. Ebenso kommt es in einem Glasfenster auf dem Chor der Catharinenkirche vor. Doch finden sich auf anderen Glasfenstern die Thürme golden auf blauem Felde, z.B. in dem grossen Fenster des Burgklosters und auch in den Fenstern der Catharinenkirche.

Alexander Luneborch. Wappenschildförmig; auf dem Schilde stehen drei Thürme, 2,1, von zwei Stockwerken, das obere mit drei Zinnen und einem runden Fenster, das untere mit fünf Zinnen und einem rundbogig überwölbten Fenster.  Abgeb. Tafel 3, 17.

Auf einem Grabstein in der St. Catharinenkirche im Mittelschiffe.

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Lutterbeck 143 / S. 295:

Ratsmitglied:            1297 – 1302

Kämmereiherr: 1297, 1298.

Bürgermeister : Wird in seiner Grabinschrift als Bürgermeister  bezeichnet.

Wirtschaftliche Verhältnisse:

Tätigkeiten und Vermögenslage:            Beteiligt sich 1297 an einem Darlehen über 1000 m.d. an den Erzbischof von Bremen.

Grundbesitz in Lübeck: 1303 erben Witwe und Kinder das Haus Johannisstr. 11 (JacQ 4)

Wohnhaus:             Johannisstr. 11 (JacQ 4).

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