9.188. Millies, Hans d.Ä.

Millies

14. Generation

9.188.           Millies, Hans  d.Ä.
Bürger und Kaufmann in Lübeck. Mitvorsteher der Armen tor Borg. Hausbesitzer.
geb. Lübeck um 1530;
gest. Lübeck, (od.23.3.?) 22.03.1578
verh. Lübeck 13.07.1563
9.189.           von Achelen, Agnes (Agneta)
geb. Lübeck ;
gest. Lübeck 05.08.1608

Kinder:
1) Millies, Hans; Kaufmann; geb. Lübeck um 1570; gest. Lübeck   .02.1615
verh. 1. Ehe Lübeck um 1595
Plönnies, Elisabeth (Elsabe) geb.       gest. vor 11.1709
Tochter von Hinrich Plönnies, Bürgermeister zu Lübeck, und Anna Kerckring.
geb. Lübeck um 1570              begr. Lübeck 05.08.1608
verh. 2. Ehe Lübeck 05.11.1609
Boje, Maria
Tochter des Lübecker Ratsherrn Caspar Boje.
geb.                  gest.

2) Millies, Elisabeth  (Q1)
geb. Lübeck 1570;  gest. Lübeck 06.04.1644
verh. Lübeck 27. 05.1593
Reuter, Gerhard, Kaufmann und Ratsherr in Lübeck
Sohn von Johannes Reuter, Kaufmann zu Lübeck, und Anna Knevel
geb. Lübeck 09.12.1569; gest. Lübeck 10.05.1631

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Wikipedia: (Q1)
” Hans Millies
 der Ältere (* 1530 in Lübeck; † 22. oder 23. März 1578 ebenda) war ein deutscher Kaufmann und Chronist. 

  Carl Julius Milde: Alfstraße 38 (Mitte 19. Jahrhundert)

Der Kaufmann Hans Millies ist in Lübeck zunächst über seine Teilnahme am Grundstücksverkehr belegt. Er ererbte von seinem gleichnamigen Vater 1547 ein Haus zwischen Alfstraße und Fischstraße auf der nördlichen Hälfte des Grundstücks An der Untertrave 101 im Kaufmannsviertel der Lübecker Altstadt. Dieses veräußerte er 1561, weil er die südliche Hälfte des Grundstücks An der Untertrave 98 und das benachbarte EckhausAlfstraße 38 erworben hatte und bis 1567 als Eigentum behielt.[1] Millies heiratete 1563 Agnes, die Tochter des Lübecker Bürgers Johann von Achelen. Er wird als einer der Vorsteher des Burgklosters mehrfach erwähnt. Er wurde in der Lübecker Marienkirche bestattet.

Hans Millies (der Ältere) begann seine Chronik 1567 auf Grundlage der Chronik des ebenfalls in der Alfstraße ansässigen Hans
Regkmann
. Sie ging mit seinem Tod auf seinen Sohn Hans Millies den Jüngeren († 1615) über, der sie fortsetzte. Hans Millies der
Jüngere war in erster Ehe mit einer Tochter des Bürgermeisters 
Heinrich Plönnies verheiratet und ehelichte in zweiter Ehe eine Tochter
des Ratsherrn 
Caspar Boje.[2] Nach einem gemeinsam gestalteten Titelblatt enthält die Handschrift im ersten Teil eine Lübecker Ratslinie. Sie dokumentiert auch die Mitglieder des Neuen Rats der Zeit von 1408 bis 1416, die in anderen Ratslinien wegen der
fehlenden Legitimität aus der Sicht des 1408 vertrieben und 1416 rückgekehrten 
Alten Rates nicht aufgeführt werden. Ab 1562 ist diese Ratslinie dann aus eigenem Erleben von Vater und Sohn Millies bis 1580 ergänzt. Spätere Zufügungen zu dieser Liste sind von
dritter Hand später durch mehrere Personen nachgetragen. Die Chronik gelangte schließlich in das 
Archiv der Hansestadt Lübeck.[3]

Literatur:   Friedrich BrunsDie älteren lübschen Ratslinien. In: Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde Band 27 (1933), S. 88–90.
Dagmar Hemmie: Lebenslauf eines Hauses. Das Haus Alfstraße 38, seine Baugeschichte und Bewohner. Lübeck 2008

Einzelnachweise:
 Der Umbau im Stil der Renaissance im Jahr 1564 fällt damit in seine Zeit als Hauseigentümer.
 Emil Ferdinand FehlingLübeckische Ratslinie, 2. Auflage, Schmidt-Römhild, Lübeck 1925, Nr. 724.
 Signatur Handschrift Nr. 751 b.    ”

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Quellen:
1.  https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Millies_(Chronist)  (24.05.2016)