294.252. von Minden, Gerhard


von Minden
  (von Mynden)

19. Generation

294.252.        von Minden,  Gerhard (Gerdt)
Sohn von Tidemann von Minden, Bürger und (Bäcker ?) Kaufmann in Lübeck, und Elisabeth NN.
1433 Ratsherr, 1454 Bürgermeister, 1447 Mitglied der Zirkelgesellschaft in Lübeck;
geb. Lübeck ;
gest. Lübeck 15.02.1462 (1462 am Tage nach Valentin) (1466 ?)
verh. Lübeck
294.253.        von Thünen, Soffeke (Sophia)
in Lübeck 1458 erw.

Kinder:
147.126.  1) von Minden, Hans; geb. Lübeck ; gest. Lübeck nach 1504
verh. Lübeck um 1460
NN., Cillie; gest. Lübeck
sie verh. 1. Ehe mit:
Boetefüer (Boetsfuer), Hermann; geb.                 gest.

2) von Minden, Detmar
1449 noch unverheiratet

3) von Minden, Tideke
1449 noch unverheiratet

4) von Minden, Cord
1449 noch unverheiratet

5) von Minden, Metteke

6) von Minden, Abelke
bekennt als Witwe des Fritz Grawert, zusammen mit Witwer Bere, keine
Ansprüche auf das Bere´sche Erbe zu haben. (Q: v. Damm, Vorf.)
verh. Lübeck nach 1448
Grawert, Fritz;  geb.             gest.

 

 

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Gerhard  von Minden

1433 Ratsherr, 1454 Bürgermeister, 1477 Mitglied der Zirkelgesellschaft in Lübeck;

Seine Testamente von 09.09.1438, 1449 und 1459. Das Testament von 1449 nennt neben der Frau Soffeke folgende vier Söhne: Detmar, Tideke, Cord und Hans, sowie zwei Töchter: Metteke und Abelke. Die Söhne waren bei der Testamentserrichtung noch alle unverheiratet.

 

Bau- und Kunstdenkm., Bd. II., S.335:
„Sein Schild und Helm hing auf St. Marien Chor“ – an der Innenseite des nördlichen Chorpfeilers.

 

Ratslinie (519) Gerhard von Minden.                                                           Ratsmitglied  1433- 1462

1433 Ratsherr, 1454 Bürgermeister. 1443 mit Bürgermeister Johann Lüneburg in Lüneburg. 1445 einer der Schiedsrichter in dem Streit zwischen der Stadt Kolberg und Herzog Bogislaw von Stettin. 1449 bei König Christian. 1450 in Lüneburg, um den Rat zur Zahlung der verschiedenen lüb. Bürgern geschuldeten Renten zu veranlassen. Zu Verhandlungen mit England und über den Stapel in Brügge 1451 in Utrecht. 1457 führt er die deutschen Kaufleute von Utrecht nach Brügge zurück. 1459 bei den in Lübeck geführten Friedensverhandlungen zwischen den Gesandten der Könige von Polen und Dänemark. – Sohn des lüb. Bürgers Tiedemann von Minden und mit einer Tochter des Ratsherrn Ditmar von Thünen (465) verheiratet. 1447 in die Zirkelgesellschaft aufgenommen. Sein Wappen L.B. 8,68.     + 1462.

Wikipedia:
Gerhard von Minden (* in Lübeck; † 1466 ebenda) war Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.

Gerhard von Minden war der Sohn des Lübecker Kaufmanns Tidemann von Minden und wurde 1433 Ratsherr der Stadt Lübeck. 1443 gehörte er einer Gesandtschaft unter Führung des Bürgermeisters Johann Lüneburg zum Hansetag in Lüneburg, auf dem beschlossen wurde, niemandem, der eine Hansestadt angreife, Unterstützung zu gewähren. 1445 vermittelte er als Schiedsrichter zwischen Herzog Bogislaw IX. von Pommern und der Stadt Stettin. 1449 war er als Gesandter bei König Christian I. von Dänemark. 1450 verhandelte er zusammen mit dem Ratsherrn Bertold Witig mit dem Rat der Stadt Lüneburg über die Zahlung von Renten, die von Lüneburger Seite Gläubigern aus Lübeck nicht ausbezahlt wurden. 1451 verhandelte er in Utrecht mit England und über den Stapel von Brügge. 1454 wurde er im Lübecker Rat zu einem der Bürgermeister bestimmt. 1457 leitete er die Rückkehr der deutschen Kaufleute von Utrecht in das Hansekontor in Brügge. 1459 vertrat er die Stadt bei den Friedensverhandlungen zwischen Dänemark und Polen in Lübeck.

Gerhard von Minden heiratete eine Tochter des Lübecker Ratsherrn Ditmar von Thünen und war seit 1447 Mitglied der Zirkelgesellschaft