9.415.582. Morneweg, Hermann I.

Morneweg

24. Generation

Hermann Morneweg - Siegel

Hermann Morneweg – Siegel

9.415.582.    Morneweg, Hermann I.
Sohn von Bertram Morneweg, Kaufmann und Ratsherr in Lübeck, und Gertrud NN.
Ratsmitglied 1308 –1338, bereits 1314 Bürgermeister zu Lübeck.
1310, 1311,1317  Vorsteher des Johannisklosters. Wohnung : Königstraße 47, 49.
geb. Lübeck ;
gest. Lübeck 25.01.1338 (auf St.Pauli Bekehrung)
verh. Lübeck vor 1309
9.415.583.   de Raceborg, Thiburga
geb.                  gest.

sie verh. 2. Ehe Lübeck …
von Attendorn , Gottschalk
Sohn von (# 4.707.568.) von Attendorn 1,  Conrad (Conradus); Bürgermeister zu Lübeck;
Ratsherr Lübeck (Lutterbeck 13 /S. 193)
gest. Lübeck 06.08.1388 ;

Kinder:
1) Morneweg, Elisabeth (Telse)
verh.  Lübeck, (Anfang März)   .03.1324
CrispinSegebodo; geb. Lübeck um 1290; gest. Lübeck 1328

2) Morneweg, Johann (Johannes)
“der bis ins Jahr 1358 lebte” (v.Melle Notitia, S.111)
verh.
van Ulsen, Elisabeth, Tochter des Thidemann van Ulsen (Lutterbeck 253)

Kinder:
2.1) Morneweg, Thidemann , gest. 23.09.1373 in Italien ?
Ratsmitglied 1369- 1373 (Lutterbeck 163 / S. 313)
verh.
Schepenstede, Katherine; To. v. Everhard Schepenstede
sie verh. 2. Ehe mit
Nyebur, Johan, Ratsmitglied Lübeck 1386-1399,
gest. 14.07.1399:                    (Lutterbeck 167 / S.317)

2.2) Morneweg, Herdrad / Herdeke
verh. 1. Ehe Gherard van Alen
 verh. 2. Ehe Gherard Dartzow; gest. 22.04.1386
Ratsmitglied 1376 – 1386 (Lutterbeck 91 / S.253)

3) Morneweg, Hermann II.; gest. Lübeck 22.04.1344  ; Haus Königstr. 47
Ratsmitglied 1340 – 1344; (Lutterbeck 162/ S.312)
verh.
von Molenstrate, Tibburg;  1346 genannt.

Tochter:
3.1) Morneweg, Herdrad / Herdeke
 verh. 1. Ehe :Bernhard Plescow; gest. 1367/68
Ratsmitglied 1344 – 1367 (Lutterbeck 182 / S.334)
verh. 2. Ehe :Hartmann Pepersack; gest. Lübeck 30.09.1385
Bürger zu Hildesheim, Vorsprecher im bischöflichen Vogtsgericht;
1369 Bürger zu Lübeck; 1370 Ratmann und
1373 Bürgermeister zu Lübeck (Schlotter, Geneal. Hildesh. Ratsgeschlechter)
Ratsmitglied 1369 – 1385 (Lutterbeck 179 /  S.329)

4) Morneweg, Marquard
Geistlicher

5) Morneweg, Margarete, „die zusammen mit ihrer Schwester

6) Morneweg, N.  Nonne bei St. Johannes 1356 war.“ (v.Melle Notitia, S.111)

Halbgeschwister:
1) von Attendorn, Godschalk

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Hermann  Morneweg  kaufte 1303 3.1/2 Buden von der Familie Nusse und 1331  2.1/2  Buden von der Familie Piscis (E.I.)

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Bau- und Kunstdenkm. Bd. IV,1.  S. 22:

Hermann Morneweg stiftete am 30. Jan. 1314  2 Vikarien in der St. Johanniskirche.

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Ratslinie (299) Hermann Morneweg.                                                           Ratsmitglied 1306 – 1338

Sohn von Bertram M. (225), Bürgermeister von 1312- 38. 1314 Vertreter der Stadt bei den Ausgleichsverhandlungen mit Bischof Burchard und 1330 bei den Verhandlungen  wegen der Anlage von Befestigungswerken in Schönberg. Seit 1310 Vorsteher des Johannisklosters. Gemeinsam mit seiner Mutter stiftete er eine Vikarie in St. Petri.  1314 stiftete er zwei Vikarien in der St. Johannis – Klosterkirche. Auf Grund der ihm von Papst Johann XXII. erteile Befugnis stiftete er 1320 eine halbe Dompräbende. 1310 kaufte er von der Stadt mehrere Äcker vor dem Burgtor. Mit dem früheren Vogt des St. – Johannis – Klosters Otto erwarb er 1317 das Dorf Timmendorf (B.L.U. 457 und 458).  1332 kaufte er Äcker vor dem Mühlentor.  1309 veräußerte er einen Teil des Hainholzes. Bei den schon wiederholt erwähnten Anleihen an Herzog Erich von Schweden war er beteiligt. Das Domkapitel hinterlegte 1335 bei ihm ein Kapital von 2300 Mark. Er war wohl der reichste Lübecker seiner Zeit; nach Ausweis des Niederstadtbuches war er bei einer großen Anzahl von Handelsgesellschaften mit Kapitaleinlagen beteiligt. – Er bewohnte das 1308 von ihm gekaufte Haus Königstraße 47, 49.

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Sein Siegel ist abgebildet: Milde, Lübecker Bürgersiegel 1, 5:

Siegel schildförmig; auf dem Schilde liegt ein schraffierter, schragenartiger Tischfuß, oder zwei in Form eines Andreaskreuzes übereinander gelegte ausgezackte Schrägbalken.

Umschrift zwischen Perlenlinien:   + S. HERMANNI  .  MORNEWECH

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Urkunden:

A. Lucia dicta Wullenpundes und ihre Töchter Ghesa und Windele, Wittwen in Lübeck, treten die ihnen von Gr. Hinrich v. Schwerin für 180 Mark L. verpfändeten 9 Hufen zu Wittenrode ab. Zeugen sind ihre Freunde Hinricus de Pleskowe, Herm. Mornewech und Arnold Wlome Cons.

Lub. 1323 in vig. beatorum Petri et Pauli apost. (Schweriner Geh.- u. Hauptarchiv).

 

B. Bischof Heiinrich Bockholt bestätigt eine von dem Lüb. Bürger Johannes dictus Holt in der Jakobikirche gestiftete Vikarie und ordnet zugleich an, in welcher Weise von dem jedesmaligen Inhaber derselben die von Johannes Holt ebenfalls gestifteten Beneficien an die an der Kirche angestellten Priester und an die Armen verteilt werden sollen. Als Zeugen haben Herman Mornewech, Arnold Wlome, Hermann Clendenst und Sifridus de Ponte ihre Siegel angehängt. 1328, fer. 6. infra octavam corporis Christi (Lübecker Archiv. Nach dem Reg. Capituli abgedr. Urkundenb. d. Bist. Lüb. I p. 655 Nr. 534).

 

C. Bischof Heinrich v. Lübeck bestätigt die Stiftung einer Vikarie in derMarienkirche zu Lübeck von Herman Clendest. 1328, fer. 6. ante festum b. Dyonisii mart. et sociorum eins. Es hingen an der Urkunde 7 Siegel:

1) B. Heinrich, 2) fehlte, 3) Herm.Clendest, 4) Herm. Mornewech, 5) Arnoldus Wlome, 6) Sifridus de Ponte und 7) Arnoldus de Bardewick.

(Lübecker Archiv. Nach dem Reg. Cap. abgedr. Urkundenb. d. Bist. Lüb. I p. 671. Nr.538)

 

D. Bischof Heinrich Bockholt bestätigt 3 Vikarien in der Marienkirche zu Lübeck, die Arnold Wlome civis Lub. mit Gütern in dem Dorfe Westergolnitze in terra Pole und anderen gestiftet habe. 1328, sequenti die b. Andreae apost. Als Zeugen haben ihre Siegel angehängt Arnoldus de Bardewich, Herman Mornewech, Herman Clendest und Sifridus de Ponte.  (Schweriner Geh. u. Hauptarchiv).

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Lutterbeck 161 / S.310 / 312:

Wirtschaftliche Verhältnisse: siehe dort –sehr ausführlich.

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Wikipedia : https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Morneweg  (Auszug 15.09.2018)

Hermann Morneweg, vereinzelt auch Mornewech geschrieben (* um 1270 wahrscheinlich in King’s Lynn (England); † 25. Januar 1338 in Lübeck), war Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.

Leben
Hermann Morneweg wurde 1306 Ratsherr in Lübeck und 1312 Bürgermeister. Er war der Sohn des Ratsherrn Bertram Morneweg, der vor seiner Rückkehr nach Lübeck ein erfolgreicher Kaufmann in King’s Lynn war und zu den Stiftern des Heiligen-Geist-Hospitals zählt. Seine Mutter war Gertrud Morneweg († 1301), die nach dem Tod ihres Mannes dessen Geschäfte fortsetzte.

Hermann Morneweg war verheiratet mit Tiburga Raceborg und wohnte in der Königstraße 47–49. Er war der reichste Lübecker seiner Zeit und stiftete zwei Vikarien in der St. Johanniskirche in Krummesse beim Altar des hochheiligen Johannes und Bartolomäus und unterhielt sie mit Einkünften aus der Wohnung am Ratzeburger See, im Gau Kaköhl. Sein Enkel Diedrich Morneweg wurde ebenfalls Ratsherr in Lübeck.

Quelle und Literatur
Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie. Lübeck 1925, Nr. 299
Lübecker Beiträge zur Familien- und Wappenkunde – Herausgegeben vom Arbeitskreis für Familienforschung e.V. Lübeck Heft 17/18 im Oktober 1981
Unterlagen Hans-Thorald Michaelis

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Quellen:
1. AL Ad.Becker
2. Bau- und Kunstdenkm. Bd. IV,1.  S. 22
3. Ratslinie (299) Hermann Morneweg
4. Milde, Lübecker Bürgersiegel 1, 5
5. v. Melle Notitia, S.111
6. Lutterbeck 161 / S.310
7. Wikipedia : https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Morneweg  (Auszug 15.09.2018)