9.190. Plönnies, Hinrich

Plönnies

14. Generation

9.190.             Plönnies,  Hinrich
9.192.   Sohn von Hermann Plönnies Bürgermeister zu Lübeck, und   Anna Witte 2.
geb. Lübeck um 1520

Hinrich Ploennies

Hinrich Ploennies


gest. Lübeck 17.10.1580
verh. Lübeck um 1455
9.191.            Kerkring, Anna
9.193.  geb. Lübeck 1532
gest. Lübeck 1587

Kinder:
1) Plönnies, Hinrich
geb. Lübeck,
gest.    in Spanien

2) Plönnies, Hermann
geb. Lübeck  ,   gest.   ..
Universität Siena  03.04.1594 (?)

3) Plönnies, Wilbrand
geb. Lübeck   ;                   gest. Königsberg i. Pr.

4) Plönnies, Catharina
geb. Lübeck                       gest.
verh.  Lübeck  mit
Kampferbeck, Hans,
geb. Feldhausen i. Westf. (?) …, gest. Lübeck 29.05.1573,
Tuchhändler zu Lübeck, im Rat seit 1562, Kirchenvorsteher von St. Petri 1564,
Unteradmiral der Flotte 1565/65 (Fahne, Westph. S.80); kinderlos (?),
(verh. 1. Ehe … Elsabe Schlüter, T. d. Kaufmanns Heinrich Sch. zu Lübeck und
der Elsabe N.)

4.596.  5) Plönnies, Friedrich; Kaufmann; geb. Lübeck um 1563;
gest. Lübeck 07.07.1616
verh. 1. Ehe Lübeck 03.12.159 mit Gruwel(s), Catharina
verh. 2. Ehe  Lübeck 13.01.1600
4.597.  von StitenElisabeth ,geb. Lübeck um 1570, gest. nach 1617

6) Plönnies, Margarethe,
geb. Lübeck .um 1565,  gest. …
verh. Lübeck 11.01.1590 mit
Wedemhoff, Johann,  geb. Lübeck 24.03.1562, gest. Lübeck 11.10.1602,
Lic. jur., Ratsadvokat zu Lübeck, Sohn von Hinrich W. aus Münster, Ratsherr zu
Lübeck 1588, Kaufmann ebd. (Fehling 703), wohl reichster Bürger seiner Zeit,
gest. ebd. 22.02.1589, Epitaph in d. Marienkirche (BKL II,342) u.d. ersten Frau
Gertrud Langermann aus Hamburg, gest Lübeck 28.06.1567,
- 3 Kinder Wedemhoff.

4.595.  7) Plönnies 2, Elisabeth (Elsabe)
geb. Lübeck  um 1570, begr. Lübeck 05.08.1608
verh. Lübeck um 1595
4.594.   MilliesHans; Kaufmann zu Lübeck; geb. Lübeck um 1570;
gest. Lübeck   .02.1615
S. v. Hans M., gest. Lübeck in der 6. Woche in der Fasten 1576, u.d.
Agnete von Achelen.
(er verh. 2. Ehe Lübeck 02.05.1609 mit
Boje, Maria;                  geb.                 gest.

8) Plönnies, Johann,  geb. Lübeck,       gest. …
Universität Siena, 02.03.1593, unverehelicht.

9) Plönnies, Anna
geb. Lübeck …  gest.   im Kindbett
verh. Lübeck …
Grentzien, Johann,  geb. Lübeck …, gest. Lübeck …
(S. v. Johann G., begr. Lübeck 01.06.1586 u.d. Telseke Kruselmann.)

10) Plönnies, Diedrich
geb. Lübeck  um 1575/80,  gest. Stettin  (nach 1630)
Univers. Frankfurt/Oder 1589, Rostock 1594, Dr.jur.utr. 1602, fürstl.
pommerscher Rat, Hof- und Konsistorialrat zu Stettin, Canonicus ebd.;
verh. 1. Ehe Rostock 22.02.1603
Camerarius, Sophia; geb. Rostock  1578, gest. Stettin 10.09.1614, T. v.
Henrich C. aus Braunschweig, Dr.jur.utr., Professor der Rechte, Stadtsyndikus
und Gesandter zu Hansetagen zu Rostock , u.d. Margarethe Dobbin
aus Rostock.
verh. 2. Ehe Stettin 16.06.1617
von Troye, Anna, geb. Stettin um 1590, gest. Stettin nach 1693, kinderlos.
(sie verh. 1. Ehe Stettin um 1602 Simon Gieselbert (-brecht),
Bürgermeister zu Stettin).

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Bilder:
1. Ein Ölbild von Hinrich Ploennies hing im Vorsaal zu Kriegsstube des Rathauses  zu Lübeck, jetzt im
     Roten Saal des Rathauses.
2. Sein Epitaph in der Marienkirche : Sein Schild war vormals in St. Marien beim Uhrwerk am Pfeiler zu
    sehen mit der Unterschrift:
    „Anno 1580. 17. Octobr. pie obiit praeclarus D. Henricus Plönnies Proconsul huius civitatis. »
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Ostern 1538 war Heinrich Plönnies in der Universität Rostock immatrikuliert.  (Q5)

Matrikel Rostock-1538

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Ratslinie (673) Heinrich Plönnies.              Ratsmitgl. 1559 – 1580

1559 Ratsherr. 1572 Bürgermeister. Kämmereiherr 1571 und 72. (Aug.) 1571 mit Benedikt Schlicker (665) in Kopenhagen. 1573 und 74 in Uelzen, um die Stadt Lüneburg mit Herzog Julius von Braunschweig auszusöhnen. Mit einer Gesandtschaft an Herzog Ulrich von Mecklenburg 1579 betraut. – Sohn des Bürgermeisters Hermann Plönnies (613) und mit einer Tochter des Ratsherrn Heinr. Kerkring (609) verheiratet. Hoeveln (696) sagt in seiner Chronik von ihm: „ er war ein verständlich Mann, wußte sich gegen hohe und niedern Stande zu schicken.“
Wohnung: Königstr. 41. Sein Bild hängt im Vorsaal der Kriegsstube. gest. 17. Okt. 1580.

Aufzeichnungen Adolph Becker:
Hinrich Plönnies. Bürgermeister zu Lübeck,
wurde etwa 1510 zu Lübeck geboren, als Sohn des aus Münster eingewanderten und 1529 zum Bürgermeister erwählten Hermann Ploennies, wurde am 15.11.1559 Ratsherr, 1571/72 Kämmereiherr und 1572 Bürgermeister zu Lübeck.  1573 war er in Uelzen, um die Stadt Lüneburg mit dem Herzog Julius von Braunschweig auszusöhnen. Obgleich er auf der Rückreise, um den Nachstellungen des Herzogs Magnus von Lauenburg, welcher ihn „aufheben“ lassen wollte, zu entgehen, einen Umweg nehmen musste und so der ihm verkundschafteten Gefahr nur mit genauer Not ausweichen konnte, wurde er gleichwohl im folgenden Jahre 1574  abermals oberwähnter Irrungen halber nach Uelzen geschickt.
Bürgermeister Höveln sagt von ihm in seiner Chronik: „Er war ein verständlich Mann, wusste sich gegen hohen und niedern Stand zu schicken.“
Hinrich Ploennies war verheiratet mit  Anna Kerkring (geb. Lübeck 1532, gest Lübeck 1587), Tochter des Lübecker Ratsherrn Hinrich Kerkring (geb. 1475, gest. Lübeck 12.1.1540).
Hinrich Ploennies starb am 17.10.1580. Sein Ölbild hängt im Vorsaal zur Kriegsstube des Lübecker Rathauses und trägt auf dem Holzrahmen folgende Inschrift:
DN. Heinricus Ploennies 9 Armor. Cos. obeit AO 1580. 17. Octob. Aetat. ..
zu deutsch: Herr Heinrich Ploennies, im 9.Jahr Bürgermeister, starb am 17. Oktober 1580 im Alter von … .

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Wikipedia:

Heinrich Plönnies (* um 1520 in Lübeck; † 17. Oktober 1580 in Lübeck) war Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.

Heinrich Plönnies war Sohn des Lübecker Bürgermeisters Hermann Plönnies. Er studierte ab 1538 an der Universität Rostock.[1] Plönnies wurde 1559 in den Rat der Stadt gewählt und war dort in den Jahren 1571 und 1572 Kämmereiherr. 1571 vertrat er die Stadt gemeinsam mit dem Ratsherrn Benedikt Schlicker in einer Gesandtschaft an den königlich dänischen Hof in Kopenhagen. 1572 wurde er im Rat zu einem der Bürgermeister der Stadt bestimmt. 1573 und 1574 vertrat er die Stadt in Lüneburg bei Verhandlungen mit dem Ziel einen Vergleich zwischen der Stadt Lüneburg und Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel zu erreichen und diese auszusöhnen. 1579 war er als Gesandter der Stadt bei Herzog Ulrich von Mecklenburg.

Heinrich Plönnies war mit einer Tochter des Lübecker Ratsherrn Hinrich Kerckring verheiratet und wohnte in der Breiten Straße 41. Der Rat räumte ihm den Nießbrauch an Gut Strecknitz ein. Sein Porträt befindet sich in der Bürgermeistergalerie im Lübecker Rathaus. Eine Tochter heiratete den Lübecker Kaufmann und Chronisten Hans Millies.

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Bildbeschreibung:
Auf braunem Hintergrund ist von einem olivbraunem Vorhang umgeben die stehende Figur (Kniebild) von Hinrich Plönnies gemalt, der ein schwarzes Barett und ein schwarzes Wams trägt, das in der Mitte mit rotbraunem Pelz verbrämt ist. Die schwarzen, am Oberarm geschlitzten Ärmel sind in der Häöhe des Ellenbogens ebenfalls mit rotbraunem Pelz verbrämt, an den Vorderarmen sind die Ärmel des Untergewandes korinthrot. Weißer Halstüllkragen und weisse, aus den Ärmeln hervorragende Tüllmanschetten. Dunkelbrauner Bart, braune Augen, gelbrote Gesichtsfarbe, rote Wangen. In den Händen Handschuhe, an dem zweifach beringten linken Zeigefinger das Petschaft in reichverzierter metallner, durchbrochener Kapsel von Kugelform. Oberhalb der rechten Schulter ist auf dem Hintergrund das Wappen gemalt. Auf schwarzem Grunde ein goldener Doppeladler, überdeckt durch einen mit 3 goldenen Sternen belegten roten Schrägrechtsbalken. Auf dem gekrönten Helme ein offener, rot-silberner Flug, je mit goldenem Stern belegt. Helmdecken: rot – silbern.

Nach Siebmacher III.3. S.16 Tafel 16, 1870  ist das Plönnies’sche  Wappen ein silberner (nicht goldener) Doppeladler auf blauem (nicht schwarzem) Grunde. Auf dem Helme ein blau (nicht rot) – silberner Flug. Helmdecken blau (nicht rot) – silbern.

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Lübeckisches Münz- und Medaillenkabinet
books.google.de/books?id=kGEYAAAAYAAJ
  ,  Ludolph Heinrich Müller - 1790

Münze Lübeck – 1580 – mit Zeichen von Hinrich Plönnies

 

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Quellen:
1. Ratslinie (673) Heinrich Plönnies.
2. Aufzeichnungen Adolph Becker:  Hinrich Plönnies.
3. Lübeckisches Münz- und Medaillenkabinet books.google.de/books?id=kGEYAAAAYAAJ  ,  Ludolph Heinrich Müller - 1790
4. https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Pl%C3%B6nnies  (24.05.2016)
5.  Universität Rostock: Matrikel der Universität Rostock: 1419 WS – 1760 SS;   Rostock2010
Persistente Identifier (Werk): http://rosdok.uni-rostock.de/resolve/id/rosdok_document_0000000176Persistente Identifier (Seite): http://rosdok.uni-rostock.de/resolve?id=rosdok_document_000000000176&img&page=0297
Persistente Identifier (Werk): http://rosdok.uni-rostock.de/resolve/id/rosdok_document_0000000024