42. Prieger, Ferdinand Carl

Prieger

6. Generation

42.       Prieger, Ferdinand Carl 
Sohn von Johann Erhard Peter Prieger, Dr.med. in Kreuznach, und Maria Philippina geb. Ackva
Kaufmann in Manchester, Rittergutsbesitzer von Schloß Gereuth;
geb.  Bad Kreuznach 06.12.1821;     get. Bad Kreuznach 31.12.1821;
gest. Bamberg 14.12.1887;               begr. Schloß Gereuth, Unterfranken
verh. Paris, Dtsch-ev-Pfarrkirche zu Billettes, Frankreich 26.05.1855
43.       Banck, Auguste Sophie
Tochter von Johann Erich Banck, Plantagenbesitzer und Zuckerfabrikant
auf Java, und Caroline Wilhelmine Dorothea Hoff.
geb  Soerabaja, Java 25.07.1831; get.  Soerabaja, Java 08.12.1837 (Protestantsche Gemeente)
gest.  Schloß Gereuth, Unterfranken 14.07.1911;
begr.  Schloß Gereuth, Unterfranken 1911

Trauung Ferd.Carl Prieger oo Auguste Sophie Banck – Paris 1855

Dagblad van Zuidholland en ‘s Gravenhage 08-06-1855

43. Auguste Sophie Prieger geb. Banck

42. Ferdinand Carl Prieger

42. Ferdinand Carl Prieger

43. Auguste Sophie Banck, get. 8.12.1831 Soerabaia

43. Auguste Sophie Prieger, geb. Banck – gest. 14.07.1911

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43. Aug.Sophie Prieger-Banck -Sterbeurk-1911-b

43. Aug.Sophie Prieger-Banck – Sterbeurk-1911-a

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42. Ferdinand Carl Prieger – gest. 14.12.1887

Ferdinand Carl Prieger (1821-1887)

Auguste Sophie Prieger,geb.Banck (1831-1911)

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                Grabsteine auf dem Familienfriedhof Prieger in Gereuth  (Fotos 2006)

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Bilder:
Ferdinand Carl Prieger
1. Foto, ganze Figur, 1886, Kreuznach, 65 Jahre alt,
2. Foto, Ausschnitt des Bildes 1.
Auguste Sophie Prieger, geb. Banck
1. Lichtbild

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Ferdinand Carl Prieger 

„Kaufmann in Manchester, Rittergutsbesitzer von Schloß Gereuth.
Er besuchte das Gymnasium in Kreuznach bis zur mittleren Reife, anschließend kaufmännische Lehre in einem Textilgeschäft in Frankfurt/Main. Anfang der 1840er Jahre zog er nach Paris und siedelte nach erfolgreicher Tätigkeit dort, auf Empfehlung nach England über, trat in die Dienste der Firma RAU & CO., Manchester, ein, wo er es bis zur Prokura brachte. Er begründete dort seine eigene Textil-Import-Firma unter dem Namen
PRIEGER, STÖHR & CO.
1857, nach dem Tode des Schwiegervaters Johann Erich BANCK , der ein Riesenvermögen hinterlassen hatte, das teils in Holland, teils in Deutschland angelegt war, bevollmächtigte die Witwe BANCK ihn und seinen Bruder, Dr. Oskar PRIEGER, der mit der Tochter aus ihrer 1.Ehe, Friederike de VOS, verheiratet war, mit der Vermögensverwaltung. Ferdinand PRIEGER kehrte nach Deutschland zurück und nahm seinen Wohnsitz vorübergehend in Kreuznach und Hanau. Auf der Suche nach einem Großobjekt bot sich die Herrschaft Gereuth, damals im Besitz der Bankiersfamilie v. HIRSCH in München und Würzburg an. Ursprünglich auf den Namen der Witwe BANCK geb. HOFF erworben, trat diese etwa nach einem Jahr, 1859, den Besitz an die beiden Schwiegersöhne ab und zog sich nach Holland zurück. Die Brüder Oskar und Ferdinand führten die Verwaltung bis 1863 gemeinsam, dann ließ sich Oskar abfinden, zog nach Bonn und verbrachte den Rest seines Lebens im großen Stil als Rentner. Ferdinand blieb somit Alleinbesitzer der Herrschaft Gereuth. Er suchte, obwohl Nicht-Landwirt, sich in die verschiedenen Sparten der verzweigten Betriebe (u.a. Großmühle, Sägewerk, Metzgerei, Brennerei usw.) mit mehr oder weniger Erfolg einzuarbeiten, hatte vor allem gut eingearbeitetes Personal zur Hand.

Nach und nach zog er sich auch aus seinem Geschäft in Manchester zurück. Er muß mit seinem Compagnon eine menschliche Enttäuschung erlebt haben, die ihn innerlich sehr mitgenommen hat. Seitdem wurde er allem Anschein nach ein verbitterter, enttäuschter und launischer Mann, worunter seine Familie zu leiden hatte. Auch die anfangs so glückliche Ehe scheint in späteren Jahren getrübt gewesen zu sein. Er starb, 66jährig, am Herzschlag im Büro seines Rechtsanwalts in Bamberg, als er seine Ehescheidung besprechen wollte.“  [1]

Seine Enkeltochter Louise Peltzer geb. Roemer, schreibt in ihren Erinnerungen u.a.:

Er war in Paris zu seiner kaufmännischen Ausbildung und ging nach seiner Verheiratung mit Auguste Sophie Banck nach Manchester, wo er an Webereien beteiligt war und viel Geld verdiente, auch hatte er Anteile an „Norddeutscher Wolle“. An ihn richteten sich auch die Mahnungen zu Bescheidenheit, als die Schwiegermutter Banck ihm und seinem Bruder Oskar, der eine andere Tochter  (der Schwiegermutter) Banck geheiratet hatte Schloß Gereuth mit den dazu gehörigen Gütern und Höfen als Morgengabe schenkte.

Ich habe merkwürdigerweise von Grossvater (Ferdinand) Prieger gar keine Erinnerung und kann mich doch von der Reise 1886, wo ich 4 Jahre alt war, an Grossmutter und verschiedene Onkels und Tanten so gut besinnen. Ich sehe nur den schlanken Herrn mit weissem Spitzbart, wie ihn das Foto zeigt. Er machte sich wohl nicht viel aus Kindern. …..  Er muss ein unruhiger, etwas cholerischer Charakter gewesen sein und Grossmutter hat es in ihrer Ehe bestimmt nicht leicht gehabt. Nicht, dass er sich für andere Frauen interessierte, denn obschon er sagte:“ toujours perdrix“ hatte er doch 9 Kinder. Ich glaube, er gehörte zu den Menschen, die nach dem banalen Spruch: „Wer angibt, lebt besser“  ihr Leben einrichten. Er war durch seine langen Auslandsjahre ein etwas grosszügiges Leben gewöhnt, und hier auf dem Lande und in dem kleinen Coburg wurde es ihm wohl manchmal zu eng. Er mochte es auch nicht, wenn seine Töchter im Familienkreise Handarbeiten machten, sie sollten musizieren und Conversation machen, was ihnen teilweise auch gelang, am besten der Jüngsten, Tante Liesel v. Hake, die sich zu einer guten Chopin-Spielerin herangebildet hatte. Übrigens sprachen die Töchter immer mit Liebe von dem Vater und keine hatte etwas von „Angeben“ – die Söhne vielleicht etwas, der stattliche, sehr gut aussehende John, der flotte Oskar, die beide bei den Bamberger Ulanen dienten, traten schon gerne etwas auf, Adrian hingegen garnicht, der Jüngste, Carl, als Landtags-Vicepräsident, – das konnte man so genau  auch nicht unterscheiden. Auch die Söhne sprachen mit Zuneigung und einer Art Bewunderung vom Vater, wie auch von der Mutter und doch ereilte ihn der Schlag, als er bei seinem Rechtsanwalt vorfuhr, um sich von Grossmutter scheiden zu lassen. Das war im Dezember 1887 fast an dem gleichen Tage, wie Grossvater Roemer starb.“

Im Jahre 1852 war die Anschrift von Ferdinand Carl Prieger in Manchester:
–       Prieger, F.C.  Booth St. . Manchester, Lancashire, England;   [7]

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Auguste Sophie Prieger, geb. Banck

Der Enkel Hans-Georg Prieger, der letzte Verwalter des Familiengutes Schloß Gereuth, schrieb:

„Die Großmutter Auguste geb. Banck wurde 1831 auf Java, damals Niederl.-Indien, geboren. Über Ihre Kindheit ist eigentlich nichts bekannt. Sie kam, wohl in sehr jungen Jahren, mit ihren Eltern nach Europa zurück. Ihr Vater, sehr erfolgreicher Großkaufmann, vor allem Rohrzucker-Importeur nach Holland, vermutlich ein frühzeitig gealterter und durch manche Enttäuschung verbrauchter Mann, lebte dann teils in Holland, teils in Paris, oft wohl auch in Hotels. Paris scheint ein von ihm bevorzugter Ort gewesen zu sein. Bei Kuraufenthalten in Bad Kreuznach lernte er mit seiner Familie das Haus Prieger kennen. Die Tochter aus der ersten Ehe seiner Frau – Beruf des ersten Mannes unbekannt –  Friederike (Rika) de Vos, heiratete Dr. Oscar Prieger, Ferdinands älteren Bruder. Dadurch lernten sich Ferdinand und Auguste kennen, und verliebten sich ineinander. Es vergingen aber Jahre, ehe sie heiraten konnten. Der Vater Banck lehnte einen ersten Heiratsantrag schroff ab, doch ließ sich Ferdinand dadurch nicht abschrecken. Schließlich ließ sich der „Alte“ doch umstimmen und gab nach. Die Trauung fand in der evang.-luth. Kirche in Paris statt.

Doch nun zurück zu meiner Großmutter. Sie wohnte in Gereuth im sogen. „westlichen Flügel“. Man begegnete sich, wenn meine Schwester und ich nicht gerade bei ihr zu Besuch waren, im großen Hausflur oder im Park, aber das oft Tage lang nicht. Das Verhältnis meines Vaters – und wohl auch seiner Brüder – zur Mutter blieb höflich, aber nicht gerade herzlich, das meiner Mutter zu ihrer Schwiegermutter korrekt, meine Mutter hat es nie an Ehrerbietung fehlen lassen, blieb aber distanziert.

Bei meiner Großmutter lebte bis zu ihrer Verheiratung, meine Cousine Irene Geldern geb. v. Hake, die Tochter von ihrer jüngsten Tochter Elisabeth (Lise), die unglücklich verheiratet und geschieden war und später ein etwas unstetes Leben führte. Irenes letzte Erzieherin, aus der französischen Schweiz, „Joujou“ genannt, fungierte zuletzt als Hausdame, war wohl eine Feldwebel-Natur. Meine Eltern mochten sie nicht, obwohl sie zu uns Kindern eine nette Art hatte. Es mag sein, daß infolge ihrer dauernden Anwesenheit das intim-familiäre Verhältnis gelitten hat. Der persönliche Verkehr beschränkte sich meistens auf Geburtstagsfeiern mit Familienessen, besonders auch an den großen Familientagen. Sonst blieb auch bei uns Kindern das Verhältnis zur Großmutter irgendwie distanziert. Wie sie starb, war ich sieben Jahre alt. Die große Trauerfeier bei ihrer Beisetzung hat mich stark beeindruckt.

Rückblickend muß ich feststellen, daß meine Großmutter ein schweres Leben hinter sich hatte. Ihren Mann, drei ihrer besten Kinder, zwei Schwiegersöhne, teils plötzlich und ganz unerwartet verloren, es waren schon harte Schicksalsschläge. Dabei ist sie, wie aus ihren Briefen hervorgeht, von Haus aus eine Frohnatur gewesen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie, auch in ihren älteren Tagen, über ihr Schicksal geklagt hätte.
Ich habe ihr zeitlebens ein gutes Andenken bewahrt.“

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In einem Brief schreibt Louise Peltzer, geb. Roemer 1959:

„…Wie es nun kam, dass Grossmutter Sophie Auguste Grossvater Ferdinand Prieger in Paris kennen lernte, weiss ich nicht mehr genau, aber ich erinnere mich gut, dass Grossmutter öfter erzählte, wie Napoleon III im selben Hotel wohnte und sie vom Nachbarbalkon mit „Bonjour mesdames“ begrüsste. Und die Civiltrauung fand in der Preussischen Gesandtschaft am 26.5.1855 statt. Die Akte habe ich selbst gesehen in Gereuth – jetzt ist sie wie so vieles verbrannt. Desgleichen spielte sich diese Trauungszeremonie für Grossmutter Auguste Sophie auf der Niederländischen Gesandtschaft ab. Ich habe später in Gereuth mit Hilfe eines niederländischen Wörterbuches das Dokument ins Deutsche übersetzt.

Die Grosseltern zogen nun nach ihrer Verheiratung nach Manchester, wo sich Grossvater mit der Textilindustrie befasste. Hier wurden auch die beiden ältesten Söhne John und Oscar geboren. Als Grossvater sich 1858 entschloss, nach Deutschland zurückzukehren, hatte er ein hübsches Vermögen beisammen, ausserdem war er noch Teilhaber der Norddeutschen Wolle und wollte sich nun einer ruhigeren Beschäftigung hingeben. Meine Mutter, Auguste Luise ist schon in Kreuznach im Hause ihres Grossvaters, des Geheimrats, geboren. …“

In ihren Jugenderinnerungen schreibt Louise Pelzer, geb. Roemer:

„Im Sommer des gleichen Jahres (1886) fuhren wir zu den Großeltern Prieger nach Schloß Gereuth in Unterfranken.  ……
Dann waren wir in Gereuth. Ich besinne mich gut auf den großen Schloßhof, mit den dicken Steinplatten. In einer Ecke saßen die Großen in der Sonne und aßen die nachmittägliche dicke Milch. Eine gleichaltrige Kusine Prieger und ich (Aenny war noch zu klein) wurden an den Tisch der Großen gerufen, bekamen auch einen Teller Milch, geriebenes Brot darauf und Zucker und wanderten sehr vorsichtig über den Hof zum hohen schmiedeeisernen Gitter, auf dessen Mäuerchen wir unsere Teller setzten.
Wenn wir standen, waren wir gerade groß genug, um essen zu können. Wir kamen uns sehr groß vor! Es sind nur wenige Einzelheiten aus der damaligen Gereuther Zeit, an die ich mich erinnere. So standen in der ersten tiefen Fensternische des langen breiten Korridors gleich bei der großen Steintreppe, zwei riesenhohe Räder. Sie kamen mir ganz unbegreiflich und unheimlich vor. Als wir mal auf dem Wege nach Untermerzbach spazieren gingen, sauste etwas Glitzerndes an uns vorbei, und hoch oben saßen geduckt zwei Männer, es waren Onkel Ernst und Onkel Adrian Prieger auf den damaligen Fahrrädern – wir staunten ihnen nach.

An einem Tag war mir schon aufgefallen, daß mittags die Glocken so ausgiebig läuteten (denn in Schönwalde läutete nur eine große Glocke). Wie ich nun wieder mal in meinem Sandhaufen am Türmchen saß, kam Großmama die Eichenallee gegangen und sagte: „Unser König ist gestorben darum läuten die Glocken.“ Unser König ‑ und gestorben? Ich kannte nur den alten Kaiser, und der lebte in Berlin. Irgendwie dämmerte mir doch, daß ich hier in einem anderen Lande war. Davon, daß es das unglückselige Ende von Ludwig II. war, das sich kurz vorher abgespielt hatte, sagte Großmama natürlich nichts.

Einmal, an einem schönen heißen Nachmittag, packte man uns mit in ein schon sehr volles Wägelchen ein. Es ging los nach Truschendorf zum Baden in der Itz. In einem Bretterhäuschen wurde sich aus‑ und umgezogen Wir Kinder durften aber nicht baden, weil das Wasser zu tief und reißend war. Ich stand also am Geländer und sah mit Staunen auf das Gewimmel von Körpern und wasserspuckenden Köpfen und was sich da unten mit viel vergnügtem Geschrei herumtummelte. Es waren ja auch so viele Tanten ‑ Mutter war auch dabei. Die Tanten saßen auch manchmal auf den Heu‑Haufen, auf den großen Wiesen im Park; sie hatten alle weiße Batistkleider an mit breiten Schärpen.  …..“

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Im Februar 1862 erhielt Emil Moritz Stoehr, Manchester, für Ferdinand und Bruder Oscar Prieger ein Patent für „ Improvements in the manufacture of manganese and in the combination of manganese with other metals“ [2]. Bei Stoehr handelt es sich wohl um Ferdinands Geschäftspartner in Manchester. Wie die Priegers zu diesem Patent gekommen sind, und was für Beziehungen sie zur metallurgischen Forschung oder Verarbeitung hatten, ist noch unklar. Erstaunlich ist ein Artikel in der Chemiker-Zeitung vom 3.5.1885 [3], in dem über moderne Metall-Legierungen berichtet wird:

„ .. c) Manganbronze. An deren Erfindung erscheinen betheiligt Alexander Parkes, J. D. Morries Stirling und Dr. P r i e g e r aus Bonn, welch Letzterer neben Ferromangan mit 80 Proc. Mn zuerst auch Cupromangan direct durch Reduction aus einer Mischung von Kupferoxyden mit Mangan dargestellt hat. Mit der billigen Erzeugung von Ferromangan im Grossen in Mitte der 70er Jahre ward die Darstellung der Manganbronze erheblich gefördert.  ….“

Prieger – Patent England – 1862

Einen weiteren Hinweis auf Priegersche Aktivitäten im Bergbau- bzw. Mangan-Bereich ergeben sich aus den Aufzeichnungen von Elise Prieger, Schwester von Ferdinand und Oskar: [4]

„In diesem (1854) oder dem folgenden Jahre reiste Priegers jüngster Sohn Carl (geb. den 10. Aug. 1831), der das Bergfach studiert hatte, nach Amerika, dort, auf Anraten seines Bruders Ernst, der seit seiner Verheiratung 1846 dort weilte, eine Beschäftigung zu suchen, doch kehrte er nach einigen Monaten  zurück, ohne in seinen Erwartungen befriedigt worden zu sein. Bald darauf veranlasste er seinen Vater und seine Brüder, das Mangan-Bergwerk Löfflerhammer bei Ilmenau zu kaufen und später Eisengruben bei Singen und im Nassauischen, die ihm vollständige Beschäftigung und pekuniäre Befriedigung brachten und sowie ihm, seinen Brüdern grossen Vorteil.“

Über diese Aktivitäten liegen keine weiteren Nachrichten vor. Ferdinands Sohn Oskar war auch im Bergbaugebiet Ilmenau tätig. 1896 „erwarb Oscar Prieger das Flußspatvorkommen bei Oehrenstock (Ilmenau/Thüringen) durch seine Schwester – verheiratete von Hake, die in der Villa Elisabeth in Oehrenstock wohnte.“
Über das Mangan-Bergwerk Löfflerhammer konnte ich bisher nichts erfahren.

Durch Zufall gelang es 2008, eine Originalrechnung aus dem Jahre 1873, an den Ferd. Priegerschen Gutsbetrieb in Gereuth über
1 Wagenladung, 200 Ztn. frische grüne Rapskuchen,  zu erstehen.

Umschlag Prieger – Gereuth 1873

Prieger – Rechnung 1873

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Offenbar war F.C. Prieger in den Jahren 1868-1877 in Bamberg als Besitzer oder Teilhaber einer Brauerei tätig.
„In der Eigentümergeschichte der Brauerei „zum Bären“  taucht von 1868 bis 1876 auch der Name „F.C. Prieger“ auf. Es liegt nahe, dass Ferdinand Carl Prieger Eigentümer dieser Brauerei war und sie verwalten ließ. Allerdings sind die Hinweise auf ihn und seine Brauerei in diesen Jahren recht spärlich. “ [8]

 

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Gereuth – 2006

Gereuth-Rückseite-2006

 

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 9 Kinder

42.1. Prieger, John
Gutsbesitzer; Rittmeister d. Reserve; Familienobmann
geb. Manchester 23.04.1856;
gest. Schloß Gereuth 17.11.1899; begr. Schloß Gereuth
unverheiratet

42.2.  Prieger, Oskar
auf Gereuth
geb.  Manchester 04.08.1857,
gest.    30.09.1939 , begr.  Schloß Gereuth
unverheiratet.

42.3.  Prieger, Auguste Louise
 =  21. geb. Bad Kreuznach 18.10.1858; get. Bad Kreuznach 10.03.1859; gest. Marienau bei
Marienwerder, (Diakonissenhaus 27.07.1899; begr. Gr. Schönwalde, Westpr.31.07.1899
verh. Schloß Gereuth, Krs. Untermerzbach, Unterfranken 27.09.1879
20.  Roemer, Louis August Karl Wilhelm; Landwirt; geb. Ostrowitt, Kreis Löben,
Westpreußen 05.04.1852; get. Bischofswerder, Kreis Löben, Westpreußen 30.05.1852;
gest. Suggenthal, Kreis Freiburg, Baden 15.08.1896; begr. Groß Schönwalde,
Westpreußen 19.08.1896
5 Kinder

42.4. Prieger, Adrian
Gutsbesitzer; lebte in Gereuth.
geb. Schloß Gereuth 11.09.1859, gest. Gereuth 31.08.1928
begr.  Schloß Gereuth. Sein Grabstein auf dem Friedhof in Gereuth.
verh.      11.04.1901
von Heim, Johanna
geb.  Meiningen 20.01.1868,   gest. Truschenhöhe 21.04.1952, begr. Schloß Gereuth
2 Kinder:

Grabstein Friederike Auguste Prieger
Charlotte Plümacher, geb.Prieger

42.5.  Prieger, Charlotte
geb.  Gereuth 17.08.1860,         gest.        03.03.1945
verh. 1. Ehe  05.11.1898
Lange zu Langkerek (?)Ernst ,      geb.                 , gest.  10.05.1899
verh. 2. Ehe
Plümacher, Ernst                             geb.                    gest.     1928

42.6. Prieger, Friederike (Rika) Auguste
geb. Gereuth 22.12.1861, gest.  Schloß Gereuth 03.10.1895,
begr. Schloß Gereuth; Grabstein auf dem Friedhof in Gereuth.

42.7.  PriegerCarl Ferdinand August
geb. Schloß Gereuth 23.02.1863, gest. Schloß Gereuth 02.04.1864
begr. Schloß Gereuth. Sein Grabstein auf dem Friedhof in Gereuth.

42.8.  Prieger, Carl Ferdinand August
Gutsbesitzer;
Oberleutnant der Husaren, nach Unfall in Gereuth, 1899-1933 aktiver Politiker
(konservativ), M.d.L., zuletzt Geheim-Rat, lebte in Hafenpreppach und München.
geb. Schloß Gereuth 26.08.1864, gest. Hafenpreppach 09.07.1942
verh. Trier 12.05.1889
von HakeLonny
Tochter von Alfons von Hake, Major a.D., und Marie Hintze
geb. Gladow, bei Berlin 13.11.1864, gest. Coburg 28.10.1952
3 Kinder:

42.9.  PriegerElisabeth Philippina
geb. Schloß Gereuth 08.09.1868;
gest.      11.11.1914
verh.     23.04.1889;     geschieden/
von Hake, Alfred Gustav Emil Eberhard
1890 Secondelieutnant in Dresden
geb. Berlin 18.08.1863;            gest.
er verh. 2. Ehe
Schadow, Agnes
geb.                 gest.
2 Kinder

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Quellen:
1.  Hans-Georg Prieger, „Die Großeltern Ferdinand u. Auguste Prieger“, handschriftl.;
2.  Chronological index of patents applied for and patents granted … – Google Buchsuche-Ergebnisseite von Patent office – 1863      books.google.de/books?id=V9TSPdVTbm8C…
3. http://ebipol.p.lodz.pl/Content/927/ChZ_1885_Jh9_Nr_36.pdf
Chemiker-Zeitung, Nummer 36. Cöthen, den 3. Mai 1885. Jahrgang IX.
4.  Prieger, Elise; Lebensbild J.E.P.Prieger, Bad Kreuznach 1894, maschinenschriftliche Abschrift
5.  Götz, Ulrike: Gereuth – Schloß- und Kirchenführer, Specht-Verlag – Erlangen; 1998
6.  Prieger, Ferdinand Carl
7. 1852 Whellan and Co´s Directory of Manchester, S. 512 – Merchants and Others
8. Mitteilung von Dr. 
Christian Fiedler, Frankfurt vom 4.1.2018 www.bamberger-bier.de — www.facebook.com/bambergerbier