42.8. Prieger, Carl Ferdinand August

Prieger

42.8. Carl Prieger (1864-1942)

 

42.8.  Prieger, Carl Ferdinand August
Sohn von Ferdinand Carl Prieger, Kaufmann und Gutsbesitzer, und Auguste Sophie Banck
Gutsbesitzer; Oberleutnant der Husaren, 1899-1933 aktiver Politiker (konservativ), M.d.L.,
zuletzt Geheim-Rat, lebte in Hafenpreppach und München.

geb. Schloß Gereuth 26.08.1864,
gest. Hafenpreppach 09.07.1942
verh. Trier 12.05.1889
von HakeLonny
Tochter von Alfons von Hake, Major a.D., und Marie Hintze
geb. Gladow, bei Berlin 13.11.1864,
gest. Coburg 28.10.1952

Oberleutnant der Husaren, nach Unfall in Gereuth.1899- 1933 aktiver Politiker (konservativ) M.d.L., zuletzt geheimer Rat. Lebte in Hafenpreppach und München.
Nach dem Tode seines Bruders John Prieger -1899- wurde er als dessen Nachfolger zum Kreisvertreter des Bauernbundes gewählt. Auch im Landtag wurde er Erbe seines Bruders, denn die Wahlmänner des Wahlkreises Schweinfurt erkoren sich denselben zu ihrem Vertreter. [1]

Kollektive Biographie der Landtagsabgeordneten der Weimarer Republik 1918 -1933 BIOWEIL Bayern:
–  Prieger, Karl: 1920-1924 (DNVP), 1924-1928 (DNVP)[2]

Karl Prieger [3] (1864-1942), 1920 bis 1925 Präsident der Landesbauernkammer (aus: Amtliches Handbuch des Bayerischen Landtags, hg. vom Landtagsamte, München 1925)

Bayerische Landesbauernkammer, 1920-1933
Die bayerische Landesbauernkammer, die zeitgenössisch auch als Bauernparlament bezeichnet wurde, war das Spitzengremium der bayerischen Bauernkammern. Sie wurde per Gesetz vom 20. März 1920 eingerichtet und 1933 wieder aufgelöst. Diese berufsständische Interessenvertretung wurde von Vertretern der BVP als erster Schritt auf dem Weg zur Errichtung einer berufsständischen zweiten Kammer gesehen. Die Landesbauernkammer engagierte sich vor allem auf wirtschafts- und steuerpolitischem Gebiet. Während der gesamten Zeit ihres Bestehens war Michael Horlacher (1888-1957, BVP) ihr geschäftsführender Direktor. Präsident der Kammer war von 1920 bis 1925 Georg Heim (1865-1938, BVP) und von 1925 bis 1933 Karl Prieger (1864-1942, Bauernbund).

42.8. Carl Prieger (1864-1942)

………   Diese Gruppierungen waren: der Christliche Bauernverein, der Landbund, der Bauernbund und der Landwirtschaftliche Verein. Nach der Wahl 1925, aus welcher der Landbund als stärkste Gruppierung hervorgegangen war, setzte sich der Bauernbündler Karl Prieger (1864-1942) in einer Kampfabstimmung gegen Georg Heim durch und war bis zur Auflösung der Bauernkammer deren Präsident. Vorübergehend (bis Oktober 1926) war der Christliche Bauernverein als Folge dieser Auseinandersetzung nicht im Präsidium vertreten. Nachdem sich die Wogen wieder geglättet hatten, verlief die weitere Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen erneut vergleichsweise harmonisch.

Aus den Wahlen 1930 ging wiederum der Christliche Bauernverein als stärkste Gruppierung hervor. Präsident der Landesbauernkammer blieb aber dennoch der Bauernbündler Prieger (Ratjen, Die bayerischen Bauernkammern, 139-144).

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Kinder:

42.8.1.  Prieger, Alexa
geb.  Trier 02.03.1890
gest.     1970
verh. 26.08.1919
Riehl, Edgar
Dr., Chemiker, Direktor der Henkel-Werke
geb.  1889
gest.  1950
1 Sohn, gefallen 1942 in Rußland

42.8.2. Prieger, Helmuth
Bamberger Ulanen-Leutnant, (1. bayr. Ulanen) erfolgreicher Turnier-Reiter
geb. Coburg 12.07.1891
gef. bei Lagarde 11.08.1914

42.8.2, Prieger, Helmuth 1914

Sein Name ist auf dem Karlshorster Reiterdenkmal aufgeführt (Vorderfront) [4]

(… alle einst erfolgreiche Rennreiter, sowie endlich Lt. Prieger. Dieser, ebenfalls ein Bamberger Ulan, hielt sich bei dem bereits verstorbenen Trainer Fritz Althof in Hoppegarten einige Hindernispferde, die er meist auch selber ritt, wobei er ein mehr als achtbares Talent verriet. „Beinahe“ hätte er die „Armee“ gewonnen, doch reichte es schließlich nur für den zweiten Platz. Leider ist der junge Ulan bereits zu Anfang des Weltkrieges gefallen. )[5]

Über die Schlacht bei Lagarde und den Tod von Leutnant Prieger eine Beschreibung in
Das Gefecht von Lagarde am 11.08.1914 /Sieg deutscher Ulanen“ [6]

Auf dem Bild „Parade der vor dem Feinde gefallenen Rennreiter“,
Druck- Grafik – Lithographie nach einem Gemälde von Professor Wilhelm Barth, ist er mit 10 weiteren gefallenen Reitern abgebildet.

42.8.3.  Prieger, Lonny (Muschi)
geb. Gereuth 23.10.1895
gest.    30.09.1940
verh.                           (geschieden)
von Gusmann, Alfons
geb.                            gest. ca. 1982

                        2 Töchter

42.8.3.1. von Gusmann, Sybille
geb.     21.11.1923
verh. 1. Ehe
Treiber, Wilhelm
Dipl. Landwirt, Gutsbesitzer in Ziegelsdorf bei Coburg
geb.                            gest.   1962
verh. 2. Ehe
Preuschen, Gerhardt
Dr. agr., Prof., Landw. Experte
Wikipedia ; Gesellsch.f.Geschichte des Weines e.V. „Preuschen,Gerhard (1908-2004)“
geb. Darmstadt 22.1.1908
gest. Goslar 22.03.2004
er verh. 2.(?) Marie-Luise Schulz-Rosengarten.

42.8.3.2.  von Gusmann, Lonny-Gabriele
geb.    21.11.1923
verh.    1948
Blum, Eberhard
Botschaftsrat 1. Klasse , zuletzt Präsident des BND.
geb.     1919

 

 

 

 

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[1] Aufzeichnungen H.-G. Prieger
[2] http://hsr-trans.zhsf.uni-koeln.de/quantum/bioweil/bayern.htm
[3] Claudia Friemberger, Bayerische Landesbauernkammer, 1920-1933, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44422> (30.04.2008)
[4] von Ende, Gerd; Passion, Im Banne schneller PferdeDSV 2013, S.391
[5] O.Christ, Das Hohelied des Deutschen Amateur-Rennsports 1827 bis 1938, Verlag M.& H. Schaper, Hannover,1938, S.38 (Das Große Armee-Jagdrennen), S. 84 (Rennreiter, die fürs Vaterland starben)
[6] http://images.google.de/imgres?imgurl=http://i34.tinypic.com/3480u84.jpg&imgrefurl=http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php%3Ft%3D7121%26sid%3D934e2c3fda958586dca2482875f20821&usg=__4qIX3ziWkBriChLEi4AswcGzI-U=&h=368&w=1033&sz=235&hl=de&start=247&tbnid=Lnl-muUWxLZwQM:&tbnh=53&tbnw=150&prev=/images%3Fq%3DPrieger%26gbv%3D2%26ndsp%3D18%26hl%3Dde%26sa%3DN%26start%3D234
[7] 42.8.  
Prieger, Carl Ferdinand August – alte pdf-Version