20.2. Roemer, Louise

 

Roemer

20.2.    Roemer, Louise
Tochter von Louis Roemer, Rittergutsbesitzer, und Auguste geb. Prieger
geb. Groß Schönwalde, 06.01.1882
gest. Krefeld,  20.05.1961;                    Urnenbeisetzung Krefeld-Hauptfriedhof, 31.05.1961
verh. Berlin-Charlottenburg  16.08.1907 (Nr.545)
Peltzer, Alfred 
Professor Dr.phil., Kunsthistoriker;
Nichtetatmässiger ausserordentlicher Professor in Heidelberg,
(Sohn von Gustav Peltzer, Bruder von Walter);
Wohnung in Heidelberg: Zähringerstraße 4a
geb. Krefeld 16.08.1875                           gest. Heidelberg, 31.12.1914
Wintersemester 1912/1913 noch aufgeführt, ab Sommersemester 1913 nicht
mehr erwähnt.
keine Nachkommen

20.2. Louise Roemer – Alfred Peltzer – verh. Berlin 16.08.1907-a

20.2. Louise Roemer – Alfred Peltzer – verh. Berlin 16.08.1907-b

 

 

 

 

 

 

 

 

Aenny und Louise Roemer-Peltzer

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“Die Schwiegersöhne Pelzer bedrängten ihre Schwiegermutter Mathilde Römer auf Auszahlung der Mitgift ihrer Enkelinnen Liesel und Anni. So wurde das Rittergut Gr.Schönwalde an die Ansiedelungs-Kommission verkauft und der Erlös von 900.000 Rm. auf die 4 Enkel aufgeteilt. Mathilde Römer behielt nur das Recht, auf dem schlossartigen Gutshaus ihren Lebensabend bis zu ihrem Tode im Jahr 1911 zu fristen. Aus dem Priegerschen Erbe fielen jedem Enkelkind nochmals 30.000 Rm. zu. Liesels Gatte (der Dozent), verfiel der Schizophrenie und starb in einer Anstalt. Das grosse Erbe der beiden Schwestern Liesel und Änni war ohne Sicherheit als Hypothek auf der Pelzerschen Fabrik in Krefeld eingetragen und ging bei einer Krise restlos verloren. ” [1]

In den schweren Jahren zwischen 1945 und 1949 war Louise zusammen mit ihrer Schwester Aenny mehrfach nach Hardegsen im Solling gefahren, um ihren Bruder Fritz und die Nichte Inge mit den drei Söhnen, die dorthin im Kriege evakuiert worden waren, zu besuchen. Bei einem dieser Besuche, im Herbst, ging die ganze Familie in den umliegenden Wäldern Pfifferlinge und Bucheckern suchen. Die Pilze wurden vermutlich gegessen und waren für die damalige Zeit eine sehr willkommene Zugabe und die Bucheckern wurden abgeliefert – vermutlich gegen Gutscheine für Fett oder Margarine.

Louise Peltzer hatte Mitte der 1950er Jahre einen Schlaganfall, war ein Pflegefall, rechtsseitig gelähmt,  und lebte mit ihrer Schwester Aenny in einem Seniorenheim in Krefeld. Sie war geistig ausserordentlich rege und schrieb Ihre Jugenderinnerungen an Groß Schönwalde und einen nicht  beendeten Brief, angefangen am 08.12.1959 mit den Erinnerungen an die Familie, besonders über die Roemers, Priegers, Richters und Bancks. Die Daten und Personen sind teilweise verwechselt und vermutlich alles aus dem Gedächtnis niedergeschrieben, ohne Unterlagen.. Sie war bettlägerig und schrieb alles mit der linken Hand.

In ihren  Jugenderinnerungen an Groß Schönwalde gibt Louise Peltzer geb. Roemer ein sehr anschauliches Bild des Lebens auf dem Gut in Westpreußen in der Zeit zwischen ca. 1880 und ca. 1895 wieder. Leider gibt es keine Details über die Zeit, nachdem sie Groß Schönwalde verlassen hatte, über das frühe Ableben der Eltern und das Ende des Gutes für die Familie. Interessant wäre doch gewesen zu erfahren, warum nicht einer der Söhne das Gut übernommen hat, sondern sowohl Luck, als auch Fritz, sich jeweils eigene Güter kauften.

1. Seite der "Jugenderinnerungen"

1. Seite der “Jugenderinnerungen”

Geschwister Roemer + Manfred Peltzer

Geschwister Roemer + Manfred Peltzer

Krefeld  1950 – vor der Ausfahrt von Fritz Roemer nach Südafrika:

Fritz – Aenny -Manfred Peltzer – Louise

 

 

 

 

Brief der Schwester Aenny Blumstengel vom 03.06.1961

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Deutsche Biographie

Peltzer, Alfred
Übersicht

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Zitierweise

Lebensdaten   1875 bis 1914
Geburtsort      Krefeld
Beruf/Funktion  Kunsthistoriker ; Professor der Kunstgeschichte in Heidelberg
Konfession       keine Angabe
Normdaten      GND: 142744158 | OGND | VIAF
Namensvarianten Peltzer, Alfred

Quellen(nachweise) * Kalliope-Verbund

Literatur(nachweise) 

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von der Person ausgehende Verknüpfungen
Personen in der GND – Bekannte und Freunde  Thode, Henry

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.
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Dissertation von
Peltzer, Alfred – Deutsche Mystik und deutsche Kunst; Straßburg: Heitz, 1899
Okarrt. No Jacket. gr.8. 244 S. Mit Literaturverz.. (= Studien zur Deutschen Kunstgeschichte 21). — Wesentlich erweiterte Fassung einer Heidelberger Dissertation über die innere Verwandtschaft der deutschen bildenden Kunst von der Gotik bis zur Hochrenaissance und der deutschen Mystik zwischen Hildegard von Bingen und der Reformation.

Habitilationsschrift von
Peltzer, Alfred. – Über Malweise und Stil in der holländischen Kunst: Habitilationsschrift zur Erlangung der venia legendi der Philosophischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.  Heidelberg, Carl Winter’s Universitätsbuchhandlung, 1903

Peltzer, Alfred. Anthoni, der Meister vom Ottheinrichsbau zu Heidelberg
Impressum
Heidelberg : Winter, 1905
Umfang  25 S.

Link zum Zitieren
Dieses Werk im Bibliothekskatalog

Peltzer, Alfred. – Heidelberg in der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts
Heidelberg 1906
https://ia802601.us.archive.org/7/items/bub_gb_fus4AQAAMAAJ/bub_gb_fus4AQAAMAAJ.pdf
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Peltzer, Alfred-erw.1915-Brief M.Weber

Max Weber-Gesamtausgabe: Band II/9: Briefe 1915-1917
https://books.google.de/books?isbn=3161494814
Max Weber, ‎M. Rainer Lepsius, ‎Gerd Krumeich – 2008

 

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1. Auszug aus den Lebenserinnerungen von Max Zollenkopf; – Familie Römer betreffend -
(die Niederschrift von M.Zollenkopf übernehme ich unkommentiert. In verschiedenen
Passagen seiner  Aufzeichnungen kommt den Kindern Roemer gegenüber eine gewisse
Missgunst zum Vorschein).
2. Louise Peltzer, geb. Roemer, Jugenderinnerungen an Groß Schönwalde,
handschriftliche Aufzeichnungen ab Juni 1955
3. Louise Peltzer, geb. Roemer, Brief an Gernot Becker sen., angefangen am 08.12.1959