23. Amélie Suermondt, verh. Claassen

Suermondt

Max und Lili Claassen

Max und Lili Claassen

5. Generation

23.     Suermondt,  Amélie Lili
Tochter von William Suermondt und Emilie geb. Riema
geb. Wandre b/Lüttich  01.03.1866,
get. Wandre b/Lüttich  09.06.1866
gest. Hamburg 18.05.1964, begr. Urnenbeisetzung in Mainz
verh. Inowrazlaw (Hohensalza),Prov. Posen,  29.09.1885 mit:
 22.     Claassen, Maximilian Leopold Friedrich
Sohn v. Friedrich August Claassen, Mennonit, Besitzer der Güter Morroschin, Kahlbude, Brück und Pulvermühle, und Maria Karoline Louise Oertel
Fabrikant in Warschau, Besitzer von Gut Davidy bei Warschau;
geb. Rittergut Morroschin/Preuß. Stargard  15.12.1847,
get.  Mewe, Westpr., 04.05.1848, ev. Pfarramt
gest. Zoppot 23.07.1933 (Nacht vom 22. auf 23.7.1933), begr.  Zoppot – Mariental, ev. Friedhof
er verh. 1. Ehe in Warschau 1877/1878, mit:
Fuchs, Clara
einzige Tochter des Julius Fuchs,(geb. Danvitsch, gest. Dez. 1890 in Warschau), Fabrikant und
Brennereibesitzer in Warschau und Auguste geb.Heisler (geb. Gr Glogau, 26. 05. 1832,
gest. Warschau, Febr. 1891)
geb. Warschau 15.05.1855, gest. Warschau 05.05.1880

Sohn Alex Claassen aus 1. Ehe

5 Kinder

22.1.    Claassen, Henning  William Maximilian
geb. Warschau,  16.11.1886, get.  Warschau,  01.03.1887
gest. Berlin, Wannsee,  10.07.1907,     unverheiratet

22.2.    Claassen, Erich Hermann Maximilian
geb. Warschau , 26.12.1887, gest. Zoppot,  25.03.1906,     unverheiratet 

22.3.    Claassen, Günther Barthold Maximilian
Landwirt auf Gut Hamannshof in Mecklenburg,  SS-Oberführer, Polizeipräsident in Münster, Karlsruhe, später in Warschau
geb. Warschau,  01.12.1888, gest. Kornwestheim, 22.(23.?)07.1946
begr. U  Urnenbeisetzung in Mainz, Familiengrab Sauer,
verh. Lauersfort, Krs. Moers,   28.08.1919  mit:    (die Ehe wurde geschieden)
Liebrecht, Irmgard Louise Caroline Maria
Tochter von Bruno Liebrecht, Rittergutsbesitzer, und seiner Ehefrau Frieda Clotilde  Scheibler
geb. Lauersfort,  06.04.1898, gest. Rheinhausen,  27.10.1972
sie verh. 2. Ehe  in Ruhrort,  04.09.1934   mit:
                Kerkhoff, Klaus 
                Landwirt;, Sohn von Gerhard Kerkhoff, Reedereidirektor, und Gertrud Wittfeld;
geb. Duisburg, 08.12.1906;   gest.                    11.11.1982
4 Kinder aus 1. Ehe

22.4.    Claassen, Lotte Maximiliane 
geb. Warschau,  06.03.1890,
gest. Langendamm b. Nienburg,  13.03.1955, begr. Langendamm, 16.03.1955
verh. Zoppot, 28.06.1913  mit:
Schwahn, Erich Johann Hermann Ludwig
Oberst und Kommandeur der Schutzpolizei, Lehrer an der Kriegsschule in Danzig;
Sohn von Hermann Schwahn, Superintendent, und Clara Pelkmann;
geb. Groß Neudorf  bei Bromberg / Westpr.  28.06.1877
gest. Langendamm b. Nienburg, 03.04.1956, begr. Langendamm, 06.04.1956
2 Kinder

22.5.    Claassen, Ilse Gustava Maximiliane
=
11.   geb. Warschau,  07.04.1891, get. Warschau, ev. Augsburg. Gemeinde, 18.05.1891
gest. Otjiwarongo , Namibia, SW-Afrika, 27.07.1985, begr. Omaruru, Namibia, 05.08.1985
verh. Zoppot, Erlöserkirche, 25.09.1911  mit:
= 10.    Roemer, Friedrich (Fritz) Wilhelm
Landwirt, Rittergutsbesitzer auf Klein Zindel/ Oberschlesien (1911-1927)
ab 1927 Farmer in Südafrika;  Oberleutnant d.R. im Kürassier-Regiment Herzog Friedrich Eugen
von Württemberg (Westpreußisches) Nr.5;
geb. Rittergut Groß Schönwalde, Westpr. , 08.07.1888,
get.  Rittergut Groß Schönwalde, Westpr. , 18.07.1888
gest. Windhoek, Namibia, SW-Afrika,  16.03.1965, begr. Omaruru, Namibia,  03.1965
4 Kinder

 

Lili Claassen-Suermondt

Lili Claassen-Suermondt

Lili Claassen-Suermondt

 

 

Lili Claassen-Suermondt

Lili Claassen-Suermondt

 

Lili Claassen-Suermondt

Lili Claassen-Suermondt

 

 

   Lili Claassen-Suermondt

Lili Claassen-Suermondt

Lili Claassen-Suermondt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lili Claassen-Suermondt

Lili Claassen-Suermondt

Lili Claassen und Inge Becker

Lili Claassen und Inge Becker

 

 

 

 

 

 

 

Rathaus Danzig

Rathaus Danzig

Rathaus Danzig – Ausschnitt
Gemälde im Rathaus in Danzig, im “Weissen Saal”, gemalt von Prof. Ernst Roeber, Düsseldorf, gestiftet von Wilhelm Jüncke, einem Schwager von Max Claassen, Danzig. Das Rathaus ist im Kriege, März 1945, ausgebrannt und alles wurde zerstört.  (Das Bild muß vor 1896, Todesjahr von Wilhelm Jüncke, gemalt worden sein). Das Bild zeigt, wie der spätere Bürgermeister Eberhard Ferber 1493 auf dem Langenmarkt nach einem “Magenritt” gekrönt wird.
Die “Maienkönigin” wird dargestellt von Lili Claassen-Suermondt, dahinter, mit Käppchen, Weinbecher u. weißem Brusttuch, ihre Schwester Anita .
Ecke links:  Else – Agnes – Wilhelm – Albert – Jüncke.
Beschriftung auf der Rückseite des Bildes durch Lili Claassen-Suermondt.

Amélie (gen. Lili) Suermondt war am 1.März 1866 in Wandre (Q1) bei Lüttich in Belgien als erstes Kind des Charles William James  Suermondt und seiner Ehefrau Emilie geb. Riema geboren und ist am 9.Juni 1866 in Wandre durch Monsieur G.Prader, pasteur de l´ Eglise protestate de Liège getauft (Q2) worden. Ihre Paten waren:
Parrains   :   M.J. Suermondt d´ Utrecht;   Robert Dach  de Cologne
                    Marraines :  M-me Elisabeth Suermondt;   Madame Sophie Riema
Es sind dieses die Urgroßeltern Suermondt aus Utrecht, die Großmutter Riema aus Elberfeld, sowie Robert Dach, ein Studienfreund des Vaters. Robert Dach war auch in den Krisenjahren 1877/78 im Vorstand der Rheinstahl-Werke und an der Sanierung beteiligt.

(Urgroßmutter Lili erzählte oft, daß sie zum großen Kummer ihres Vaters “Amelie” getauft worden sei und nicht “Amalie” nach ihrer Großmutter. Tatsächlich aber wurde sie in den Urkunden als “Amélie” eingetragen.)

Ihr Vater war zu diesem Zeitpunkt Direktor der familieneigenen Kohlengruben in Wandre. Am 27.04.1866 hatte er wegen Auswanderung nach Belgien die preußische Staatsangehörigkeit verloren, diese jedoch am 14.11.1876 wiedererworben, für sich, seine Frau Emilie geb. Riema und seine drei minderjährigen Kinder Lili, Anita und Georg, (Q3) nachdem er bereits ab 1870 schon wieder in Meiderich/Ruhrort wohnte..

1866 – 1870 lebte sie in Wandre bei Lüttich in Belgien
1870 – 1878 in Meiderich/Ruhrort. Ihre Jugenderinnerungen , mit Beschreibung des
Lebens in Meiderich, “Schloß Stahlau”  usw. folgt in einem späteren Kapitel.
1878 – 1885, dem Jahr ihrer Hochzeit, lebte sie mit ihren Eltern in Inowrazlaw / Hohensalza, Westpr.;
(1885 wohnten Suermondts dort in der Bahnhofstraße) (Q4)
1885 – 1905 in Warschau, Alexanderplatz;    (Zuravia Str. 2)
“20 Jahre in Warschau, zog dann 1905 nach Zoppot, wo ich 20 Jahre Sommergast war” (Q5).
Auf  einer Postkarte, datiert Capri 23.4.1904, von William Suermondt an Lotte Claassen ist die
Anschrift: Noravia, Warschau, Russland (muss heissen “Zuravia”)
1905 -   (noch 1930)  in Zoppot, Rickertstraße 32 (Rickertstraße =Obroncow Westerplatte)
-  1936, (30.09.); in Zoppot, Bülowallee 3 – 8 (Bülowallee = Mickiewicza Adama)
1936,   (01.10.) – 1944, (25.03.) in Berlin-Steglitz (ausgebombt);
1938 – Adressbuch Berlin : Claassen – Amelie  Rentiere;   Steglitz, Birkbuschstr. 60 T
1944 – 1945 (14.09.) wieder in Zoppot (25.03.1945 Fall Danzigs) – Sie hatte einen Platz auf dem total überladenen Flüchtlingsschiff  “WILHELM GUSTLOFF”, das auf dieser, seiner letzten Fahrt von Danzig in Richtung Westen torpediert wurde und versank. Im letzten Augenblick hatte sie auf diese Fluchtmöglichkeit aus Danzig verzichtet. Am 14.09.1945 flüchtete sie in Richtung Westen, zunächst
1945, -  … in Aschersleben, bei Superintendent Schwahn, Verwandten ihres Schwiegersohnes, dann
1946,   Ballenstedt/Harz, Nicolaistr. 4 (Q6);  (   1949, (am 27.03.) in Ballenstedt/Harz, Poststraße (Q7)
- 1950, (15.09.) in Ballenstedt im Harz, damals Ostzone,  wurde von Klaus und Irmgard Kerkhoff im Auto von dort abgeholt in die Westzone.
1950   (15.09) – Okt./Nov. für einige Wochen in Hamburg, Flotowstr.16 bei Enkelin  Inge Becker
(3-Zimmer-Wohnung, Eltern, 3 Kinder, Tochter Ute unterwegs, Urgroßmutter im kleinen
Wohnzimmer, schlief auf dem Sofa.)
1951 (.. ) – 1951 (31.03.) Langendamm  ( bei Tochter Lotte )  -Holte-Langeln Nr. 21; Kreis Nienburg  (?)
1951  (01.04.) – Bremen, Graf-Moltke-Str. 3 (Q8)
1952, (06.11.)(Q9) – 1958, (31.05.)  Hamburg-36, Fontenay Nr.9, Pension Boysen -
(vermutl. schon  ab 01.10.1952  - - auf der Rückseite eines Bildes schreibt sie: ” Am 1.Oct.55 war
ich schon 3 Jahre hier”)
1958,  (01.06). bis zu ihrem Tode, am 18.05. 1964 in  Hamburg – Gr.Flottbek, Osdorfer Landstraße 28, Altersheim der Bugenhagen-Kirchengemeinde, HH-Gr.Flottbek(Q10) (Zimmer Nr.25).



1. Begl. Abschrift: Royaume De Belgique. Province Et Arrondissement De Liege. Commune De Wandre.
Extrait D` Acte De Naissance vom 30.1.1931
2. Begl. Abschrift: Eglise évangélique de Liège. Extrait du registre des Baptêmes. Vom 7.11.1934
3. Königl. Regierung zu Düsseldorf; Renaturalisations-Urkunde IS I Nr. 2557, 14.11.1876
4. Heiratsurkunde Max Claassen/Amélie Suermondt
5. Aufzeichnungen Lili Claassen-Suermondt
6. Traueranzeige für Günther Claassen, vom 17.08.1946
7. Schreiben Werner Gropp, Nienburg, 27.3.1949, wegen Rückgabe des in Dänemark einbehaltenen
Schmuckes von Frau Lili Claassen-Suermondt.
8. Freie Hansestadt Bremen, Flüchtlings-Ausweis Nr. 50674, ausgestellt Bremen 6.7.1951
9. Personal-Ausweis für Lilli Claasen, Britische Zone, Nr.BK 025104 /GXO, Einwohnermelde u. Paß-wesen, Hamburg, 6.11.1952
10. Vertrag zw. der Bugenhagen-Kirchengem.,HH-Gr.Flottbek und Frau Lilly Claassen, 18.11.1960 (!)