Schilling

 

8. Generation

133.               Schilling, Dorothea Elisabeth
geb. Hannover 15.02.1737;
get. Hannover, (Aegidienkirche) 18.02.1737;
gest. Hannover 23.03.1814;
begr. Hannover, Nicolai-Friedhof

<Historie>Dorothea Elisabeth geb. Schilling hat ihren Mann um 16 Jahre überlebt. Sie hat es verstanden, durch große Sparsamkeit das Vermögen zusammen zu halten bzw. es noch zu vergrößern, sodaß bei ihrem Tode die sie überlebenden 5 Kinder ( von 10 Kindern), jedes noch ein Erbteil von ca. 25.000 Thalern bekam. Dazu erbten ihre beiden Töchter ihre Schmucksachen, die mit Edelsteinen “alleine eine grosse Obertasse ausgefüllt haben sollen.”  Hermann Theophilus und Dorothea Elisabeth SÖHLMANN sind auf dem Nikolai-Friedhof in Hannover beigesetzt, wo ihnen ein gemeinsamer noch heute erhaltener Denkstein gesetzt ist.

Doroth.Elis. Söhlmann geb. Schilling

Doroth.Elis. Söhlmann geb. Schilling

Bilder: 1. Ölbild, gemalt von einem französischen Maler, befand sich vor dem 2.Kriege im Besitz ihres Ur-ur-Enkels Senator Wilh. MERTENS zu Hannover; 2. Wachsrelief, im Besitz von Lotti, Freifrau von Richthofen, geb. Grabau, Klein-Wandriss, Schlesien; 3. danach Bild auf der Tasse, Maler LAMM, Dresden;
Q: 1. AL. Ad. Becker;
verh. Hannover, Aegidienkirche 29.07.1756
132.               Söhlmann, Hermann Theophilus
Lohgerber-Amtsmeister (1752) in Hannover,
Neue Strasse 8.
geb. Hannover 01.03.1725;     get.  Hannover, Marktkirche 05.03.1725;
gest. Hannover, Marktkirche 12.01.1798;
begr. Hannover, Nicolai-Friedhof

10 Kinder: 3 Söhne; 2 Töchter überlebten die Eltern

1) Söhlmann, Johannes Christoph; Lohgerber; geb. Hannover 23.12.1758;
get. Hannover, Marktkirche 25.12.1758; gest. Hannover 08.04.1827;
begr. Hannover, Nikolai-Friedhof 1827
verh. Hannover, Neustädter Kirche 20.06.1790
Otten, Antoinette Elisabeth; geb. Hannover 15.11.1768; get. Hannover,
Neustädter Kirche 17.11.1768; gest. Leipzig, (eingetr., Hannover, Kreuzkirche)
11.04.1852; begr. Hannover, Nikolai-Friedhof 16.04.1852

2) Söhlmann, Johann Diederich
Kaufmann in Hamburg; Oberalter für das Kirchspiel St. Nicolai, er erwarb am 15.03.1790 das Hamburger  Bürgerrecht. Sein Wappen in der Hamburgischen Wappenrolle.. 1793 Pate bei der 2. Tochter seines Bruders Johann Christoph
„wurde am 13. Oct.1791 an die Viehaccise gewählt, 1797 Adjunct, 1800 Subdiakonus, am 22.Oct. 1801 an die Weinaccise, 1808 an das Spinnhaus, 1810 an die Regulierung der Ämter, am 21. Sept. 1815 Diakonus, 1815 Jurat, 1817 Gotteskastenverwalter, am 22 März 1824 Oberalter für [Johann Gotthard] Martens“ Quelle: Die Hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien von F. Georg Buek, Hamburg 1857
geb. Hannover  19.11.1769 (29.11.1760 ?)   gest. Hamburg 18.09.1827
verh. Hamburg 30.08.1789 mit:
Martens, Johanna Katharina Elisabeth
geb.                  gest.
8 Kinder, von denen 6 ihn überlebten

3) Söhlmann, Johann Ludwig; Lohgerber; gest.  Hannover nach 1827
verh.
Maschmann, NN.

4) Söhlmann, Dorothea Elisabeth
geb.          gest. Hannover  1857
verh.
Böttger, Johann Friedrich Gottlieb
Sohn von Joh.Friedr.Böttger;  Weinhändler in Hannover;
geb.             gest. Hannover   1843
begr. Hannover, Neustädter Friedhof;

5) Söhlmann, Catharina Margaretha
am 29.05.1806 Patin bei Johanne Söhlmann (Nr. 33)
verh.
von Bargen, Hans Hinrich; Kaufmann in Hamburg
Am 7.10.1812 wird in Hamburg eine Tochter Emma von Bargen geboren.

 9. Generation

266.               Schilling, Johann Michael
Ratsmaurermeister in Hannover.
geb. Lobenstein 27.11.1711;               get. Lobenstein 28.02.1712;
gest. Hannover, (Aegidienkirche) 13.10.1795;
begr. Hannover, (Nikolai-Friedhof) 17.10.1795
verh.  Hannover, (Aegidienkirche) 15.05.1736

267.                 Richter 2, Dorothea Elisabeth
get. Hannover, (Aegidienkirche) 09.06.1714;
gest. Hannover, (Aegidienkirche) 28.12.1779;
begr. Hannover, (Nikolai-Friedhof) 31.12.1779

Kinder: 2 Söhne und 2 Töchter; Namen der Söhne nicht bekannt.

1) Schilling, Dorothea Elisabeth; geb. Hannover 15.02.1737;  get. Hannover, (Aegidienkirche) 18.02.1737; gest. Hannover 23.03.1814; begr. Hannover, Nicolai-Friedhof
verh. Hannover, Aegidienkirche 29.07.1756
Söhlmann, Hermann Theophilus; Lohgerber; geb. Hannover 01.03.1725; get.  Hannover, Marktkirche 05.03.1725; gest. Hannover, Marktkirche 12.01.1798; begr.  Hannover, Nicolai-Friedhof

 2)  Schilling, Anna Leonore
geb. Hannover 13.09.1744 (KB Aegidien Nr 09)
gest. Hannover 04.09.1809  (KB Marktkirche Seite 275)
verh. Hannover 22.09.1763
Söhlmann, Johann Dietrich
Lohgerber–Meister  in Hannover
geb.Hannover 22.03.1731 (KB Marktkirche Nr.3)
gest. Hannover 27.11.1790 (KB Marktkirche S.125)

die beiden Schwestern heiraten zwei Brüder

3) ein Sohn muss der Maureramtsvorsteher Schilling sein, der 1805/1806 im Verzeichnis der Armenväter der Alt- und Neustadt Hannover, in der Köbelinger Straße genannt wird. [3)

Sohn/Enkel ???
http://www.berliner-stadtplan.com/poi/7606_Schillingbruecke

Ratsmaurermeister in Hannover. Gebürtig aus Lobenstein in der Grafschaft Reuss; Er erwarb am 25.1.1736 das Bürgerrecht in Hannover,  starb im 84.Lebensjahr und wurde auf dem Nikolaifriedhof in Hannover am 17.10.1795 beigesetzt, neben seiner ihm 1779 im Tode vorausgegangenen Frau. Seine 3 ihn überlebenden Kinder haben den Eltern einen noch heute erhaltenen Leichenstein gesetzt .  (Q.2)

Grabstein Schilling

Grabstein Schilling

Grabstein Schilling

Steine Söhlmann und Schilling

Steine Söhlmann und Schilling

 

Die Aufnahmen der Steine müssen aus den Jahren ca. 1945 /1948 stammen. Im Hintergrund sieht man die  Ruinen der ausgebrannten Häuser der Innenstadt von Hannover.

Inschrift es Steines, nach (Q.3) :”Hier ruhen sanft und wohl die Gebeine des Ehr- und achtbahren Herrn Johann Michael SCHILLING, Rahts-Mauer-Meister, ist gebohren 1711 den 27.Novbr. und gestorben 1795 den 13.Octbr., seines Alters 83 Jahr 10 Monath. Wie auch die Tugendsame Frau Dorothea ….en, gebohren 1714, gest.28.Dez.1779, den …, Alters 65 Jahr 7 Monath, in der vergnügten Ehe gelebet 43 Jahr 7 Monath, darin gezeuget 4 Kinder, 2 Söhne und 2 Töchter, wovon noch 1 Sohn und 2 Töchter am Leben. Ich bin zu geringe aller Barmherzigkeit … .

Im Kopf des Grabsteins: “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Du hast mit Gott und den Menschen gekämpfet und hast obsieget.” Rückseite: “Nun gute Nacht, ich bin vergnügt, Ich schwing mich zu der Selichkeit, Ich habe wie Jakob dort gesieget, Bin kommen zu der Engel Freudt. Nun gute Nacht, Du eitles Wesen, Mier hab ich Jesum auserlesen. Psalm 17,Vers 15: Ich will schauen dein Antlitz .”..
Stele, 190 : 0,75 m, Bild: Jacobs Kampf mit dem Engel, got. Druck.;  ” (Q.3)
Q: 1. AL Ad. Becker; 2. Aufzeichng. Ad. Becker; 3. Mahrenholz: Die Grabinschriften des hann. Nicolai-Friedhofs

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Johann Michael Schilling machte 1758 und 1759 Vorschläge für die Reparatur der Kirche in Horst

Kirche der ev.luth. Kirchengemeinde Frielingen-Horst-Meyenhof in Horst (Garbsen)
Kirche der ev.luth. Kirchengemeinde Frielingen-Horst-Meyenhof in Horst (Garbsen)

bei Schloß Ricklingen und führte schließlich die Bauarbeiten für 360 Thaler durch. Die Abrechnung erfolgte zum 26.10.1760. Ausführlich sind die Vorarbeiten zur Renovierung der Kirche, unter Mitwirkung von J.M.Schilling beschrieben. [1](Die Kirchen in Garbsen – Heft 5 Seite 16 ff)

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Schilling war am Neubau der Kirche zu Osterwald ab 1738 beteiligt. (Q1, S. 41)
” Der Name des Architekten für den Neubau in Osterwald ist nirgends überliefert. Da erfahrene Handwerksmeister auch in der Lage waren, Entwürfe zu erstellen, könnten der Maurermeister Schilling oder der Zimmermeister Schneider für den Entwurf verantwortlich gewesen sein, denn beide wirkten als ausführende Handwerker am Neubau der Kirche entscheidend mit.”

Garbsen_Osterwald_Kirche

Garbsen-Osterwald; Kirche

 

 

 

 

 

 

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St_Georg-Kirche_Meinersen-Wiki

St.Georg-Kirche, Meinersen;Wiki

http://www.kirche-meinersen.de/historisches.php
“Diese Kirche hieselbst zu Meinersen ist gegründet ao. (anno) 1776 und völlig fertig worden ao. 1779. …  Der Bau dieser Kirche ist von dem zeitigen Amtmann dirigiert. Der Maurermeister Schilling in Hannover hat die Maurer- und der Zimmermeister Michael Wolfram allhier die Zimmerarbeit verfertiget. Zu dieser Zeit waren die Beamten hieselbst: Heinrich Ernst Ludwig Meyer, Amtmann, und Joh. Chr. Harden, Amtsschreiber. …“.

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http://stmartin.kirche-burgwedel-langenhagen.de/das-kirchenschiff.html

Schilling  war offenbar auch am  Neubau der Martinskirche in Engelbostel 1788 beteiligt.
“Der Abriss des alten Kirchengemäuers ist mit 60 Thalern in den Akten verzeichnet, wobei 20 Thaler auf Zimmermeister Weißhaar fielen und 40 Thaler auf den Maurermeister Schilling.”
Der Turm der alten Kirche blieb stehen und erhielt zwei niedrige Strebepfeiler.
“Der geistliche Kirchenkommissar, Konsistorialrat und Generalsuperintendent Schlegel, förderte mit aller Tatkraft die munter voranschreitenden Bauarbeiten. Allerdings übertrug er alle Hauptbauarbeiten an Handwerksmeister aus Hannover. Handwerksmeister aus Engelbostel und anderen Orten des Kirchspieles waren nur bei kleineren Arbeiten beteiligt. ”

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In Luthe, früher ein Haufendorf im Amt Blumenau, heute ein Ortsteil von Wunstorf, war Schilling ebenfalls tätig, zumindest mit einem Grundriss der damaligen Kirche, die repariert oder erneuert werden sollte. Die Kunstdenkmale des Kreises Neustadt a/Rbg. [2] zeigen unter Abbildung Nr. 26 den “Grundriß der 1818 abgebrochenen Kirche , Kopie einer alten Zeichnung von J. M. Schilling. Um 1780″.
“Den Kirchenbauakten (Hannover , Des. 74 Neustadt IV A.2.11, Nr. 4 und 12) beiliegende (Abb.26) Zeichnungen aus den Jahren 1755 und 1782  überliefern den Grundriss der sehr kleinen Vorläuferkirche , die bis 1818 an gleicher Stelle gestanden hat: ein Langhaus, wenig breiter als der vorhandene spätgotische Westturm, mitsamt dem in annähernd drei Achteln geschlossenen Chor innen 40 Fuß lang. Außen vorgelegte Streben scheinen das System der in den Akten erwähnten Wölbung anzudeuten (<ein niedriges, schweres Gewölbe  drückt die Seitenmauern>: 1778). Dem Turm zu öffnete sich dieses Langhaus dem niedrigem, auf romanischen Kämpfern gespanntem Rundbogen, der noch gegenwärtig besteht und das einstige Bestehen eines gleichzeitigen Turmes beweist.Wegen der Schadhaftigkeit der für  ’600 Seelen zu kleinen’  Kirche hat zuerst 1736 (7.Oktober) das Konsistorium Abriß und Anschlag zur  ’Erweiterung und allenfalls einem neuen Bau’  eingefordert; der Vorgang wiederholte sich 1782 und 1800. Nach einem vierten eingeforderten Anschlag und Bauplan von dem Ingenieurhauptmann Bergmann ist 1819/20 die heute vorhandene Saalkirche zur Ausführung gebracht. “ [2]  Der Kirchturm von 1490/95 blieb bis heute erhalten.

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Alte Gartenkirche vor dem Aegidientor zu Hannover  (abgebrochen 1886)

“Der Plan der zu erbauenden Kirche … erhielt am 17. März 1747 die königliche Genehmigung. Das Gebäude sollte 100 Fuß lang und 55 Fuß breit sein; innerhalb sollten zwei Reihen Grabgewölbeangelegt werden, um der Kirche durch deren Verkauf
Einkünfte zu verschaffen. Zum Bauplatz schenkte der Magistrat ein Teilstück des 1741 angelegten Friedhofes  vor dem Aegidientor. Gruzndriß, Schnitt und Ansichtzeichnungen nach Heumanns Plänen bringt Redecker, Chronik S. 1039.

Am 10. Juni 1747 wurden die ersten Steine vom Abbruch des alten Turmes über dem Ägidientore auf dem Bauplatz angefahren; der eigentliche Baubeginn erfolgte am 16. August. Zu Baudirektoren waren zwei Ratsherren ernannt; die Maurerarbeiten wurden dem Ratsmaurermeister Schilling, die Zimmererarbeiten dem Zimmermann Lutz übertragen. Der Bau gedieh bis zum Herbst 1748 so weit, daß Ende November das Dach gerichtet und der Dachreiter aufgesetzt werden konnte. Die Beschaffung der Innenausstattung verzögerte indes die Einweihung der Kirche noch bis zum 30. November 1749.. ”
Die bescheidene Kirche wurde für die Gemeinde zu eng und wurde 1886 abgerissen.
Text und Bilder entnommen: “Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover”.  Stadt Hannover, Heft 19 und 20 des Gesamtwerkes, 1932.

 

 

 

 

 

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Sohn/Enkel ???
http://www.berliner-stadtplan.com/poi/7606_Schillingbruecke

 10. Generation

532.              Schilling, Burkhard jun.
Schustermeister in Lobenstein.
get. Lobenstein 12.10.1675;
gest. Lobenstein 24.12.1756
Q: 1. AL Ad.Becker;
verh. Lobenstein 22.11.1700
533.              Scherff, Anna Magdalene
get. Lobenstein 19.11.1675;
gest. Lobenstein 22.08.1743

Kind:
1) Schilling, Johann Michael; Maurermeister;  geb. Lobenstein 27.11.1711;  get. Lobenstein 28.02.1712; gest, Deutscher Kunstverlag, Textband, S.. Hannover, (Aegidienkirche) 13.10.1795; begr. Hannover, (Nikolai-Friedh) 17.10.1795
verh. Hannover, (Aegidienkirche) 15.05.1736
Richter 2, Dorothea Elisabeth; get.  Hannover, (Aegidienkirche) 09.06.1714; gest.  Hannover, (Aegidienkirche) 28.12.1779; begr. Hannover, (Nikolai-Friedh) 31.12.1779

11. Generation

1.064.            Schilling, Burkhard sen.
in Lobenstein
Q: 1. AL Ad.Becker;
verh. Lobenstein vor 1675
mit NN.

Kind:
1) Schilling, Burkhard jun.; Schustermeister; get. Lobenstein 12.10.1675; gest. Lobenstein 24.12.1756
verh. Lobenstein 22.11.1700
Scherff, Anna Magdalene; get. Lobenstein 19.11.1675; gest. Lobenstein 22.08.1743

 



[1] Mechthild und Ulfrid Müller: Die Kirchen in Garbsen – Heft 5
Teil 1: Die alten Kirchen Altgarbsen, Horst, Osterwald, Schloß Ricklingen (Schriftenreihe zur Stadtgeschichte, Heft 5), Garbsen 1994.
2. Die Kunstdenkmale des Kreises Neustadt a/Rbg.,
3.
[2] Neues Hannoverisches Magazin; 104. Stück, Montag 30. December 1799; Seite 1669-1670
[3]  Neues hannoverisches Magazin;  29. December 1806