2.204. von der Schulenburg 1, Joachim VI.

von der Schulenburg

12. Generation

2.204.           von der Schulenburg 1, Joachim VI.
Sohn von Joachim III. Schulenburg 1, und seiner 2. Ehefrau Margarethe geb. Knütter.
1610-1622 Erbsasse zu Sandau und Ratsverwandter in Berlin.
gest. Sandau 1622
begr. Berlin 10.03.1622 [6]

2.204. Schulenburg, Jochem – begr. Berlin 10.03.1622  [6]

verh. mit
2.205.           Retzlau, Sabine
Tochter von  Valentin  Retzlau (Retzlow), Bürgermeister und Kammergerichts-Advokat in
Berlin, und Sabine Schrage.
gest. Berlin, Pest 1630; begr. Berlin 26.12.1630

Kinder:  [5]

1)  von der Schulenburg, Christian ;  gestorben an der Pest.

2)  von der Schulenburg, Christoph;  nach 1651 gestorben an der Pest.

3)  von der Schulenburg, Friedrich;  gestorben an der Pest.

4)  von der Schulenburg, Heinrich;   gestorben an der Pest.

5) von der Schulenburg, Daniel II.; Oberamtmann; geb. Berlin 08.11.1613;
get.  Berlin, (St.Marien) 11.11.1613; gest.  Nienover 07.05.1692
verh. 1. Ehe Hameln, (St.Nicolai), (8.10.?) 08.11.1642
Cropp, Elisabeth; geb. Hameln 1618; gest. Holzminden 11.05.1653;
begr. Holzminden, (i.d.Kirche) 19.05.1653
verh. 2. Ehe Holzminden 20.05.1656
Specht, Anna Dorothea
geb. Uslar um 1630; gest. Nienover 21.11.1672;begr. Schönbogen 02.12.1672
verh. 3. Ehe Schönhagen 17.06.1674
Cropp (Kropp), Marie Gertrud
geb.                             gest.
verh. 4. Ehe Uslar 17.02.1685
von Löwenstein, Anna Catharine; geb.                            get.
sie verh. 1. Ehe mit                 Ebeling, NN.

6)  von der Schulenburg, Johann;  nach 1618 gestorben an der Pest.

7)  von der Schulenburg, Ernst  gestorben an der Pest.

8)  von der Schulenburg, Joachim;  nach 1651 gestorben an der Pest.
1610 in jungen Jahren auf die Universität Frankfurt/Oder.

9) von der Schulenburg, Margarete
get. Berlin, St.Marien 17.01.1598  [7]

2204.9.von der Schulenburg, Margretam get. Berlin 17.01.1598 St.Marien  [7]

10) von der Schulenburg, Margaretha
get. Berlin, St.Marien,   April 1607
(das Datum 6. ist nicht eindeutig. Auf der Vorseite 258 sind Taufen bis zum 22. April.
Auf Seite 259 geht es dann mit Taufen 6. un 7. weiter, danach folgt der Mai, ab 1., 3, dann 7. mit der Taufe Retzlau.

2204.10. von der Schulenburg, Margretha – get. Berlin, St.Marien, April 1607


———

Bürgereid in Berlin 1602, Donnerstag n. Lätare=18.3.1602 [1]

Wird mit seinen Brüdern Balthasar, Busso und Anton mit dem Binnen-Roith und der Haselhorst belehnt. Nach späterer Überlieferung soll er ein Wappen geführt haben, das dem des altmärkischen Stammes ähnlich war. Wird am 18.3.1602 als Berliner Bürger aufgenommen und kommt in den Rat der Stadt, was alles auf seine Abkunft aus altangesehenem Geschlecht hinweist. Er lebt in guten Vermögensverhältnissen und gewährt 1598 den Ständen ein Darlehen von 900 Reichstalern. Schickt seinen wohl ältesten Sohn Joachim 1610 in jungen Jahren auf die Universität Frankfurt/Oder. Wohnt am Ende seines Lebens wohl wieder in Sandau. [2]

„Hat den adligen Stand nicht weitergeführt, sondern bürgerlich gelebt, weil ihm Gott 17 lebendige Kinder gegeben hat und er durch Krieg und Pestilenz von zeitlichen Mitteln entblösst war“. Der Adel wurde seinem Enkel, dem Konsistorial-Rat Johann Ernst von der SCHULENBURG am 3.1.1718 auf seine Bitten hin vom Kaiser KARL VI. erneuert. [2]

Entscheidung des Ehrenschutzbundes des Deutschen Adels in Sachen der Zugehörigkeit des Astes des Johann Ernst von der SCHULENBURG zum altmärkischen Geschlecht von der SCHULENBURG – Berlin den 31.Mai 1926. [2]

In d.LP für seinen Enkel Christoph Hermann SCHULENBURG genannt:
„Der Groß=Vater väterlicher Seiten / Herr Joachim SCHULENBURG / vornehmer Rahtsverwandter in der Königl. Preusischen und Churfürstl. Brandenburg.Residentz=Stadt Berlin.“ [3+4]

————

Quellen:
1. AL Ad.Becker;
2. AL Hoppe nach „Stammtafel und Geschichte d. Geschlechts von der Schulenburg 1237-1983“;
3. LP für Christ. Herm. Schulenburg, + 1709; (Kopie);
4. Hild.LP, S.229 (für Christ. Herm. Schulenburg,+1709);
5. „Das Geschlecht der von der Schulenburg.“  von Johann Friedrich Danneil, 2. Band, Salzwedel 1847
6. Berlin, St.Nicolai, Totenbuch 1583 – 1623, Vol.1. Seite 1-259
7. Berlin, St.Marien, Taufen 1598-1620; S. 1-505