73.552. Stiten, Heinrich von

von Stiten

 

17. Generation

73.552.          von Stiten, Heinrich
Sohn von Hermann von Stiten, Bürger zu Lübeck, u. s. 2. Ehefrau Margarethe N.
Bürgermeister zu Lübeck;
gest. Lübeck 09.05.1484
verh. 1. Ehe Lübeck  1440 mit
Brekewolt, Margarethe
Tochter des Ratsherrn Konrad Brekewolt,
verh. 1. Ehe
von dem Hove, Johann; gest.  Lübeck vor 1440
verh. 2. Ehe Lübeck – seit 1459 – mit
73.553.          VinckeMargarethe (Mattke)
Wwe von Heinrich Steen, To. v. Gerhard Vincke.
gest. Lübeck 1473

Sohn aus 2. Ehe

von Stiten, Hartwig; geb. Lübeck ; gest. Lübeck 03.04.1511
6.5.1489 Ratsherr, 1502-1511 Bürgermeister zu Lübeck,
verh. 1. Ehe  Lübeck   mit
Bere, Geseke,  Tochter von Ludeke Bere
verh. 2. Ehe Lübeck nach 1492
Kerkring 2, Cecilia; geb. Lübeck um 1450; gest. Lübeck nach 1513

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“Kastorf gelangt dann durch Vererbung an Henning Steen und durch Verheiratung der Wittwe desselben, Metken (Margarethe), einer Tochter des Gerhard Vinke, am 25. Juli 1464 an Heinrich von Stiten († 1481). In der Urkunde von 1464 verspricht Hinriken van Stiten den noch unmündigen Kindern des verstorbenen Henning Steen 50 ML Rente aus Kastorf. Von Stiten ist 1448 Lübecker Ratsherr. ”   – http://www.kastorfer-geschichte.de/10.html

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1453 (1452[1] ) –1458 Amtmann in Bergedorf, 1447 Ratsherr, 1466 Bürgermeister zu Lübeck. 1467 Mitglied der Zirkelgesellschaft. Besitzer der Güter Schönböken und Castorp. Wohnung: Lübeck, Mengstraße 2.

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Bau- und Kunstdenkm. Bd. II., S. 206

1481 Juli 17 stiftete Bürgermeister Hinrich von Stiten 400 Mark “in ene vormeringhe unde vorbeteringhe der renthe unde upkome der ewyghen vicarien, de de rad tho Lubeke gestichtet unde ghemaket hefft tho der ere godes, Marien syner werden moder under tho der ere der hilighen martelere Fabiani unde Sebastiani unde der hilighen vrouwen s Elisabeth, patronen dersulven vicarien, tho deme altare in des rades cappellen in Unser Leven Vrouwen kerken bynnen Lubeke achter der schiven in dat ostenvan dersulven kercken.“

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Ratslinie (526) Heinrich von Stiten                                                   Ratsmitgl. 1447 – 1484

1447 Ratsherr. 1466 Bürgermeister. 1453 – 58 Amtmann zu Bergedorf. Befehligte 1463 die lüb. Ausliegerschiffe. 1467 gehörte er zu den Ratsherren, die einen Streit zwischen der Stadt Wismar und dem Bürgermeister Langejohann schlichteten. Im Nov. 1467 verhandelt er in Oldesloe mit Graf Gerhard von Oldenburg über der Streit zwischen den Königen von Dänemark und von Schweden. 1469 bei deren Friedensverhandlungen. 1476 nach Hadersleben zu Verhandlungen mit König Christian entsandt. – Sohn des lüb. Bürgers Hermann von Stiten. Verheiratet mit Margaretha, Tochter des Ratsherrn Konrad Brekewolt (441), Witwe von Johann von dem Hove; in zweiter Ehe seit 1459 mit Margaretha, Tochter von Gerhard Vinke, Witwe von Heinrich Stehen. Ihm gehörten die Güter Schönböken und Castorp, welches letztere ihm von seiner zweiten Frau in die Ehe gebracht wurde. Wohnung: Mengstraße 2. 1467 in die Zirkel-Gesellschaft aufgenommen. Sein Wappen L.B.S. S. 67. +1484.

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Wikipedia :
“Heinrich von Stiten wurde 1447 in den Rat der Stadt Lübeck erwählt. In der Zeit von 1453 bis 1458 verwaltete er als deren Amtmann das Beiderstädtische Amt Bergedorf. 1463 hatte er das Kommando über die Ausliegerschiffe der Lübecker Flotte. 1466 wurde er im Rat zu einem der Bürgermeister bestimmt und war fortan im Wesentlichen als Außenpolitiker der Stadt überliefert. 1467 schlichtete er gemeinsam mit weiteren Ratsherren und dem Lübecker RatssyndicusJohannes Osthusen einen Streit zwischen der Stadt Wismar und deren Bürgermeister Peter Langjohann[1] und im November des Jahres führte er in OldesloeGespräche mit Graf Gerhard IV. von Oldenburg über den Konflikt zwischen dessen Bruder König Christian I. von Dänemark und König Karl VIII. von Schweden. Er vertrat die Stadt auch 1469 bei den zwischen Dänemark und Schweden geführten Friedensverhandlungen sowie erneut bei Verhandlungen mit Christian I. 1476 in Hadersleben.

Er gehörte seit 1467 der Zirkelgesellschaft an und war Eigentümer der Güter Schönböken und Kastorf. Er bewohnte das Haus Mengstraße 2 in Lübeck. ”

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[1] lt. E. Gercken, Lübeck und das Amt Bergedorf. ZfN 49. Jg., 1974, S.23