2.748.3. Stumm, Johann Michael

Stumm

2.748.3. Stumm, Johann Michael
Sohn von Christian Stumm, Schmied in Sulzbach, und Catharina Elisabeth Altmeyer.
Schmied, Goldschmied und Orgelbauer
geb. Rhaunen-Sulzbach/Hunsrück 10.04.1683              Johann Michael STUMM
gest.  Rhaunen-Sulzbach 22.04.1747
verh. um 1706
Laux, Eulalia Gertrud 
geb. Rhaunen-Sulzbach 26.04.1678
gest. Rhaunen-Sulzbach 03.10.1732

 Kinder:

 

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.    ” Die Offenheimer Orgel stammt aus einer Werkstatt, deren Name mit denen von Silbermann und Schnittger durchaus vergleichbar ist. Die Orgelbaudynastie der Familie Stumm aus Rhauen-Sulzbach im Hunsrück wurde von Johann Michael Stumm (1683-1747) gegründet. Rund 300 Orgeln wurden in der Werkstatt der Familie in einer Schaffenszeit von insgesamt 200 Jahren erstellt. Das Instrument in Offenheim wurde wahrscheinlich von der dritten Generation unter Leitung von Friedrich Carl Stumm (1744 – 1823) gebaut. Da kein Bauvertrag erhalten ist, liegt das genaue Entstehungsjahr im Dunkeln. (http://www.ekd.de/orgelklang/orgel_des_monats/20274.html)

Die Stumm’s
Der Schmied Christian Stumm, ein Sohn des Hans Stumm, war Ausgangspunkt für die Entwicklung zweier bedeutender Familienunternehmen, die es in der Montanindustrie und im Orgelbau zu Weltgeltung gebracht haben.

Die Orgelbauer

Stumm OrgelJohann Michael, der jüngste Sohn Christians, erlernte in jungen Jahren das Handwerk des Goldschmieds. Auf der üblichen Wanderschaft als Geselle, die ihn bis in die Schweiz brachte, machte er in Straßburg im Elsass die Bekanntschaft des berühmten Orgelbaumeisters Silbermann und ging dort einige Zeit in die „Lehre“. Nach seiner Rückkehr gründete er mit seinem Bruder eine Werkstatt, in der sie anfänglich nur alte Orgeln erneuerten. Auf weiteren Reisen verfeinerte Johann Michael sein Wissen und seine Kunstfertigkeit bei anderen Meistern so weit, dass er 1717 in der Lage war, eine eigene, neue Orgel für die Kirche in Kirchberg zu fertigen. Die erste von fast 400 Orgeln, die die Stummschen Orgelbauwerkstätten bis ins Jahr 1986 verlassen sollten. 1746 schenkte Johann Michael seiner Heimatgemeinde eine wunderschöne 2-manualige Orgel mit 23 Registern, die wie ein Schwalbennest über dem Alter in der kleinen Sulzbacher Dorfkirche hängt. Es sollte sein letztes Werk sein, 1747 verstarb der Meister. Jedoch hatte er rechtzeitig das Feld bestellt. Vier seiner Söhne hatten bei ihm das Orgelbau-Handwerk erlernt und wurden selbst zu berühmten Orgelbauern. Sie gründeten 2 weitere Werkstätten in Kastellaun und Emerich am Niederrhein. Sie und die nachfolgenden Generationen schufen bis zum Jahr 1896 noch viele berühmte Werke, von einmaliger Klangfarbe und Schönheit. Die größte Stumm-Orgel schmückt die Abteikirche zu Amorbach im Odenwald. Eine weitere berühmte Orgel ist die „Mozart-Orgel’“ in Kirchheimbolanden, auf der Mozart gespielt hat. Ab 1896 wurden dann nur noch Orgeln repariert, bis in den zwanziger Jahren diese alte Familientradition durch den Tod von Friedrich (1921) und Karl Stumm (1926) dann ganz erlosch. Ihre Nachkommen zeigten leider kein Interesse das Orgelbauer Handwerk zu erlernen. Die vielen Stumm-Orgeln, von denen heute noch ca. 200 erhalten sind, werden und wurden auf Grund ihrer hohen Qualität, beruhend auf der Feinheit der Metall- und Holzverarbeitung, sehr geschätzt und machten die Stummschen Orgelbauwerkstätten weithin berühmt. Orgeln aus dem Hause Stumm brauchten den Vergleich mit Werken anderer berühmter Orgelbaumeister nicht zu scheuen.
Weitere Informationen auf www.stumm-orgelverein.de ”   aus:  http://www.sulzbach-hunsrueck.de/Geschichte.htm

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Im Wikipedia wird über ihn berichtet:  (10.12.2016)
” Johann Michael Stumm (* 10. April 1683 in Sulzbach; † 22. April 1747) war ein deutscherOrgelbaumeister im 18. Jahrhundert.
Leben und Werk

Sein Vater war Schmied. Aufgrund dieser Herkunft und offensichtlich auch wegen seiner Handfertigkeit absolvierte er zunächst eine Lehre als Goldschmied[1] und begegnete während seiner Wanderjahre – vermutlich in Straßburg – dem schon damals berühmten Orgelbaumeister Andreas Silbermann. Sein Bruder Johann Nikolaus war Begründer der Montanunternehmerfamilie Stumm.[2] Nach dem Gewinn einer kleinen Hausorgel in einer Lotterie, die er reparieren musste, wandte sich Johann Michael Stumm dem Orgelbau zu. Unklar ist, bei wem er seine Lehrjahre als Orgelbauer verbrachte und wer ihn maßgeblich beeinflusst hat. Infrage kommen beispielsweise Jacob Irrlacher, Johann Hoffmann, Johann Jakob Dahm und Otto Reinhard Mezenius, von denen jedoch niemand als Lehrmeister Stumms nachgewiesen ist. Als Meister wird er erstmals im Vertrag mit Münstermaifeld bezeichnet.[3] Am stärksten beeinflusst haben seinen Werksstil Johann Jakob Dahm und anfangs die französische Schule.[4]

Johann Michael Stumm heiratete Eulalia Gertraude Laux im Jahr 1706 in Sulzbach, wo er sich 1714 niederließ.[5] Den beiden wurden zwei Töchter und sechs Söhne geschenkt, von denen wiederum drei selbst Orgelbauer wurden und den väterlichen Betrieb fortführten.

Seine Instrumente erlangten nach und nach überragenden Ruf, zunächst im Hunsrück, dann in den rheinischen Landen und schließlich weit darüber hinaus. Von ihm stammen viele berühmte Barockorgeln im Hunsrück.[6]

Er war Gründer der Orgelbauerfamilie Stumm, die über sieben Generationen hinweg die Stumm-Werkstätten fortführte und über 370 Kirchenorgeln schuf, von denen etwa 140 erhalten sind.[2] Viele davon gelten als musik- und kunsthistorische Glanzstücke.

Seine letzte Orgel, die Johann Michael Stumm seiner Heimatgemeinde als Geschenk baute, wurde 1981 vorbildlich restauriert. Ein Stumm-Orgelverein in Sulzbach pflegt die Erinnerung an den großen Meister.[7]  “

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Quellen:
1. Familie Stumm: http://lauterverwandte.beepworld.de/stumm.htm /Familie Stumm
.  - Nachfahren der Familie Stumm in Sulzbach bei Rhauen.  Die Familien der Orgelbauer und der Eisenhüttendynastie.
2. genealogy.net : http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=veldenz&ID=I3271&nachname=STUMM&lang=de
.   und https://gedbas.genealogy.net/person/show/1172513381
3. Willkommen in Sulzbach im Hunsrück; HP der Gemeinde Sulzbach: http://www.sulzbach-hunsrueck.de/Geschichte.htm  (10.12.2016)