272.1.7. Wedemeyer, Johann Franz Justus

Wedemeyer

272.1.7.          Wedemeyer, Johann Franz Justus
Sohn von Franz Georg Wedemeyer,
Oberamtmann in Katlenburg
geb. Katlenburg  05.08.1745
Paten: Herr Amtmann Koenemann in Northeim und der Herr Rath von Oldesleben, Herr Koenemann fratres (unklar ?)
gest.  Katlenburg   09.06.1819
verh. 19.06.1780   mit:
von Pape Charlotte Justine
Tochter von Heinrich Ludwig von Pape und Henriette Auguste Strube
geb. Hannover 26.04.1759
gest. Göttingen 05.04.1836
Studierte 1763-1766 zu Göttingen und Leipzig die Rechte, war Königl. Hannoverscher Beamter
seit  1767, zuerst in Springe, seit 1772 in Ahlden, seit 1777 in Lauenförde.1791 erhielt er als Amtmann die erste Beamtenstelle beim Königl. Amte Harste und wurde in gleicher Eigenschaft 1793 an das Königl. Amt Catlenburg versetzt, 1814 dort zum Oberamtmann ernannt.;

Er erwarb für seinen ältesten Sohn Georg Ludwig, das Rittergut Langhagen im Großherzogtum Mecklenb.-Schwerin.

Für seinen 2. Sohn August Wilhelm stiftete er das Fideicommis Anrode bei Mühlhausen.

Für den 3.Sohn Carl Adolf erwarb er das Rittergut Lalendorf in Mecklenburg.

Die Brüder Georg Friedrich und Johann Franz Just errichteten a. 1771 einen Erbvergleich.
Bild: Wedemeyer-Chronik (Q75,S,98); Quellen: Q75,S.99;

Katlenburg

Kinder:
272.1.7.1. von Wedemeyer, Georg Ludwig
Rittergutsbesitzer, Königl.Hannov.Hofrath und Hauptmann

geb. Hannover 06.09.1781; get. Hannover-Kreuzkirche 12.09.1781
gest. Schönrade 02.03.1867
verh. 1. Ehe
Böse, Friederike
geb.
gest.        früh
verh. 2. Ehe Hannover-Schloßkirche, Prokl.22.und 23.p.Trin.1810
Schuster, Elisabeth Catharina
Tochter des Oberamtmann Schuster in Mariensee
geb.     24.12.1789
gest. Schönrade 19.03.1848

“Besitzer des unteren, von Georg Christian Franz a*1841 ererbten Ritterghutes zu Eldagsen und des Capital Fidei Commisses.
RitterGutsBesitzer auf Schönrade, KLreis Friedeberg in der Neumark.
Vermählt: in erster Ehe mit Friederike Böse – sie und ihre zwei Kinder starben früh. In zweiter Ehe  mit Catharine Schuster, geb. 24.12.1789, gest. 19.3.1848 in Schönrade, Tochter des Oberamtmann Schuster in Marienau (lt.Procl.1810 =Mariensee).
Er studierte die Rechte und war bis 1814 in Hannoverschen Staatsdiensten und machte 1804 und 1813 und 1814  die Kriege gegen Frankreich mit. Im Jahre 1814 kaufte ihm sein Vater das Rittergut Langhagen in Mecklenburg. Er selbst kaufte im Jahre 1836 das Rittergut Schönrade im Kreise Friedeberg N/M. verkaufte im Jahre 1847 Langhagen und siedelte nach Schönrade über.
Großes Interesse für das Wohlergehen und die Rechte der Familie zeichneten ihn aus.
Im Jahre 1789 hatte sein Oheim Georg Friedrich (VIII. Generation Werner’sche Linie), als den Adligen Mitgliedern der Calenberg- Grubenhagenschen Ritterschaft vom Könige von Hannover eine besondere Uniform verliehen war, für sich und seine Familie das Recht zum Tragen dieser Uniform in Anspruch genommen und gegen erhobenen Widerspruch erfolgreich aufrecht erhalten. Nach seinem Vorgange stellte Georg Ludwig Anfang dieses, des 19. Jahrhunderts eingehende Forschungen über das Adels Recht der Familie an, aus denen für ihn das unzweifelhafte Recht der Familie auf Inanspruchnahme des Adels hervorging. Er liess diese Ansprüche von verschiedenen Sachverständigen untersuchen und die von diesen angefertigten Gutachten – das des Dr. Havemann, das des Dr. Grefe und namentlich das des Professor Zacharie in Göttingen, sprachen sich unbedingt für das seit Conrad dem Aelteren stammende Adelsrecht der Familie aus. Georg Ludwig nahm alsdann, als er nach dem Kauf des Ritter Guts Langhagen nach Mecklenburg übersiedelte, den Namen und Titel eines “Burgmannes Wedemeyer von Eldagsen” an. Dieses wurde seitens der Mecklenburgischen Regierung in “von Wedemeyer” umgeändert. Seitdem haben er und seine Nachkommendas Adelsprädikat “von” auch nach der Übersieddlung nach Preussen unbeabstandet weitergeführt. Er sowohl wie sein Sohn Wilhelm Ludwig und dessen Söhne Georg Ludwig und Wilhelm Justus wurden in den Johanniter-Orden aufgenommen.