272.1.7.3. von Wedemeyer, August Wilhelm

Wedemeyer

272.1.7.3. von Wedemeyer, August Wilhelm
Sohn von Johann Franz Justus von Wedemeyer , Oberamtmann in Katlenburg, und Charlotte Justine von Pape.
Majoratsherr auf Anrode bei Mühlhausen in Thüringen.

„Für seinen 2. Sohn August Wilhelm stiftete Johann Franz Justus von Wedemeyer das Fideicommis Anrode bei Mühlhausen.“ [1]

geb.  Lauenförde  06.08.1784
gest. Mühlhausen/Thüringen   22.11.1853 (69 Jahre alt)  [2]
begr. Anrode  im Familiengewölbe  25.11.1853 [KB.Dörna]

verh. 1. Ehe   (Hannover) 20.09.1816
von der Decken, Amalie Henriette Justine Dorothee
Tochter von Claus Benedictus von der Decken, Rittmeister im 2.Cavall.Reg.,aus Landringhausen, und seiner Ehefrau Henriette von Hinüber.
geb. Hannover 20.04.1796;  get. Hannover, Garnisonskirche 19.05.1796
gest. Anrode 20.01.1825
begr. Anrode  im Familiengewölbe

von der Decken, Amalie Henriette Justine Dorothee
geb. Hannover 20.04.1796; get. Hannover, Garnisonskirche 19.05.1796

von der Decken, Amalie Henriette Justine Dorothee
geb. Hannover 20.04.1796; get. Hannover, Garnisonskirche 19.05.1796

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verh. 2. Ehe   ..
von der Decken, Sophie  Juliane
Tochter von Claus Benedictus von der Decken, Major im 2. Cavall.Regt, aus Landringhausen, und seiner Ehefrau Henriette von Hinüber.
-sie war die Schwester von Amalie-
geb. Hannover 28.05.1801; get. Hannover 16.06.1801 (Hann.Garnisonskirche 1801. May -S.393/394)
Patin : „Fr. Hofräthin v. Hinüber“
gest. Anrode 08.07.1832
begr. Anrode  im Familiengewölbe
kinderlos.
Das Portrait von Juliane von Wedemeyer hängt im Museum in Mühlhausen. [8]

von der Decken, Sophie Juliane
geb. Hannover 28.05.1801; get. Hannover 16.06.1801 Garnisonskirche

von der Decken, Sophie Juliane
geb. Hannover 28.05.1801; get. Hannover 16.06.1801 Garnisonskirche

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Juliane von Wedemeyer , geb. von der Decken

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verh. 3. Ehe   ..
von Werder, Albertine Friederike Julie
geb.  um 1834
gest. (Anrode)   07.12.1859 -25 Jahre alt -[2]
begr. Anrode 10.12.1859 im Familiengewölbe (KB ev.Kirche Dörna)[2]
kinderlos

Matrikel der Universität Göttingen, 1802, 27. Sept.  (Nr.19844)

“August Wilhelm Wedemeyer
“aus dem Hannöverschen,  jur.
“V. Amtmann in Catlenburg

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Sohn aus 1. Ehe:

 272.1.7.3.1. von Wedemeyer, Carl Georg Constantin
Majoratsherr auf Anrode, Kaiserlich Oesterreichischer  Lieutnant.
Stand im Jahre 1852 bei dem Kaiserl. Cuirassier Regiment zu Jászberény in Ungarn.

geb.   Anrode  18.07.1824
gest.  Anrode 09.08.1859  -35 J. 22T. alt- [2][6]             (Anrode 19.08.1859- lt. Chronik Wedemeyer, S.142  [1])
begr. Anrode  im Familiengewölbe  12.08.1859 [KB.Dörna]
verh.    ..   28.12.1851 [1] ;   Dörna 1858   [2]
von Hopfgarten, Albertine Friederike Julie
Tochter des Fürstl. Schwarzenburgischen Oberstallmeister Friedrich von Hopfgarten und dessen
Ehefrau Sophie, geb. Freiin von und zu Egloffstein.
geb.   (Rudolstadt ?)  07.01.1834
gest. Anrode 07.11.1859 (Wochenbett)
begr. Anrode  im Familiengewölbe  10.11.1859

272.1.7.3.1.1.  von Wedemeyer, Carl Julius Ernst
Erbe des Gutes Anrode
geb. Anrode 30.10.1859;  get. Dörna, Kr.Mühlhausen 10.11.1859
gest. Ilfeld b/Nordhausen 17.03.1875 als Schüler des dortigen Internats.
begr. Anrode  im Familiengewölbe  21.03.1875

weitere Besitzer bzw. Verwalter des Rittergutes Anrode waren:
– Dr. jur Wilhelm von Wedemeyer (1875-1876)
– Max Friedrich von Wedemeyer (1876-1886)

danach Verkauf an die Familie Wiersdorff.

Carl Duval – Kloster Anrode [3]

Kloster Anrode im Winter [4]

Wikipedia : Kloster Anrode
„Das Kloster Anrode wurde vermutlich 1267 durch die Zisterzienserinnen des Klosters Beuren gegründet. Das dafür benötigte Land war im Besitz eines Ratsherren Heinrich Kämmerer der benachbarten Reichsstadt Mülhausen, es lag am Rande des Dorfes Anrode, welches unter dem Namen „Anninrod“ bis ins 13. Jahrhundert bestand. 1311 trug Anrode zur Besiedelung des Klosters Worbis bei. Obwohl Kloster Anrode sowohl im Bauernkrieg als auch im Dreißigjährigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde bewahrte der Ort seinen klösterlichen Besitzstand und erreichte im 17. Jahrhundert eine letzte Blüte. Auch in der darauf folgenden Zeit schaffte es das Kloster nicht, sich völlig zu erholen. 1810 wurde das Nonnenkloster im Zuge der Säkularisation aufgehoben.

Bereits 1811 wurde das Kloster an Johann Franz Justus von Wedemeyer verkauft. Dieser nutzte die Klostergebäude und -ländereien landwirtschaftlich. In diese Zeit fällt der Aufenthalt des Schnellläufers Mensen Ernst in Anrode. Ab 1950 wurde in den ehemaligen Klostergebäuden eine Seilerfabrik eingerichtet, die bis 1989 bestand. 1993 wurde das Kloster von der Gemeinde Bickenriede gekauft und wird seitdem überwiegend mit Landes- und Bundesmitteln restauriert.[1]

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Kloster Anrode , Schatz der Buchenwälder : http://www.kloster-anrode.de/geschichte  – dort auch ein YouTube-Video.
„1811
 wurde das gesamte Klostergut an den Hannoverschen Oberamtmann Wedemeyer verkauft. Er übernahm auch das Inventar, nur die Kultgegenstände sind an Kirchen der Umgebung weitergegeben worden. Wedemeyer führte nun Anrode als Gutsbetrieb und behielt es bis 1886 in Familienbesitz. Ab 1886 gehörte dann das Gut der Familie Wiersdorff, die sehr wohlhabend war. Neben An- und Änderungsbauten erneuerten sie Strassen und Brücken. Wirtschaftliche Gründe zwangen dann doch zum Verkauf an den Landkreis Mühlhausen.“

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Eine zusammengefasste Geschichte von Anrode bringt Mathias Stude auf seiner HP –
https://www.mat-alb-stu.de/Monasterium-Anrode.htm    -einges.03.03.2018

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„August Wilhelm hat zudem sehr viel aufgeforstet. Heute heißt er Wilhelmswald.“[5]

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Johann-Andreas-Wiersdorff-II.
der neue Besitzer von Anrode

„Wie die Wiersdorffs waren auch die Wedemeyers evangelisch. Bickenriede mit dem Kloster Anrode ist streng katholisch. So konnten beide Familien nicht in Bickenriede begraben werden, sondern einen Steinwurf entfernt unten an der Giesse. Ich lege ein Foto meines Vaters bei, auf dem auch ein wenig Mausoleum im Hintergrund zu sehen ist. Hier waren 10 Wedemeyers und ein Diener beigesetzt. In den siebziger Jahren soll das Mausoleum baufällig geworden sein, zum Spielplatz von Jugendlichen. Man hat daher die Wedemeyers umgebettet auf den – evangelischen – Friedhof im nahen Dörna. Die Grabstätte mit dem Obelisken meines Urgroßvaters Johann Andreas Wiersdorff hat man ebenfalls beseitigt, den Sarg dort belassen. Wir haben einen Findling mit Bronzeplatte dort verankert.“ [5]
„aus der Anröder Gruft zum Dörnaer Friedhof überführten Särge ca. 1962/63 (Abriss der Gruft Herbst 1970)“[6]

Anrode Grab Andreas Wiersdorff -2010  [7]


Anrode Grab Johann Andreas Wiersdorff 1927   [7]
Im Hintergrund das Mausoleum der Familie von Wedemeyer

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August Wilhelm von Wedemeyer verfasste im Jahre 1830 ein Büchlein:
„Beschreibung und Abbildung einer Anlage ökonomischer Maschinen auf dem von Wedemeyerschen Gute Anrode.“
Bei den „öconomischen Maschinen“ handelte es sich vor allem um eine Mühle, die Wedemeyer für sein Gut bauen liess.

Maschine 1830 – die August Wilhelm von Wedemeyer auf Anrode bauen liess

Anrode  [7]

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ANRODE vor 1880

Fresko Remter Anrode ca. 1880 bis 1920

Dieses Fresko im Remter von Anrode wurde in der DDR-Zeit überstrichen und nun teilweise wieder freigelegt. Es ist nicht bekannt, um welche Gutsanlage es sich handelt. Vermutlich handelt es sich um ein Gut der Familie von Wedemeyer – aber wo ?

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Quellen:
1. Wedemeyer-Chronik 1901, Abschrift 1989 -S.103+120+138+142
2. Ancestry.com. Thüringen, Deutschland, ausgewählte evangelische Kirchenbücher 1557-1940 [database on-line]. Lehi, UT, USA: Ancestry.com Operations, Inc., 2016. Eingetragen in Mühlhausen BMV und Ev.Ki.Dörna/Kr. Mühlhausen
3. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carl_Duval_-_Kloster_Anrode.jpg#/media/File:Carl_Duval_-_Kloster_Anrode.jpg
4. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kloster_Anrode_im_Winter.JPG#/media/File:Kloster_Anrode_im_Winter.JPG
5. Mitteilung und Foto der Grabstätte , Scans der „ökonomischen Maschinen“  Dr.W.W.Wiersdorff  27.+ 28.01.2018
6. Mitteilg. U.Luhn, Dörna, an Dr. W.W.Wiersdorff 19.02.2018
7. Stein/Platte Wiersdorff und Aquarell Anrode erh. Dr. W.W.Wiersdorff – 02-2018
8. Mit freundlicher Genehmigung, Mühlhäuser Museen, 11.04.2018