68.5. Wedemeyer, Georg Ludw.Heinr.Carl

Wedemeyer

68.5    Wedemeyer, Georg Ludwig Heinrich Carl
Sohn von Christian Friedrich Wedemeyer, Oberamtmann zu Elbingerode, und  Johanne Friederike Bona.
Dr. med., Arzt, Physiologe. Oberstabschirurg
geb. Elbingerode   22.04.1792
gest. Hannover  (KB- Schlosskirche Nr. 68)    02.12.1829

Anm. Todestag lt. Wedemeyer-Chronik : 2.12.1829; ( lt. ADB: 15.12.1829 -das ist falsch)

68.5. Georg Ludw.Heinr.Carl Wedemeyer gest. Hannover  1829

68.                                              den 2ten Decbr: /Abends 6 1/2 Uhr / starb der Königl: Leib und
Wedemeyer                                Oberstabbs Chirurg Dr. Georg Carl Ludewig
unverheiratet                              Wedemeyer an der Auszehrung im 38sten Le-
.                                                  bens Jahren,

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Das Leben und Wirken von Georg Wedemeyer wird von dem Hofmedicus Dr.Kaufmann 1830, nach seinem Tode, beschrieben.
“ Biographische Skizze des Dr. Wedemeyer in Hannover
auch abgedruckt in : in Rust Maga», für Heilk. Bd. 31. 1830. H. 3. art. 17. S. 545-55.

http://thesaurus.cerl.org/record/cnp00437987
Arzt, Physiologe; stud. Göttingen, Dr. 1812
Quellen : Nachgewiesen in  [ADB] [DBE]

Werke
  • Physiologische Untersuchungen über das Nervensystem und die Respiration. – 1817
  • Untersuchungen über den Kreislauf des Bluts und insbesondere über die Bluts und insbesondere über die Bewegung desselben in den Arterien und Capillargefäßen. – 1828
  • Über die Erkenntniß und Behandlung des Typhus. – 1814
  • Commentatio historiam pathologicam pilorum corporis humani sistens. – 1812
  • De Febri Petechiali. – 1812
  • Untersuchungen über den Kreislauf des Bluts und insbesondere über die Bluts und insbesondere über die Bewegung desselben in den Arterien und Capillargefäßen. – 1828

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Untersuchungen über den Kreislauf des Bluts und insbesondere über die Bluts und insbesondere über die Bewegung desselben in den Arterien und Capillargefäßen. – 1828
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“Wedemeyer, Georg Ludwig Heinrich Carl:
Erste Auflage dieses ausführlichen physiologischen Werk über den Blutkreislauf mit Vergleichen und Zitaten aus Schriften von Haller, Spallanzani, Döllinger, Österreicher, Magendie, Hastings, Treviranus u.a., zahlreichen Literaturhinweisen sowie mit Darstellungen eigener Beobachtungen und mikroskopischen Untersuchungen des Kapillarkreislaufs bei Säugetieren, Fröschen, Spinne und anderem Getier.<br>Georg Ludwig Heinrich Karl Wedemeyer, “tüchtiger Physiologe, geb. zu Elbingerode um 1790, studirte und promovirte 1812 in Göttingen mit der Diss. “De febre petechiali”, liss sich in Hannover nieder, war daselbst kgl. Leib- und Oberstabschirurgus und leistete 1815, wo er an der Spitze der hannöverischen Hospitälern in den Niederlanden stand, besonders nach der Schlacht von Waterloo, den Verwundeten sehr aufopferungsvolle wundärztliche Hilfe. Wedemeyer, der 15. December 1829 zu Hannover starb, war ein besonders geschickter Experimentator. Seine Arbeiten beschäftigen sich besonders mit dem Nervensystem, der Lehre von der Respiration und Circulation….”Pagel, Hirsch VI, p.219<br>First Edition. Georg Wedemeyer (1790-1829) was a physiologist and cour physician in Hannover. His work in neurology covers a wide field of research and holds a high place in the literature.”
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Hannoversches biographisches Lexikon
”  Arzt und tüchtiger Psychologe, wurde um 1790 in Elbingerode geboren. Er studierte in Göttingen und erlangte daselbst 1812 die Doctorwürde mit der Inauguraldissertation „De febre petechiali“. Darauf ließ er sich als Arzt in Hannover nieder, wurde kgl. Leib- und Oberstabschirurgius, dirigirte 1815 die hannoverischen Hospitäler in den Niederlanden und leistete in dieser Stellung, bes. nach der Schlacht bei Waterloo, den Verwundeten aufopferungsvolle Hülfe.

W., der am 15. Dec. 1829 starb, hat sich in der Geschichte der Physiologie durch eine Reihe von experimentellen Arbeiten ein Andenken gesichert. Sie betreffen die Lehren vom Nervensystem, von der Respiration und Circulation. Außer verschiedenen in Rust’s Magazin u. Meckel’s Archiv publizirten Aufsätzen sind erwähnenswert: “Commentatio historica pathologiam pilorumcorporis humani sistens” (Göttingen 1813); “Über die Erkenntniss und Behandlung des Typhus in seinem regulären und anomalen Verlaufe” (Halberstadt 1813); “Physiologische Untersuchungen über das Nervensystem und die Respiration und deren        Einfluss auf den Organismus” (Hannover 1817); “Untersuchungen über den Kreislauf des Bluts und insbesondere über die Bewegung desselben in den Arterien und Capillargefässen” (ebd. 1828). Vgl. Biogr.Lex.VI,219.   Pagel. ”
Quellen:  <<Hannoversches biographisches Lexikon … – Google Bücher.htm>>
http://books.google.de/books?id=ShneE5mxmEUC&pg=PA376&lpg=PA378&ots=iGuVYVRmsT&dq=wedemeyer+adolph+g%C3%B6ttingen#v=onepage&q&f=false

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Über Wedemeyer wird berichtet: (Q6)
22. 4. 2. Karriere im Militärdienst und im Medizinalwesen des Königreichs Hannover
Ob die von der Generaldirektion befürwortete Gratifikationszahlung Spangenberg noch erreicht hat, ist ungewiss, denn er hat sich noch 1813 als Freiwilliger dem Befreiungskampf angeschlossen, wie seine Kriegsdenkmünze für die im Jahre 1813 freiwillig in die Armee eingetretenen Krieger zeigt.1504 Dies bewegende Ereignis seiner Generation riss Spangenberg nach der Befreiung Göttingens im letzten Viertel des Wendejahres aus dem akademischen Milieu, dem er schon durch seine Herkunft eng verbunden war. Die zuvor in den Hintergrund getretene Laufbahnalternative „Militärarzt“ gab dem Leben des Privatdozenten eine neue Richtung. Die näheren Umstände seines Eintritts in die neue Lebenssphäre sind nicht bekannt. Sein späterer Schüler G. F. L. Stromeyer hat in seinen Lebenserinnerungen berichtet, dass Spangenberg zusammen mit Georg Ludwig Heinrich Karl Wedemeyer und Georg Philipp Holscher 1813 in die Armee eingetreten sei – die beiden ersten als OberStabs-Wundärzte mit dem Range eines Oberstleutnants und Holscher als Oberarzt  mit dem Range eines Hauptmanns. Wedemeyer meldete sich Spätherbst 1813 zum Eintritt in das von Wallmoden‘sche Korps im holsteinischen Hauptquartier des Generals. Den hohen Rang der beiden erstgenannten Militärärzte darf man ihrer Ausbildung bei Himly und vielleicht auch dessen Empfehlung zuschreiben. Über die Bedeutung der Himlyschen Klinik in dieser Kriegsphase hat Oesterley [Nr. 7] als Bearbeiter des Pütter im Jahre 1838 notiert: Diese Clinik kann sich´s besonders zumessen, daß im Jahr 1813 die hannöverischen Kriegsspitäler schnell mit hinreichenden, vielseitig gebildeten, braven Militärärzten unter der Direction von den ehemaligen Gehülfen derselben, Spangenberg und Wedemeyer, versehen werden konnten.1506 Als vielseitig ausgebildete Ärzte mit akademischem Werdegang waren Spangenberg und Wedemeyer in den kommenden kriegerischen Auseinandersetzungen in zentralen Stabsfunktionen gefragt, die von den Kompanie-Chirurgen nicht wahrgenommen werden konnten. Diese waren vielfach nur Bader oder Barbiere von Profession und hatten im Rahmen der traditionellen zweistufigen Ärzteausbildung in ihren Chirurgenschulen z. T. nur eine einseitige und in medizinischer Hinsicht unzureichende Ausbildung erhalten.

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Quellen:
1. Wedemeyer-Chronik, S.116ff;
2. ADB;
3. Dr. Kaufmann, 1830;
4. Biogr.Lex.VI,219.
5. Hannoversches biographisches Lexikon
6. Johannes Tütken Privatdozenten im Schatten der Georgia Augusta. Zur älteren Privatdozentur (1734 bis 1831) Teil II Biographische Materialien zu den Privatdozenten des Sommersemesters 1812; Universitätsverlag Göttingen 2005; S.563ff. (Digitalisat) -29.01.2017-
7. Hannover, KB- Schlosskirche 1829-Nr.68