294.220. Westfal, Hermann

 

Westfal (Westpfal, Westval)

19. Generation

294.220.        Westfal, Hermann
Sohn von Hinrich Westphal, Bürger zu Lübeck, und Elisabeth Meteler
Ratsherr zu Lübeck
gest.  Lübeck 26.04.1433
verh. 1. Ehe  Lübeck
von Alen, Margarethe
verh. 2. Ehe Lübeck
294.221.        MöllerTaleke (Adelheid)

Kinder, aus 1. Ehe

Westfal, Arnold (Arnoldus) ; Bischof Arnold von Lübeck
geb. Lübeck 1398/99             gest.  1466 (Grabplatte im Dom  Nr. 292)
Arnold Westfal, 1450-1466 Bischof von Lübeck, wurde 1398/99 als Sohn des Lübecker Ratsherrn Hermann Westfal geboren. Sein Bruder war Bürgermeister von Lübeck, studierte 1419/1420 an der Universität Leipzig, wechselte nach 1421 zunächst an die Universität von Rostock,
1428/1429 dann an die Universität von Erfurt. Lehrte 1436 an der Universität Leipzig und 1443/1444 an der Universität Rostock, gab seine Tätigkeit als Professor auf und kehrte zurück nach Lübeck, wo er als Domdekan nachweisbar ist. Wurde 1449 zum Bischof gewählt. Er war Rat des Königs Christian von Dänemark. 1463 hob er auf Weisung von Papst Pius II. alle Kirchenstrafen auf, die über den alten Ratsherren sowie über Sander Springintgut und Hinrik von der Molen verhängt worden waren. [1]

aus 2. Ehe

147.110.       1) Westfal, Johann Bürgermeister; geb. Lübeck ; gest. Lübeck 04.12.1474
verh.  Lübeck
von Calven, Margarethe

 

 

Hermann Westfal, auch genannt de Hemerde, aus Westfalen. Kaufmann in Lübeck. 1406 – 1408 Ratsherr, 1429 Mitglied und Mitbegründer der Zirkelgesellschaft zu Lübeck. 1429 war er im Kriege gegen Dänemark Oberbefehlshaber der Lübecker Kriegsschiffe.

Wohnung: anfangs Mengstr. 10.  1418 – 1423 Breitestraße 28, dann Breitestraße 47.

Sein Sohn aus 1. Ehe war der Bischof Arnoldus Westfal (+1466) (Grabplatte Dom Nr. 292)  (Warnke)
Wappen auf Bischofsstab, gespalten, vorn schreitender aufrechter Löwe, hinten halber Doppeladler (=Westphal).  Eckwappen:  1. Westphal,  2. Dreistufiges Mauerwerk, einmal nach oben, einmal nach unten gekehrt (= Meteler), 3. und 4. unbekannt.

 

Bau- und Kunstdenkmale, Bd. II., S. 336

Drei Wappen der Familie Westphal, vermutlich diejenigen des Ratsherrn Hermann W. (gest. 1433) und seines Sohnes und Enkels, des Bürgermeisters Johann W. (gest. 1474) und des Ratsherrn Hinrich W. (gest.1505), hingen an der Innenseite des vierten nördlichen Chorpfeilers in der Marienkirche.

Bd. III,1; S.250 :

Auf dem Grabstein des 1509 gest. Bischofs Wilhelm Westval (Abb. S. 249) befinden sich in den Ecken vier Schilde: oben diejenigen seines Vaters, Johann Westval (+1474) und seiner Mutter, Margarethe von Calven (drei Sterne), unten diejenigen seiner Großeltern väterlicherseits, des 1433 gest. Ratsherrn Hermann Westval und dessen zweiter Ehefrau Taleke Möller (vier Windmühlenflügel).

Bd. II., S. 175:

In der Verglasung der hohen Kirchenfenster der Marienkirche befanden sich mehrere Wappen, darunter:

„4. die Lucht,  = myt der wyntmolen , =  vermutlich dem vier goldene Windmühlenflügel  auf rotem Grunde aufweisenden Wappen des Ratsherrn Kort Möller (gest. 1478).

 

 

Ratslinie (444)   Hermann Westfal.                                      Ratsmitglied. 1406-08 und 1416-33

blieb anfangs in Lübeck und gehörte zu denjenigen Ratsherren, die sich im Mai 1408 weigerten, die Stellen derjenigen Mitglieder des Alten Rates, die die Stadt verlassen hatten, durch Neuwahlen zu besetzen. Der Klage des Alten Rates schloß er sich nicht an. In der Mitte des Jahres 1409 hat auch er die Stadt verlassen. Zwei ihm gehörende Häuser wurden konfisziert. Doch muß er bald zurückgekehrt sein; im September 1416 war er als Ratsherr wieder tätig.  1419 gehörte er zu den Unterhändlern mit dem Domkapitel über Ländereien in Genin. Im Krieg gegen Dänemark war er 1429 Oberbefehlshaber der lübeckischen Kriegsschiffe.  Mitglied der Zirkelkompagnie.

W. war der Sohn des lüb. Bürgers Hinrich Westfal; verheiratet in erster Ehe mit einer Tochter Hinrichs  von Alen, in zweiter Ehe mit Adelheid Möller. Sein Sohn war der Bischof Arnold von Lübeck. Er bewohnte Anfangs das Haus Mengstr. 10, 1418 – 1423 Breitestraße 28, dann Breitestraße 47.

Sein Wappen L.S.d.M. 9,  91.



[1] Springensguth, Silke: Tod im Turm, 2004, S. 275