18.390. Wibbeking 1, Paul

Wibbeking

15. Generation

18.390.          Wibbeking 1,  Paul
18.396. Sohn von Konrad Wibbeking und Gertrud Northoff
Bürgermeister zu Lübeck
geb. Lübeck 1508;
gest. Lübeck 11.09.1568

verh. 1. Ehe Lübeck, ca. 1529
Freudenberg, Catharina
Tochter von Jakob Freudenberg.
geb.                  gest.

verh. 2. Ehe  Lübeck
Hagenow, Agnes
geb.                  gest.

18.391. verh. 3. Ehe Lübeck 05.05.1533 (Schnobel)
18.397.          Elers 3, Margarethe (Metteke)
gest. Lübeck 26.08.1548

verh. 4. Ehe  Lübeck 01.09.1549
von Achelen
, Elisabeth
geb. Lübeck 1526;     gest. Lübeck, (85 J. alt) 11.06.1611

Kinder: 3. Ehe
9.198.  1) Wibbeking 1, Joachim; Ratsherr; geb. Lübeck 28.10.1541;
gest. Lübeck, (88 J. alt) 05.08.1628
verh. Lübeck 1571
Schulte 3, Margarethe; geb. Hamburg ; gest. 1597

9.195. 2) Wibbeking 2Magdalene (Mattke)
verh. Lübeck vor 1565
von Stiten, Jürgen (Georgius); Ratsherr; geb. Lübeck 1528;
gest. Lübeck, (84 J. alt) 01.04.1612

Kinder: 4. Ehe
Wibbeking, Paul      [1]
„civis primarius in Lübeck“
geb.     gest.
verh.
Müsselttin, Elisabeth „aus altem Geschlecht in Lüneburg“

Tochter:
Wibbeking, Anna
verh.
von Höveln, Gotthard
„ältester Ratsverwandter und Cämmerherr (Kämmerer) der Reichstadt Lübeck , deren Geschlecht seit 300 Jahren hier ansässig ist und von dem die Jahrbücher und Chroniken bei vielen mitgliedern melden.“

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15.07.1544 Ratsherr, 1559-1560 Kämmereiherr, 1560 Bürgermeister zu Lübeck. Vorsteher der
St.-Jürgen-Kapelle am Mühlentor. Er vertrat Lübeck auf den Hansetagen 1556, 1557 und 1559.

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Bau- und Kunstdenkm. Bd. II., Marienkirche, S. 338

Ein im Jahre 1800 beseitigtes, an der Nordwand der nördlichen Chorumgangskapelle angebrachtes „gemaltes Epitaph“ für den am 11. September 1568 verstorbenen Bürgermeister Paul Wibbeking umfasste dessen Bildnis, eine Inschrift und einen aus zwölf Distichen bestehenden Nachruf. (Ger. v. Seelen, Althenae Lubecenses I. S. 124).  Über diesem Epitaph hing das gleichfalls nicht mehr vorhandene Wappen des Bürgermeisters.

S. 411:

In der Marienkirche befindet sich ein vom ehemaligen Epitaph des 1568 verstorbenen Bürgermeisters Paul Wibbeking stammender Doppelarm unter dem Wibbekingschen Wappen und einem im Jahre  1800 hinzugesetzten Schilde mit einer Inschrift, welche besagt, daß der Leuchter nebst den zugehörigen Lichtern vom genannten Bürgermeister gestiftet sei. Diese Angabe trifft jedoch nicht ganz zu, da nach dem Lichterverzeichnis von 1581 sich neben jenem Epitaph zwei von des Bürgermeisters Söhnen, dem Ratsherrn (1578 – 1628) Joachim W. und Georg W., unterhaltene Doppelarme befanden, die nach dem Lichterverzeichnis von 1663 „unter Wibbekings Wappen mit I.W.“ und „unter G.W.“ standen, auch hat ersterer 1613 ein noch bestehendes Lichterlegat für seinen Leuchter ausgesetzt. Seit 1868 ist der Doppelarm an der Nordseite des fünften Süderpfeilers angebracht.

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Ratslinie (655)  Paul Wibbeking.                   Ratsmitglied 1544 – 1568

15. Juli 1544 Ratsherr, 1560 Bürgermeister. Kämmereiherr 1559 – 1560. Er vertrat die Stadt auf den Hansetagen von 1556, 1557 und 1559. Seit 1561 gestattete ihm seine Körperschwäche nicht mehr die Beteiligung an den Ratsgeschäften. – Sohn des Ratsherrn Konrad Wibbeking (614). Verheiratet in erster Ehe mit Margaretha Elers, in zweiter Ehe mit einer Tochter des lüb. Bürgers Johann von Achelen. gest. 60 Jahre alt 11. Sept. 1568. Sein Bild in der Marienkirche.

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Wikipedia:  https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Wibbeking

Paul Wibbeking war Sohn des Lübecker Ratsherrn Konrad Wibbeking. Er wurde 1544 in Lübeck zum Ratsherrn erwählt und vertrat die Stadt Lübeck bei den Hansetagen zwischen 1556 und 1559. Von 1559 bis 1560 war er als Kämmereiherr tätig. 1560 wurde Paul Wibbeking zum Lübecker Bürgermeister bestimmt, konnte aber bereits im Folgejahr 1561 seinen Amtspflichten wegen Gebrechlichkeit nicht mehr nachkommen und schied noch 1560 auf seinen Wunsch aus dem Rat aus.[1] Er erhielt nach seinem Tode ein gemaltes Epitaph mit seinem Bildnis und seinem Wappen in der Lübecker Marienkirche, welches im Jahr 1800 beseitigt wurde.

Wibbeking war zweimal verheiratet. Sein Sohn Joachim Wibbeking wurde 1578 ebenfalls Lübecker Ratsherr.[2] Die Ratsherren Johann Kerkring und Hermann Warmboeke waren seine Schwiegersöhne.

Literatur
Georg Wilhelm DittmerGenealogische und biographische Nachrichten über Lückeckische Familien aus älterer Zeit, Lübeck 1859, S. 98 (Digitalisat)
Gustav SchaumannFriedrich Bruns (Bearbeiter): Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck. Hrsg. von der Baudeputation. Band 2, Teil 2: Die Marienkirche. Nöhring, Lübeck 1906, S. 338 (Digitalisat
)
Emil Ferdinand FehlingLübeckische Ratslinie, Lübeck 1925, Nr. 655

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Quellen:
1. Roth, Leichenpredigten Nr. R 5169 für Johannes von Höveln, gest. 1654 Helmstedt-