Pakosch – Pacosc

In den Jahren 1880 und 1881 wurden an William Suermondt jeweils eine „Hohenzollern“ – Lokomotive geliefert. Die Lok mit der Baunummern 129 ging an  W. Suermondt, Inowrazlaw und die Lokomotive Baunummer 132 an W. Suermondt,  Pakosch. (Q8) Nicht sicher ist, ob die Lok Nr. 129 für das Steinsalzwerk oder die Sodafabrik benötigt wurde. Die Lokomotive mit der Baunummer 132 war  sicherlich für die Zuckerfabrik Pakosch.

Was Suermondt in Pakosch zu tun hatte:

An der Gründung der   Zuckerfabrik Pakosch  war William Suermondt entscheident beteiligt.

Am 4.März 1880 (notariell am 9.3.1880) wird in Pakosch die “Zuckerfabrik Pakosch” AG. gegründet. Einer der beiden ersten Vorstandsmitglieder war William Suermondt. “Die Höhe des Grundcapitals beträgt 500 000 Mark” und wird bereits wenige Tage später, am 15.März 1880, auf 700.000 Mark erhöht.  ”Zufolge Verfügung vom 31. October 1881 eingetragen am 31. October 1881″ wird bekannt gemacht, dass William Suermondt aus dem Vorstand ausgetreten ist. Es wird nicht vermerkt, ob er dem Aufsichtsrat angehörte. Wie lange William Suermondt an der Zuckerfabrik beteiligt war, ist nicht bekannt.  Ab ca. 1902 wird die Firma als “Zuckerfabrik UNION AG, Pakosch” geführt.

Berliner Börsenzeitung  19 December 1881 - 1  of  22  pages

 

 

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No. 15. Firma der Gesellschaft:  Zuckerfabrik Pakosch.
Sitz der Gesellschaft:  Pakosch.
Rechtsverhältnisse der Gesellschaft.   Die Gesellschaft ist eine Acticngesellschaft.
Das notariell aufgenommene Statut vorn 9. März 1880 befindet sich in Ausfertigung Blatt 32 bis 42 des Beilagebandes zum
Gesellschaftsregister.
Gegenstand des Unternehmens ist die Anlage und der Betrieb einer Rübenzuckerfabrik und aller damit zusammenhängenden Geschäfte Die Zeitdauer des Unternehmens ist unbeschränkt. Die Höhe des Grundcapitals beträgt 500 000 Mark und die der einzelnen
Actien 1000 Mark. Die Actien lauten auf den Namen. Durch Beschluss des Aufsichtsraths kann das Grundcapital bis zum Betrage von 700 000 Mark durch Ausgabe neuer, ebenfalls auf den Namen lautender Actien von je 1000 Mark erhöht werden.

Die von der Gesellschaft ausgehenden Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Gesellschaft von dem Vorstände und dem
Aufsichtsrath durch folgende öffentliche Blätter:
a) die Posencr Zeitung,
b) die Bromberger Zeitung,
c) den Dziennik Poznanski,
d) die Bank- und Handels Zeitung in Berlin,
e) die Kreisblätter für Inowraclaw und Mogiino,

Alle Urkunden und Erklärungen sind für die Gesellschaft bindend, wenn sie mit der Firma der Gesellschaft und der Unterschrift zweierVorstandsmitglieder oder eines Vorstandsmitgliedes und eines zur Zeichnung der Firma vom Aufsichtsrath erwählten Bevollmächtigten oder Procuristen versehen sind.

Die gegenwärtigen Mitglieder des Vorstandes sind:
a) der Fabrik-Director Adalbert Zierold in Pakosch,
b) der Bergwerks-DirectorWilliam Suermondt in Inowrazlaw.
Eingetragen zufolge Verfügung vorn 7. März 1880 am 8. März 1880.
(Acten über das Gesellschaftsregister Band I. Seite 59.)
Brandt, Gerichtsassistent.

Das Grundcapital der Gesellschaft ist auf Grund des Beschlusses des Aufsichtsraths vom 15. März 1880 durch Ausgabe von zweihundert neun auf den Namen lautenden Actien über je 1000 M von 500 000 M auf 700 000 erhöht worden. Eingetragen zufolge Verfügung vom 9.Juli 1880 am 9. Juli 1880.
(Acten über das Gcsellscbaftsregister Band I.Seite 97.)
Brandt, Gerichtsassistent.
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An Stelle des Bergwerksdirectors William Suermondt in Inowrazlaw ist der Kaufmann Julius Salomonsohn in Inowrazlaw in den
Vorstand getreten. Auch hat der in der Generalversammlung vom 25. October 1881 neugewählte Aufsichtsrath durch Beschluss vom 25.October 1881 dem Rittergutsbesitzer Albert Hepner in Jankowo Vollmacht ertheilt, die Firma der Gesellschaft zu zeichnen.
Zufolge Verfügung vom 31. October 1881 ein getragen am 31. October 1881.
(Acten über das Gestllschaftsregister Beilage-Band I. Seite 183.)
Brandt, Gerichtsassistent.

Vorstehende Eintragung ist zufolge Verfügung vorn 3. December 1881 am 3. December 1881 hierher übertragen aus dem bis dahin bei dem Amtsgericht Mogiino geführten Gesellschaftsregister und stimmt mit der unter No. 2 dieses Registers befindlichen Eintragung
wörtlich überein.
(Acten über das Gcsellschaftsregistir Band II., Seite 124.)
Tremessen, den 15. December 1881.
Königliches Amtsgericht.
Richter, Gerichtsschreiber.

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Auszug aus der “Chemiker-Zeitung ” Nr. 41, Cöthen, den 20.Mai 1885 /Jahrgang IX.
– http://cybra.lodz.pl/Content/937/ChZ_1885_Jh9_Nr_41.pdf

Zuckerfabrik Pakosch 1885

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Pakosch, with a total production of M. 1,062,697, shows a loss of
M. 136,263. The balance on the wrong side last year was already
M. 198,975, so that this factory is now M. 335,238 to the bad.
The SUGAR CANE, Mae. 1, 1888.   Seite 124
https://archive.org/stream/ldpd_10924122_020/ldpd_10924122_020_djvu.txt

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Pakosch nach einer Postkarte von ca. 1895/1900

 

Zuckerfabrik in Pakosch

 

 

 

 

 

 

 

 

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[311] Pākosch, Stadt im preuß. Regbez. BrombergKreis Mogilno, am Ausfluß der Netze aus dem Trlonger See und an der Staatsbahnlinie Rogasen-Hohensalza, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, ein Reformatenkloster (berühmt wegen Wallfahrten und großen Ablasses), Zuckerfabrik (600 Arbeiter), Kalkwerk (in der Nähe, 500 Arbeiter), Dampfsägewerk und (1905) 3513 Einw., davon 475 Evangelische und 97 Juden. Dabei der Kalvarienberg mit kath. Kirche und 24 Kapellen. Vgl. Warschauer, Geschichte der Stadt P. (Posen 1905).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 311.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007204108

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Schließlich ist noch Pakosch, ein Städtchen mit einer Zuckerfabrik zu nennen. Nach 1939 wurde von Lodzer Großindustriellen in der stillgelegten Zuckerfabrik eine Großanlage für Flachsverarbeitung eingerichtet, die nach einem abgekürzten neuen Verfahren arbeitete.”
(Heimatkreisgemeinschaft Mogilno-Strelno;  http://www.heimatkreis-mogilno.de/html/body_geschichte.html )

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Auf der Seite  http://www.rad-gleis.de/str/zu/xp.htm#kp075 (abgerufen-31.12.2016) wird festgestellt, dass ca. 1880 eine normalspurige Bahn von der Zuckerfabrik Pakosch zum Bahnhof Janikowo=Amsee geht. Hier passt gut die Lieferung der Hohenzollern-Lokomotive Nr. 132 an William Suermondt.

Pakośź =Pakosch__________________________________ __westl. Inowrocław (Ö/Ü_7)
                                                       Polen, KPM, Quellen
                                                       P.TopoKarte 3174 von 1911/33
?    (Karte 1893) Etwa 1880: Normalspurige Anschluss-
       bahn von der Zuckerfabrik Pakosch im Osten      Richter
       der Stadt n. Süden zum Bahnhof Janikowo=Amsee
       an der Strecke Mogilno - Inowrocław.

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Zuckerfabrik Pakosch – Lageplan

Ausschnitt aus Messtischblatt von 1911 : http://greif.uni-greifswald.de/geogreif/geogreif-content/upload/mtbl/3174Pakosch.jpg
bei den Messtischblättern von 1940 und 1944 wird das Zuckerfabrik-Gelände nur mit “Fbr.” bezeichnet.

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Im Internet : Pakosch / Provinz Posen / heute Pakosc .
Pakosch, Stadt – (1894 Amtsgericht Mogilno; Post Pakosch
Geographie: gelegen am Ausfluss der schiffbaren Netze aus dem Trlonger See;
Besonderheiten 1894: Bahnhof der Linie Rogasen – Inowrazlaw der Preußischen
Staatsbahn, Gerichtstag, evangelische und katholische Pfarrkirche ,
berühmter Wallfahrtsort Kalvarienberg mit Kirche und 23 Kapellen,
Reformatenkloster, Zuckerfabrik, Gemüsebau, Fischhandel.
1977 Einwohner (1865) davon 374 Evangelische und 158 Juden).

Messtischblatt von 1911: http://greif.uni-greifswald.de/geogreif/geogreif-content/upload/mtbl/3174Pakosch.jpg
1940 :  http://amzpbig.com/maps/3174_Pakosch_1940.jpg
1944 : Deutsche Heereskarte, 3174 Pakosch (Topograph. Karte, 1:25000), Ausgabe 1 vom XI. 1944

 


http://de.wikipedia.org/wiki/Pako%C5%9B%C4%87

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  • Quellen:
    1.
    2.
    3.  Deutsche Börsenpapiere: Darstellung der Personal- und Finanz-Verhältnisse …; von Friedrich Wilhelm Christians; 1880